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Was ändert sich 2021 für Hundehalter?


Das Jahr 2020 ist wohl für uns alle anders verlaufen als geplant. Umso mehr freut man sich auf das neue Jahr 2021. Doch was erwartet die Hundehalter und Hundehalterinnen Neues in diesem Jahr. Hier erfährst du alles über neue Kosten und vieles mehr.

süßer Welpe

Änderungen 2021

Das Jahr 2021 bringt auch für Hundebesitzer Änderungen. Das betrifft z.B. die Mehrwertsteuer, die Hundesteuer, die Gassi-Pflicht und vieles mehr.

Mehrwertsteuer

Ein halbes Jahr lang war die Mehrwertsteuer (MwSt.) in Deutschland reduziert. Damit ist es nun vorbei, denn seit dem 01. Januar gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz. Der 16-prozentige Mehrwertsteuersatz wurde wieder auf 19 Prozent angehoben bzw. 5 Prozent wieder auf 7 Prozent. Allerdings war die Mehrwertsteuersenkung für Unternehmen und Einzelhändler nicht verpflichtend, weshalb einige Unternehmen ihre Preise nur teilweise nach unten angepasst oder an der Kasse einen Rabatt auf den Gesamtbetrag gewährt haben.

Es wird erwartet, dass die gesenkten Preise in diesem Monat allmählich wieder ansteigen werden. Eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung ist nicht geplant, da das Konjunkturprogramm nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Der Konsum und damit die Konjunktur wurde nur leicht angekurbelt. Für Hundebesitzer bedeutet dies aber auch, dass Hundefutter und anderes Zubehör in diesem Jahr wieder teurer wird.

Hundesteuer

Auch in diesem Jahr war die Hundesteuer bis zum 15. Januar fällig. Eine separate Rechnung wird dafür in der Regel nicht ausgestellt, da die Überweisung eigenständig erfolgen muss. Je nach Gemeinde und Anzahl der Hunde ist der Jahresbeitrag unterschiedlich hoch. Wer einen Blindenhund, Diensthund oder ähnliches hält, kann diesen auf Antrag sogar von der Steuer befreien lassen. 

Eine Änderung der Hundesteuer wird immer von den einzelnen Gemeinden beschlossen. Im bayerischen Markt Gnotzheim wurde die Hundesteuer für das Jahr 2021 erhöht:

  • 40 Euro für den 1. Hund 
  • 80 Euro für den 2. Hund 
  • 120 Euro für den 3. Hund 
  • 500 Euro für jeden Kampfhund

Ebenso wurde die Hundesteuer in St. Ingbert erhöht auf:

  • 84 Euro für den 1. Hund
  • 114 Euro für den 2. Hund
  • 156 Euro für den 3. Hund

Keine Steuermarke mehr in Hamburg

Die Ausgabe von rund 10000 Steuermarken pro Jahr ist kostspielig und eigentlich schon seit Jahren unnötig. Nach der städtischen Hundehalterverordnung müssen ohnehin alle Tiere einen Mikrochip unter der Haut tragen. Wird der Transponder ausgelesen, kann z.B. der Hundekontrolldienst sofort sehen, ob die Hundesteuer ordnungsgemäß bezahlt wird. Damit müssen Hamburgs Hunde ab diesem Jahr keine Steuermarke mehr tragen, was auch zu einem Bürokratieabbau führt. 

Hundesteuer sparen

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen müssen in der Regel jeder Hundehalter und jede Hundehalterin die Hundesteuer zahlen. Es gibt jedoch Tipps und Tricks, um bei der Hundesteuer zu sparen:

  1. Vergleiche: Da die Hundesteuer eine kommunale Abgabe ist, kann die Abgabe im Nachbarort bereits niedriger sein. Hast du einen 2. Wohnsitz? Dann melden deinen Hund in deinem günstigen Wohnsitz an.
  2. Teile mehrere Hunde auf mehrere Personen: In manchen Gemeinden zahlst du für einen 2. Hund höhere Steuern als für den ersten. Wenn du 2 hast, melde doch einfach einen auf dich und den anderen auf deinen Lebenspartner oder deine Lebenspartnerin an. Das geht natürlich leider nicht, wenn die Gemeinde die Kosten pro Haushalt und nicht pro Person rechnet.

Würdest du einen dieser Tipps nutzen oder hast du sogar noch bessere Ideen?

Gassi-Pflicht

Der Hund ist nach der Katze das zweitbeliebteste Haustier in Deutschland. Während der Corona-Krise nahm die Zahl der in Privathaushalten lebenden Hunde sogar zu. Hunde gelten seit langem als Familienmitglieder, werden aber nicht immer tierschutzgerecht gehalten. Dieses Problem soll durch eine Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung verringert werden. 

Der Verordnungsentwurf sieht 3 Regeln für Hundehalter vor: 

  • Mindestens 2-mal täglich eine Stunde Auslauf für Hunde
  • Verbot der Anbindehaltung
  • Verbot des Alleinlassens des Hundes über den ganzen Tag

Die Gassi-Pflicht soll dem Hund ausreichend Bewegung und Kontakt mit Umweltreizen bieten. Die Bedürfnisse des Hundes werden dabei stärker in den Vordergrund gestellt. Ob diese Regeln eingehalten werden, sollen die Behörden der Länder überprüfen. 

Strengere Regeln für Hundezüchter

Nicht nur du als Hundehalter bist von der Tierschutz-Hundeverordnung betroffen, sondern auch die Hundezüchter. Mindestens 4 Stunden täglich sollten private und professionelle Hundezüchter in Zukunft Welpen pflegen müssen, damit sie sich ausreichend an den Menschen gewöhnen. Zudem darf eine Betreuungsperson nur maximal 3 Würfe zur gleichen Zeit betreuen

Die Regelungen sprechen sich auch entschieden gegen die Qualzucht aus. Hunde, denen durch die Zucht Schmerzen oder Schäden zugefügt wurden, dürfen nicht ausgestellt werden. Dies betrifft z.B. Hunde, die sich durch übermäßige Zucht nicht mehr artgerecht verhalten oder denen Körperteile sowie Organe für den artgerechten Gebrauch fehlen. 

Welche Kosten für meinen Hund kann ich von der Steuer absetzen?

Wenn der Hund als Haustier gehalten wird, sind in der Regel keine Kosten steuerlich absetzbar. Es gibt jedoch Ausnahmen, u. a. wenn der Hund aus beruflichen Gründen gehalten wird: 

  • Wenn die Anschaffung des Hundes ärztlich verordnet wurde, können alle Ausgaben von der Steuer abgesetzt werden (ist der Hundehalter jedoch behindert, werden die Ausgaben für einen Assistenzhund oft mit dem Behinderten-Pauschalbetrag abgegolten).
  • Diensthunde wie z.B. Polizeihunde gelten in Deutschland als Arbeitsmittel. Dementsprechend kann der Halter alle Kosten für die Versorgung des Tieres – einschließlich Futter, Leine oder Geschirr – als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
  • Für Gebrauchshunde wie z.B. Polizeihunde muss in der Regel keine Hundesteuer gezahlt werden.
  • Hundehaftpflichtversicherungen können nur abgesetzt werden, wenn der Höchstbetrag noch nicht überschritten ist.
  • Eine Hundebetreuung in den eigenen vier Wänden kann als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar sein.

Hundefriseure dürfen weiter Arbeiten

Da der Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden beim Hundefriseur eingehalten werden kann, dürfen die Friseure wieder öffnen. Der Hund kann nach der Behandlung wieder abgeholt werden, ohne dass ein Regelverstoß vorliegt.

Hundemessen in Deutschland

Der Messemarkt ist eine der Branchen, die am meisten unter der Pandemie leidet. Auch zu Beginn dieses Jahres ist die Situation nicht anders, und Messen können nicht stattfinden. Wann die Messen wieder wie gewohnt stattfinden können, ist ungewiss. So ist zum Beispiel die Messe “Mein Hund”, die eigentlich im Jahr 2020 stattfinden sollte, für September geplant. Ob sie in diesem Jahr möglich ist, wird sich frühestens in den nächsten Wochen zeigen, oder sie könnte auch kurzfristig angesetzt werden.

Bist du von den Änderungen in 2021 betroffen? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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