Welcher Hund passt zu mir?

Einen Hund zu haben ist sicherlich eine Lebensbereicherung. Jedoch sollte er zu deinen Bedürfnissen und Lebensumständen passen. Hier sind 7 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du dir einen besten Freund auf vier Beinen zulegst.

Braun-Weißer Hund in Nahaufnahme

1. Welches Wesen wünsche ich mir?

Wie Menschen haben auch Hunde bestimmte Charaktereigenschaften. Dies hat großen Einfluss auf den Alltag mit deinem Tier. Zu den Hüte- und Treibhunden zählen unter anderem der Deutsche Schäferhund, Australian Shepherd oder Border Collie. Diese Hunde brauchen viel Beschäftigung. Jagdhunde wie Dackel oder Beagle sind zwar treue Begleiter, benötigen aber eine konsequente Erziehung aufgrund ihres sturen Charakters. Golden Retriever und Labrador Retriever hingegen eignen sich sehr gut als Familienhunde, da sie sehr kinderlieb und ausgeglichen sind.

2. Wie viel Platz habe ich?

Wie viel Platz du zur Verfügung stellen kannst, bestimmt auch, welche Hunderasse zu dir passt. Grundsätzlich sollte dein Hund einen Platz haben, wo er seine Ruhe findet und sich zurückziehen kann. Manche Hunderassen wie Deutscher Schäferhund oder Französische Bulldogge sind anfällig für Gelenkerkrankungen, sollten also möglichst keine Treppen laufen. Wenn du viele Nachbarn hast, würde eine bellfreudige Rasse für viel Lärm sorgen. Golden Retriever oder Labrador Retriever sind zum Beispiel ruhige Artgenossen.

3. Lebe ich in der Stadt oder auf dem Land?

Da in der Stadt andere Bedingungen herrschen als auf dem Land, eignet sich nicht jeder Hund für jeden Wohnort. Zum Beispiel sind Dalmatiner sehr auslauffreudig und benötigen zumindest einen Garten. Möpse und Bulldoggen können hingegen gut in der Stadt wohnen.

4. Bin ich Anfänger oder ein erfahrener Hundehalter?

Wenn du Anfänger sein solltest, gibt es ein paar Rassen, die sich für den Start gut eignen. Ein PudelLabrador RetrieverMops oder eine Bulldogge sind die perfekten Kandidaten dafür. Manchmal ist es auch sinnvoll, einen älteren Hund aus dem Tierheim zu sich zu holen. Denn die meisten Hunde sind schon stubenrein und erzogen. Das hängt letztendlich von dem jeweiligen Tier ab.

5. Wie viel Zeit kann ich täglich investieren?

Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor für das Leben mit einem Hund. Du musst dir überlegen, wie viel Zeit du täglich in Pflege, Erziehung und Beschäftigung stecken kannst. Ein Laufhund benötigt ausreichend Zeit zum Gassi gehen, während zum Beispiel ein Langhaar-Hund wie ein Berner Sennenhund sehr viel Fellpflege braucht.

6. Wie lange wäre der Hund pro Tag/ pro Woche allein?

Je nachdem wo du arbeitest, ist dein Hund eventuell oft allein oder nicht. Es gibt immer mehr Arbeitgeber, die Bürohunde erlauben. Jedoch sollte sich dein Hund freundlich gegenüber Fremden verhalten und nicht bellen. Muss dein Tier zu Hause bleiben, stelle sicher, dass es gut versorgt ist. Es gibt beispielsweise Hundetagesstätten, wenn du nicht da bist. Fährst du in den Urlaub, solltest du auch gut überlegen, wem du deinen Kleinen anvertrauen kannst. Grundsätzlich sollte ein Hund nicht länger als vier, maximal fünf Stunden allein bleiben.

7. Wie viel Geld habe ich für das Tier übrig?

Das liebe Geld spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Viele Hundehalter unterschätzen leider die Kosten für einen Hund. Futternapf, Leine und Halsband zählen zur Grundausstattung. Je nach Wohnort zahlst du für die Hundesteuer 25 bis 190 Euro im Jahr. Diese kannst du nicht von der Steuer absetzen. Außerdem benötigst du eine Tierhalterhaftpflichtversicherung, die zwischen 3 und 15 Euro monatlich kosten kann. Dazu kommen noch Tierarztkosten. Impfungen und Entwurmungen sind Standard und kosten um die 150 Euro pro Jahr. Bei häufigen Erkrankungen und Verletzungen deines Hundes solltest du über eine OP-Schutz- oder Krankenversicherung nachdenken. Diese kostet zwischen 15 und 50 Euro monatlich. Ausgaben für Hundeschulen oder eine Tierpension können ebenso dazukommen.

Welcher Hund passt vermutlich am besten zu dir? Erzähle es uns doch gerne hier in einem Kommentar.

Die Vorteile, einen Hund zu halten, überwiegen deutlich. Das meinen deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. In der nachfolgenden Infografik siehst du die Ergebnisse der Befragung.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

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12 Kommentare

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