Zahnstein Hund – Was muss ich bei der Zahnpflege beachten?

Genauso wie Ernährung und Bewegung tragen Hygiene und Pflege der Zähne deines Hundes zu seiner allgemeinen Gesundheit bei. Eine gute Zahnpflege verhindert, dass dein Hund Zahnstein bekommt. Hier erfährst du alles über Zahnstein bei deinem Hund.

lächelnder Hund zeigt Zähne

Zahnstein Hund: Was ist Zahnstein?

Als Zahnstein werden harte Beläge auf den Zähnen bezeichnet, welche sich oberhalb des Zahnfleisches befinden. Von Zahnstein abzugrenzen sind weiche Zahnbeläge (Plaque). Wenn sich das Plaque aushärtet, wird es zu Zahnstein.

Das Hundegebiss ist individuell und hat eine Art Selbstreinigungskraft, die unterschiedlich mehr oder weniger gut funktioniert. Es gibt einige Einflussfaktoren, die hier entscheidend sind:

  • Stellung der Zähne im Gebiss
  • Abstand der Zahnzwischenräume
  • Beschaffenheit der Zahnsubstanz
  • Zusammensetzung des Speichels

Zahnstein Hund: Ursachen

Plaque und Zahnstein können aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Die vier Hauptgründe sind:

  • Genetisch bedingt
  • Zucker
  • Zu wenig Bewegung
  • Nassfutter

Genetisch bedingt

Bedauerlicherweise gibt es zahlreiche Hunderassen, die trotz Zahnpflege sehr anfällig für Zahnstein sind. Dies ist jedoch nicht immer die Schuld des Besitzers, sondern hängt von der Rasse ab. Vor allem die kleinen Hunderassen (z.B. Malteser, Chihuahua, Shih Tzu oder Yorkshire Terrier) haben erhebliche Probleme damit. Wegen des zu kleinen Kiefers und der engen Zahnzwischenräume bietet ihre Mundhöhle den perfekten Platz für die Ablagerung von Zahnstein. Darüber hinaus ist auch die Mundflora kleiner Hunderassen sehr unterschiedlich zu der von größeren Hunden. Dies begünstigt die Entstehung von Zahnstein.

Zucker

Das richtige Futter hat zusammen mit der Bewegung die höchste Priorität für die Gesundheit deines Hundes. Bei der Wahl des Hundefutters solltest du vor allem auf die Inhaltsstoffe achten. Diese spielen auch für die Zahnhygiene ein große Rolle. Viele Futtermittel und Leckerlis enthalten Zucker, da er oft als Bindemittel oder für die Optik verwendet wird. Zucker führt jedoch bei deinem Hund zu Karies und Zahnbelag.

Zu wenig Bewegung

Die Zahnreinigung durch Speichel und Zunge ist ein wichtiger Teil der Maulhygiene. Wenn dein Hund aktiv in Bewegung ist, beginnt er normalerweise irgendwann leicht zu hecheln und der Speichel nimmt zu. Hunde, die sehr wenig trinken, haben ein sehr trockenes Maul. Unter diesen Umständen können sich Bakterien leichter vermehren und Plaque bilden.

Nassfutter

Der wesentliche Unterschied zwischen Nass- und Trockenfutter ist der Wassergehalt. Nassfutter für Hunde besteht zu 75 bis über 80 Prozent aus Wasser, Trockenfutter nur zu 8-10 Prozent. Wenn dein Hund hauptsächlich Nassfutter isst, muss er nie wirklich etwas kauen. Daher können seine Zähne nicht durch das Kauen automatisch gereinigt werden. Das Nassfutter bleibt leichter in den Zwischenräumen hängen oder setzt sich auf bereits bestehende Beläge ab.

Zahnstein Hund: Symptome

Es ist wichtig, dass du Zahnstein bei deinem Hund frühzeitig erkennst. So kann eine schnelle Behandlung erfolgen, und die Zahnschmerzen können gestoppt werden. Besonders oft ist die Außenseite der hinteren Backenzähne und die der vorderen Reißzähne betroffen. Die Zahnfarbe zeigt in der Regel an, ob Zahnstein vorhanden ist und wie schwerwiegend er ist. Die Zähne können bei leichtem Zahnstein leicht verfärbt oder unästhetisch aussehen. Bei fortgeschrittenem Zahnstein haben die Zähne deines Hundes eine deutliche gelbliche und bräunliche Schicht sowie eine raue Oberfläche. Diese weiteren Symptome sprechen für einen fortgeschrittenen Zahnstein bei deinem Hund:

  • Mundgeruch
  • Zahnfleischbluten
  • Einseitiges Kauen oder sogar Futterverweigerung
  • Eiter in der Mundhöhle
  • Zahnausfall

Hunde mit Zahnschmerzen reiben häufig mit den Pfoten am Maul oder mit der Schnauze an Möbeln entlang. Auch Schwellungen des Gesichts oder der Nase können auf ein Zahnproblem oder Zahnstein hinweisen. Du solltest dann auf jeden Fall handeln. 

Zahnstein Hund: Wie kann ich Zahnstein bei meinem Hund vorbeugen?

Du kannst einiges für deinen Liebling tun, damit es erst gar nicht zu Zahnstein kommt. Regelmäßiges Putzen und eine richtige Pflege können die Entstehung von Plaque und Zahnstein reduzieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Zahnpflege:

  • Zähne putzen: Tägliches Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste ist notwendig, auch wenn es viele Hunde nicht mögen. Gerade bei durch die Rasse anfälligen Hunden ist das Zähneputzen umso wichtiger. 
  • Kauartikel oder Kauspielzeug: Dein Hund sollte 1-2 mal pro Woche einen Kauartikel bekommen, mit dem er sein Zähne ordentlich reinigen kann. Du solltest ihm einen Kauartikel geben, der auch seiner Größe entsprechend passt. Es gibt auch Kauspielzeug, also Hundespielzeug, das als Zahnpflegemittel dient. 
  • Professionelle Zahnreinigung: Je nachdem, wie fortgeschritten der Zahnstein, ist könnte eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt notwendig sein. Selbstverständlich musst du die Zähne deines Hundes weiterhin regelmäßig pflegen. Eine regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt hilft dir dabei zu erkennen, ob du bei der Zahnpflege alles richtig machst.  
  • Zahnpflegeprodukte: Es gibt auch Produkte, die du in das Hundefutter geben oder direkt auf den Zahn auftragen kannst.

Wie pflegst du die Zähne von deinem Hund? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

Unsere Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Hundefutter. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Hundehalter achten am meisten auf die Inhaltsstoffe im Futter und kaufen es vor allem im Fachhandel. Ihrer Meinung nach hat das Futter den größten Einfluss auf die Gesundheit des Hundes.

Infografik Umfrage Hundefutter
Infografik Umfrage Hundefutter

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