Zusammenleben mit Kitten – Das ist zu beachten


Wenn das Kitten beim Züchter, im Tierheim oder bei der vorherigen Familie abgeholt wird, ist es immer eine ungewohnte Situation für den Kleinen. Kein Wunder, er verlässt in den meisten Fällen seine Mutter, Geschwister und lieb gewonnene Bezugspersonen. Für ihn beginnt eine Reise in eine völlig neue Welt. Dabei kannst du davon ausgehen, dass er mindestens genauso aufgeregt sein wird wie du. Was zu beachten ist und wie du ihn am besten unterstützen kannst, erfährst du hier.

Kitten liegt auf weißer Decke

Grundausstattung für Kitten

Um die Reise des Kittens so stressfrei wie möglich zu gestalten, solltest du schon vorab mehrere Vorkehrungen treffen und dich ausreichend mit dem Thema beschäftigen. Dementsprechend ist es wichtig, dass du einige Tage, bevor das Kitten bei dir einzieht, folgende Dinge besorgst:

Transportbox

Die Transportbox ist besonders wichtig für die Reise der kleinen Samtpfote. Achte dabei vor allem darauf, dass die Box groß genug ist, sodass sie sich nicht eingeengt fühlt. Falls der Transport per Auto verläuft, sollte eine Öffnung für den Autogurt vorhanden sein, damit sie gesichert im Auto ist. Gewöhne das Kätzchen am besten direkt an die Transportbox, da manche eher ungern in die Box gehen. Im Idealfall wird es schon vom Vorbesitzer daran gewöhnt. Außerdem stehen zu Beginn sehr viele Tierarztbesuche an, weshalb die Anschaffung einer Transportbox essentiell ist.

Katzentoilette

Für das Kätzchen reicht eine etwas kleinere Toilette mit niedrigem Rand aus, in die es gut hineinklettern kann. Die grundsätzliche Regel lautet, dass man immer ein Katzenklo mehr haben sollte. Dementsprechend sind zwei Katzenklos empfehlenswert. Falls du direkt zwei Kätzchen möchtest, sind sogar drei Toiletten optimal. Dies liegt daran, dass es manche Katzenbabys lieber haben, ihr kleines und großes Geschäft zu trennen. Andere wiederum teilen sich ungern Toiletten mit weiteren Katzen. Ein weiterer Punkt, den viele nicht mögen, ist, wenn ihre Katzentoiletten von oben geschlossen sind. Falls dies der Fall ist, solltest du eine Schalentoilette kaufen. Außerdem ist wichtig, dass sie immer zugänglich sind für deine Katze und nicht durch verschlossene Türen versperrt werden. Natürlich darf dabei Katzenstreu nicht fehlen. Da Katzen darauf sensibel reagieren können, solltest du auch dazu den Vorbesitzer fragen, welches Streu die Katze gewohnt ist.

Streuschaufel und Kehrblech

Die Hygiene des Katzenklos ist sehr wichtig, da sich dein Kitten sonst unwohl fühlen kann. Achte dabei darauf, dass es nach der Reinigung nicht zu sehr nach Reinigungsmittel riecht.

Kratzbaum

Der Kratzbaum darf natürlich nicht fehlen in deiner Wohnung. Selbst wenn du einen großen Garten hast, ist ein großer Kratzbaum ein Muss. Er sollte nicht zu hoch sein, aber wenigstens eine Aussichtsplattform besitzen, von der das Kätzchen eine gute Sicht auf alles hat. Katzen lieben es, über Kratzbäume ihr Revier zu markieren und somit zu zeigen, dass alles ihnen gehört. Wichtig beim Kauf eines Kratzbaums ist, dass er standfest ist und nicht jedes Mal die Gefahr birgt, umzukippen.

Katzenspielzeug

Beim Kauf von Katzenspielzeug solltest du in jedem Fall beachten, nicht zu kleine lose Teile zu besorgen. Daran könnte sich das Kätzchen verschlucken. Am besten ist Spielzeug wie beispielsweise Bällchen, Stoff– und Fellmäuse, Säckchen mit Katzenminze oder Snackbälle, bei denen beim Spielen kleine Leckerli herausfallen.

Futter- und Trinknapf

Am besten sind Näpfe aus Keramik oder Edelstahl, Plastiknäpfe bekommen mit der Zeit Risse und werden unhygienisch. Wichtig ist, dass der Futternapf möglichst nicht direkt neben dem Wassernapf steht. Dies liegt daran, dass Katzen in der freien Natur Nahrung und Wasser nicht am selben Ort zu sich nehmen und dies auch Zuhause bevorzugen. Falls nötig, kannst du dir auch einen Trinkbrunnen anschaffen. Dieser animiert das Trinkverhalten des Kätzchens zusätzlich. Bei den Trinknäpfen kannst du auch ruhig mehrere kaufen, um sie dann in der Wohnung zu verteilen.

Pflegeutensilien

Zwar erledigen Katzen den Großteil ihrer Fellpflege selbst, indem sie sich vom Kopf bis Fuß lecken. Dennoch benötigen Katzen, egal ob Lang- oder Kurzhaar, zusätzliche Pflege. Je nach Fellbeschaffenheit des Kätzchens wird ein Metallkamm und eine Bürste benötigt. Falls es eher kurzhaarig ist, reicht meist ein Noppenhandschuh aus. Handelt es sich um eine Langhaarkatze, braucht sie gegebenenfalls noch ein Trennmesser zum Aufschneiden von Filzknoten. Gewöhne die kleine Samtpfote am besten so früh wie möglich an die Fellpflege. So lernt das Kätzchen die regelmäßige Behandlung mit Bürste und Kamm als Wellness zu empfinden und zu genießen. Dadurch treten im Normalfall später keine Probleme mehr auf. Ein weiterer Pluspunkt der Fellpflege ist, dass dadurch die Bindung zwischen euch beiden gestärkt wird.

Katzenkörbchen

Ein Schlafkörbchen mit Kuschelkissen und/ oder –decke gehört ebenfalls zur Grundausstattung. Kätzchen suchen ihren Lieblingsschlafplatz in der Regel selbst aus. Deshalb macht es keinen Sinn, wenn du dir vorher bestimmte Plätze aussuchst und das Schlafplätzchen bestimmst. Biete deiner Katze also einige Plätze an und beobachte, wo sie sich am liebsten hinlegt. Dort kannst du dann ihr Schlafkörbchen, Decke und Kuschelkissen platzieren. Der Schlafplatz darf auch ruhig etwas erhöht, aber ohne bestehende Sturzgefahr sein. Achte beim Kauf darauf, dass das Katzenbett frei von Schadstoffen ist.

Katzenklappe

Wenn du deiner Samptpfote nach der ersten Eingewöhnungsphase Freigang nach draußen gewähren möchtest, solltest du unbedingt an den Einbau einer Katzenklappe denken. So weiß sie immer, dass sie zu jeder Zeit einen sicheren Zugang nach drinnen hat.

Schutzkeile

Falls du ein Kippfenster hast, solltest du dir Schutzkeile zulegen. Wenn dein Kätzchen nämlich versucht, durch das gekippte Fenster nach draußen zu gelangen, kann es stecken bleiben und sich dabei schwer verletzen. Durch die Schutzkeile, welche in das Kippfenster geschoben werden, ist Sicherheit geboten.

Checkliste Erstausstattung bei Kitten:

  • Transportbox
  • Katzentoilette
  • Katzenstreu und Streuschaufel
  • Kratzbaum
  • Spielzeug
  • Futter- und Trinknapf
  • Pflegeutensilien
  • Liegeplatz (Körbchen, Decke, Kissen)
  • Fensterkippschutz, Katzenklappe
  • Trocken-/ Nassfutter

Sicheres Zuhause für Kitten

Beim Einzug ist es wichtig, dass dein Zuhause sicher ist und keine Gefahren für dein Kätzchen birgt. Dabei solltest du folgende Dinge beachten:

  • Verstaue Haushaltsreiniger sicher.
  • Sichere herumliegende Kabel.
  • Entsorge giftige Pflanzen wie beispielsweise Aloe-Vera Pflanzen, Kakteen, Orchideen oder Tulpen.
  • Lege dir Schutzkeile bei Kippfenstern zu.
  • Sichere den Balkon mittels eines Netzes.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Kitten?

Ein Kitten sollte nicht vor seiner 12. Lebenswoche von der Mutter getrennt werden. Bis zum 3. Lebensmonat ist die Erziehung durch die Mutter für die Katzenkinder wichtig. Seriöse Halter und Züchter geben Jungkatzen erst mit 12 bis 14 Wochen ab. In der Zeit lernt die kleine Samtpfote sich zu sozialisieren und entwickelt sich zu einem selbstbewussten und freundlichen Wesen. Im Idealfall wird sie bis zur 14. Woche bei ihrer Familie gelassen, da sie von Mutter und Geschwistern in dieser Zeit noch viel lernen kann.

Für die Kitten ist die Trennung natürlich nie leicht. Wer lässt sich schon gerne aus seiner gewohnten Umgebung wegnehmen und von Mutter und Geschwistern trennen. Du kannst es ihr leichter machen, indem du eine Geruchsprobe von der Katzenfamilie mitnimmst und in die Transportbox legst. Dafür eignet sich beispielsweise eine Wolldecke mit dem vertrauten Heimatgeruch, wodurch direkt mehr Geborgenheit vermittelt wird. Tausche also Kuscheldecke oder Spielzeug vom Vorbesitzer nicht aus.

Zwei Kitten oder eins?

Ein Kätzchen ist gut, zwei sind besser? In jedem Wurf gibt es Geschwister, die besonders viel miteinander spielen und kuscheln. Zwar kann man Katzen in manchen Fällen auch gut alleine halten, jedoch lieben sie ihre Artgenossen. Besonders bei geplanter Haltung als Wohnungskatze empfiehlt sich eine zweite, damit sie einen Spielgefährten hat. Wenn mehrere Katzen zusammen in der Wohnung gehalten werden, sorgen sie gegenseitig für Spiel und Spaß. Eine Freigängerkatze wird hingegen natürlich in Zukunft in freier Wildbahn sehr viel Abenteuer erleben und regelmäßig auf andere Fellnasen treffen. Ob Wohnung oder Freigang, das hängt immer von der Rasse ab, über die du dich vor dem Kauf von Kitten ausführlich informieren solltest. 

Am idealsten geeignet sind natürlich Geschwister, diese haben schon von vornherein eine innige Katzenfreundschaft. Zwei aus einem Wurf sind also die beste Lösung. Gemeinsam sind die zwei Katzen meist unwiderstehlich. Falls es kein Geschwisterkätzchen wird, solltest du darauf achten, dass das zweite Katzenkind ein ähnliches Temperament hat wie das erste. Zu einem ruhigeren Kätzchen passt also am besten ein weiteres ruhiges Kätzchen. Genauso gilt dies auch andersrum. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Ob Kater oder Katze, die Kitten, die von klein auf zusammen sind, vertragen sich meist auch später prima.

Gesundheitscheck für Kitten

Egal, wo du dein neues Kätzchen abholst, ob im Tierheim, beim Züchter oder bei einer Familie. Es ist wichtig, dass es einen aktuellen Gesundheitscheck bekommen hat und geimpft ist. Mindestens gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sollte eine Impfung vorliegen, was du im Impfpass selbst überprüfen kannst. Kontrolliere dennoch das Aussehen des Kätzchens. Dabei sollten die Augen glänzen und, wie die Ohren, sauber und frei von Belägen oder Verkrustungen sein. Da das Fell ein wichtiges Indiz für die Gesundheit der Katze ist, solltest du auch darauf einen genauen Blick werfen. Auch eine Unterernährung der Katze ist nicht ausgeschlossen, darauf weisen vor allem auffällig sichtbare und leicht zu erfühlende Rippen hin.

An den Tierarztbesuch solltest du dein Katzenbaby so früh wie möglich gewöhnen, da gerade in den ersten Lebensmonaten der Gang dahin sehr wichtig ist. Die kleinen Kätzchen sind naturgemäß empfindlicher und anfälliger für Krankheiten. Um die Gesundheit der kleinen Samtpfote zu gewährleisten, müssen deshalb eine Reihe von Gesundheitschecks und Impfungen erfolgen. Gewöhne sie also besser bereits an die Transportbox, bevor ein Besuch beim Arzt ansteht. Zwang hilft dabei gar nichts. Wenn du Decke oder Kissen hineinlegst, wird sich das Kätzchen im Idealfall nach einiger Zeit von alleine reinsetzen. Durch Lob und Leckerbissen kannst du es dann in seinem Verhalten bestätigen, sodass es den Gang in die Box und das Schließen der Tür als positiv wahrnimmt.

Futter für Kitten

Für deine Kitten ist es wichtig, welches Futter es bekommt. Frag dazu am besten den Züchter oder Vorbesitzer, um erstmals das gleiche Futter zu nutzen. Am besten wirst du also im Voraus darüber informiert, wie und womit das Kitten ernährt wurde. Mit dem entsprechenden Futter solltest du dich also schon eingedeckt haben. Zumindest in den ersten Wochen erhält es also das gewohnte Futter.

Im Handel wird meist spezielles Futter für Kitten angeboten, das seinem entsprechenden Bedarf angepasst ist. Wichtig ist Futter, welches leicht verdaulich ist und hochwertige tierische Eiweiße, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Vitamine enthält. Wenn das Kätzchen noch nicht selbst mit dem Napf zurechtkommt, solltest du anfangs versuchen, es vom Löffelchen zu füttern und das Köpfchen immer weiter auf den Napf zu senken. So lernt es, dass es sich herunterbeugen muss zum Napf. Der kleine Katzenmagen benötigt zunächst vier bis fünf kleine Mahlzeiten täglich. 

Auch wenn man Kätzchen oft mit Milch verbindet, solltest du ihm keine Milch geben. Wasser ist da die bessere Option. Viele Katzen bekommen nämlich von Milchzucker Durchfall. Zwar gibt es Katzenmilch mit reduziertem Laktosegehalt, diese ist jedoch eher Nahrungsmittel als Getränk.

Tipps zur Eingewöhnung für Kitten

1. Gib ihm genügend Zeit beim Ankommen.

Oftmals ist das kleine Kätzchen bei der Ankunft aufgeregt und überfordert. Am besten stellst du die Transportbox in einen ruhigen Raum und gibst ihm genug Raum. So kann es sich in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen. Je nach Katze ist es individuell, wie lange sie braucht, um sich raus zu trauen. Bei manchen kann es bis zu 24 Stunden dauern, bei anderen wiederum nur wenige Minuten. Lasse ihr dabei so viel Zeit, wie sie braucht. Früher oder später wird ihre Neugier siegen, und sie wird ihr neues Zuhause in ihrem eigenen Tempo erforschen.

Nicht nur beim Rauskommen aus der Transportbox braucht die Samtpfote Zeit. Sei nicht enttäuscht, wenn sie nicht sofort auf Anhieb mit dir kuschelt. Warte einfach, bis sie aus eigenem Antrieb auf dich zukommt und vermeide ruckartige Bewegungen. Wenn du bemerkst, dass sie sich sicherer und wohlfühlt, kannst du natürlich mit ihr schmusen und sie auch zum gemeinsamen Spielen überreden.

2. Richte für die ersten Tage ein Katzenzimmer ein.

Richte für die ersten Tage ein Katzenzimmer ein. Da die meisten Kätzchen sehr vorsichtig sind, kann es länger dauern, bis sich deine Katze wirklich durch die gesamte Wohnung traut und die gesamte Umgebung erforscht. Deshalb reicht zunächst ein Zimmer aus, in dem sich alle notwendigen Sachen wie Katzentoilette, Futter- und Trinknäpfe und Bett befinden.

3. Halte andere Haustiere zunächst von ihm fern.

Halte im Idealfall andere Haustiere zunächst von der kleinen Katze fern. Die neue Umgebung ist schon aufregend genug für sie. Wenn sie zusätzlich noch mit anderen konfrontiert wird, könnte es zu viel für sie sein. Bevor sie sich also schüchtern in die Ecke verkriecht, solltest du mit dem Zusammentreffen etwas warten und ihr erstmals Zeit zum Ankommen geben.

4. Nimm dir viel Zeit für das Kitten.

Nimm dir am besten Urlaub, da ausreichend freie Zeit optimal für das Kätzchen ist. So lässt du es nicht direkt in der neuen Umgebung alleine und gibst ihm Sicherheit. Versuche also gerade in den ersten Tagen möglichst oft in der Nähe deiner Katze zu sein.

Bevor du dir ein Kätzchen anschaffst, solltest du dir natürlich über die Verantwortung und jeweiligen Pflichten bewusst sein. Oft wird im Leben ein Spontankauf getätigt, jedoch sollte beim Kauf einer Katze gut im Voraus darüber nachgedacht werden. Welche Katze zu dir passen könnte, erfährst du hier. Da es eine große Auswahl an Katzen gibt, die ein neues Zuhause suchen, solltest du kein Problem haben, eine zu finden, die perfekt zu dir passt. Dafür legen wir dir gerne den Besuch in einem Tierheim ans Herz. Dort warten viele lebensfrohe, geimpfte und kastrierte Katzenbabys auf ein liebevolles neues Zuhause.

Hast du vor dir ein süßes Kitten zu holen und hast schon jegliche Vorbereitungen getroffen? Erzähle es uns doch gerne hier in einem Kommentar.

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Katzenleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

0 Kommentare