Zecken bei Katzen – Was du jetzt tun musst


Zecken betreffen vor allem die Freigängerkatze. Du solltest deine Katze daher regelmäßig auf Zecken untersuchen. Wie du die Zecken entfernen solltest, erfährst du hier.

kleine braune Katze läuft im grünen Gras

Zecken bei Katzen: Allgemeines

Die Zeckensaison wird immer länger. Ab ca. 9 Grad musst du bereits mit den Plagegeistern rechnen. Somit sind die Zecken jetzt schon längst wieder aktiv. Sie kommen aus ihren Verstecken und lauern auf Beute. Davon betroffen ist auch deine Katze.

Zecken lauern in der Natur. Katzen werden üblicherweise während ihrer Streifzüge von Zecken gebissen. Diese lauern im Gebüsch, unter Hecken, im Gras und an langen Halmen. Somit kann deine Katze im Garten, im Park oder im Wald gebissen werden. Zecken können überall lauern. Auch wenn die Gefahr, gebissen zu werden draußen am größten ist, kann dies auch drinnen passieren. Du kannst bei einem Spaziergang eine Zecke mit in die Wohnung einschleppen.

Zecken bei Katzen: Wie erkenne ich eine Zecke?

Eine Zecke kann unterschiedlich groß sein. Sie kann 2,5 Zentimeter oder auch gerade mal einen Millimeter lang sein. Dadurch ist sie nicht ohne weiteres zu entdecken. Das dichte Fell deiner Samtpfote erschwert dies ebenfalls. Eine Zecke beißt normalerweise nicht sofort zu, sondern sucht sich einen geeigneten Platz. Zecken findest du bei deiner Katze vor allem dort, wo sie diese selbst nicht entfernen kann. Häufig sitzen Zecken bei Katzen:

  • im Nacken
  • hinterm Ohr, im Ohr und am Ohrrand 
  • am Auge
  • am Kinn
  • an der Brust

Du musst aufmerksam suchen, um die bräunlichen Plagegeister zu finden. Sie besitzen vier Beinpaare, einen ovalen Körper und deutlich ausgeprägte Mundwerkzeuge. Falls notwendig, kannst du auch eine Lupe benutzen. Eine Zecke kann auch mit einem Hautknubbel verwechselt werden.

Zecken bei Katzen: Wie entferne ich eine Zecke?

Für ein zeckenfreies Fell braucht deine Katze Hilfe. Trotzdem wird sie dir das Entfernen der Zecke nicht leicht machen. Benutzt keinesfalls deine bloßen Finger oder Fingernägel, um die Zecke zu packen. Dadurch würdest du die Zecke nur quetschen. Benutze unbedingt eine Pinzette, eine Zeckenzange oder einen Zeckenhaken, denn es kann leicht passieren, dass die Zecke auseinandergerissen wird und ein Teil noch in der Wunde stecken bleibt. Du solltest auf Hausmittel wie Öl oder Nagellack verzichten, da dadurch Erreger übertragen werden können.

Geh beim Entfernen der Zecke wie folgt vor:

  1. Halt deine Katze fest. Falls sie sich stark wehrt, solltest du jemanden nach Hilfe fragen.
  2. Spreiz die Haut um die Zecke herum mit den Fingern auseinander.
  3. Setze die Pinzette oder die Zeckenzange möglichst dicht am Körper der Katze an.
  4. Zieh die Zecke mit einer geraden oder leicht drehenden Bewegung senkrecht zum Katzenkörper heraus. 
  5. Achte darauf, die Zecke am Stück zu entfernen. Der Kopf darf nicht in der Wunde zurückbleiben.
  6. Falls der Zeckenkopf doch abgerissen ist, benutze eine Scheckkarte oder einen ähnlichen Gegenstand. Bewege ihn mit der Kante gegen den Zeckenkopf und schiebe den restlichen Teil der Zecke aus der Haut heraus.
  7. Funktioniert dies nicht, desinfiziere die Stelle sorgfältig und beobachte den weiteren Verlauf. Normalerweise sollte der Kopf nach einer Weile von selbst abfallen.
  8. Entzündet sich die Stelle, solltest du deine Katze zum Tierarzt bringen.

Du solltest die herausgezogene Zecke sicher entsorgen, denn die meisten überleben das Entfernen. Du kannst sie mit einem flachen, harten Gegenstand zerdrücken oder sie verbrennen. Eine Zecke in der Toilette zu entsorgen ist nicht optimal. Sie kann bis zu 3 Wochen im Wasser überleben.

Zecken bei Katzen: Wann muss meine Katze zum Tierarzt?

In der Regel ist ein Arztbesuch bei einem Zeckenbiss nicht nötig. Du kannst die Zecke gut selber entfernen. Wenn du dir das aber nicht zutraust, kann dein Tierarzt dies für dich übernehmen. Außerdem solltest du bei einem sehr starken Befall mit Zecken den Tierarzt aufsuchen. Er entscheidet, ob deine Katze mit zeckenabtötenden Medikamenten behandelt werden muss.

Zecken bei Katzen: Wie beuge ich Zecken vor?

Wenn du eine Freigängerkatze hast, solltest du sie regelmäßig auf Zecken untersuchen und sie so gut wie möglich vor dem Befall schützen. Es gibt unterschiedliche Mittel zum Schutz der Katze vor Zecken, wie zum Beispiel:

  • Spot-On-Mittel
  • Zeckenhalsband
  • Hausmittel, wie z.B. Kokosöl

Am besten sprichst du mit deinem Tierarzt ab, was am besten für deine Katze geeignet ist. Das Spot-On-Mittel wird zwischen die Schulterblätter oder ins Genick der Katze aufgetragen. An dieser Stellen kann deine Katze das Mittel nicht ablecken. Diese Behandlung hält etwa 1 Monat. Das Zeckenhalsband kann sogar über mehrere Monate wirken. Du solltest darauf achten, dass das Halsband für den Notfall über eine Sollbruchstelle verfügt. Es könnte sonst passieren, dass dein Vierbeiner irgendwo hängen bleibt. Du könntest auch Hausmittel wie z.B. Kokosöl nutzen. Der Schutz ist damit allerdings am geringsten.

Wurde deine Katze schon einmal von einer Zecke gebissen? Erzähle uns gerne hier davon in einem Kommentar.

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Hunde- oder Katzenleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, per Facebook oder per Login, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

0 Kommentare