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Zeckenzeit beim Hund – Zecken auch im Winter?


Wann Zecken aktiv sind, ist direkt von der aktuellen Temperatur abhängig. Auch im Winter solltest du achtsam sein, wenn du mit deinem Vierbeiner durch den Wald spazieren gehst, denn die kälteaktive Auwaldzecke breitet sich weiter aus.

Hund im Schnee

Zeckenzeit: Nur im Sommer?

Häufig wird geglaubt, Zecken kommen nur bei schönem Wetter und hohen Temperaturen raus. Doch auch im Winter solltest du achtsam sein. Ein Problem bei der Zeckenzeit ist nämlich, dass sie aufgrund der globalen Erwärmung immer früher startet. Zecken benötigen Wärme und Feuchtigkeit um aktiv zu werden. Einige warme Tage hintereinander können auch im Winter die Zecken wieder aktivieren. In den vergangenen Jahren haben sich die Zecken immer weiter Richtung Norden ausgebreitet. Dank der höheren Temperaturen und der lauen Winter finden die Spinnentiere bei uns beste Lebensvoraussetzungen. Mit dem Beginn des Aprils wurde bislang meist die Zeckenzeit eingeläutet. Ab einer Temperatur von 7°C sind Zecken in der Regel aktiv. Sie sind unempfindlich gegenüber Frost und Schnee und können, sobald es einen Temperaturabfall gibt, einfach wieder in die Winterruhe gehen. Durch die globale Erwärmung hat sich die Zeckenaktivität laut Untersuchungen in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 2 Wochen nach vorne verschoben. Doch nicht nur das. Eine Zeckenart ist sogar noch früher aktiv.

Zeckenzeit: Die Winterzecke

Noch früher aktiv ist nämlich die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Die Zecke, die auch Winterzecke genannt wird, begibt sich bereits ab einer Temperatur von 4°C aktiv auf die Suche nach einem Wirt. Menschen befällt sie eher seltener. Sie sucht sich als Wirt hauptsächlich Hunde oder Pferde. Daher wird besonders Tierhaltern geraten, ihre Vierbeiner das ganze Jahr über vor Zeckenbissen zu schützen.

Zum Schutz vor Zecken eignet sich z.B. das ZeckEx herbal von cdVet. Das Pulver kommt über das Futter des Hundes und wehrt Zecken ab durch die Unterstützung des Hautstoffwechsels des Hundes.

Eine Spot-On Lösung mit Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis ist der Peticare Spot-On Zecken-Schutz für Hunde. Er schützt den Hund eine Saison lang vor Zecken, Milben und Flöhen.

Merkmale der Winterzecke

  • bis zu 16 mm groß
  • weiß marmoriertes Rückenschild
  • rotorangefarbener Außenrand
  • Rückenschild beim Weibchen nur im vorderen Körperdrittel

Zeckenzeit: Zecken als Überträger von Krankheiten

Zeckenstiche können ernsthafte Krankheiten mit teilweise bleibenden, mitunter auch tödlichen, Folgen verursachen. Laut Forschern kann auch die Winterzecke das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auf Menschen übertragen. Durch das Corona-Virus ist die Zahl der FSME-Erkrankungen auf eine Rekordzahl im Jahr 2020 angestiegen. Das lag daran, dass die Menschen mehr als sonst auf den heimischen Wiesen und in den Wälder Gassi gehen waren.

Wird unsere Fellnase oder Pferd allerdings von der Auwaldzecke gestochen, kann das noch drastischere Konsequenzen haben. Denn neben den üblichen Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, ist die Auwaldzecke Überträger der Babesiose oder auch “Hundemalaria” genannt. Die Erkrankung führt zu hohem Fieber und zur Zerstörung der roten Blutkörperchen. Das hat einen raschen Tod zur Folge. Sollte dein Hund kränklich wirken, dann ist ein unmittelbarer Besuch beim Tierarzt zu empfehlen. Bei früher Erkennung der Krankheit hat deine Fellnase eine Überlebenschance.

Hatte dein Hund Winterzecken? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

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