Vergiftete Katze – Wodurch ist meine Katze gefährdet?

Ungewollt vergiften sich immer mehr Katzen. Nicht nur durch gefressene Lebensmittel, die für Katzen schädlich sind, ist eine Vergiftung der Samtpfote möglich. Auch Passivrauchen kann dramatische Konsequenzen für deinen Vierbeiner haben. Wie du deine Mieze schützt, erfährst du hier.

Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko deiner Katze

Vergiftete Katze: Anzeichen einer Vergiftung

Giftstoffe können auf verschiedene Weise in den Organismus der Katze gelangen. Sie können gefressen, eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden.

Die deutlichsten Anzeichen einer Vergiftung sind zum einen Störungen des Nervensystems, die mit Erregungszuständen deiner Katze einhergehen. Dazu zählen:

  • Veränderungen der Pupillen.
  • Blindheit.
  • Krampfanfälle.
  • Zittern.
  • Unkoordinierte Bewegungen.

Zum anderen äußert sich eine Vergiftung deiner Katze durch Störungen des Verdauungstraktes. Dazu zählen:

  • Durchfall.
  • Erbrechen.
  • Erhöhter Speichelfluss.

In der Regel treten die Symptome natürlich nicht einzeln, sondern kombiniert auf. In jedem Fall ist der sofortige Gang zum Tierarzt notwendig. Hausmittel, wie z.B. Milch, sind wirkungslos oder können den Zustand deiner Mieze sogar noch verschlimmern, da sie die Aufnahme der Giftstoffe durch das Blut beschleunigen können.

Vergiftete Katze: Gefressene Giftstoffe

Am häufigsten erfolgt die Vergiftung deiner Katze oral, das bedeutet das Gift wird gefressen. Dein Liebling bekommt auf einmal Durchfall und erbricht. Sie taumelt und wird zusehends schwächer. Was auf den ersten Blick eine Magen-Darm-Erkrankung zu sein scheint, kann einen weitaus ernsteren Grund haben, denn diese Symptome können auch Anzeichen einer Vergiftung sein. In der Regel nach 1 bis 2 Stunden im Magen der Katze gelangt der Giftstoff über den Darm ins Blut. Über den Blutkreislauf kann dieser nun weiter in die Organe transportiert werden, und die Gesundheit deiner Katze massiv beeinträchtigen. Eile ist also geboten, wenn du eine Vergiftung deiner Mieze vermutest.

Schädliche Lebensmittel

Ein gefährlicher Trugschluss ist zu denken, was mir bekommt, kann für die Katze nicht schlecht sein. So ist zum Beispiel die Küchenzwiebel giftig für deine Katze. Das betrifft jegliche Erscheinungsform der Zwiebel, egal ob roh, gekocht oder getrocknet. Denn sie zerstört bei Katzen die roten Blutkörperchen.

Auch Avocados stellen eine tödliche Gefahr für deinen Stubentiger dar. Einige Arten dieser Frucht enthalten ein Gift, welches nur für Tiere giftig ist. Die Aufnahme von einer Avocado endet überwiegend tödlich, da eine Therapie bislang nicht existiert.

Schokolade und Kakao enthalten neben dem Koffein zudem einen Giftstoff für Katzen und Hunde. Schon geringe Mengen können dramatische Folgen für dein Tier haben.

Auch wenn Katzen als Fisch-Feinschmecker bekannt sind, führt die einseitige Ernährung mit fettem Fisch wie z.B. Thunfisch in Öl zu der Gelbfettkrankheit. Der hiermit zusammenhängende Mangel an Vitamin E führt zu schmerzhaften Entzündungen für die Mieze. Mehr dazu findest du in unserer tabellarischen Auflistung von Lebensmitteln, die deine Katze nicht verträgt. Schau einfach bei unserem Beitrag “Diese Lebensmittel darf deine Katze nicht fressen” vorbei und informiere dich.

Giftige Garten- oder Zimmerpflanzen

Giftige und schädliche Pflanzen sind für Katzen nicht als giftig erkennbar und gelten als Hauptursache für Vergiftungen durch orale Aufnahme. Einen gesonderten Beitrag mit einer Aufstellung über Giftpflanzen findest du unter “Giftige Pflanzen für Katzen – Was vermieden werden sollte“.

Das betrifft nicht nur das Aufstellen von giftigen Pflanzen, was vermieden werden sollte, sondern auch die Verwendung von Insektiziden, Schneckenkorn oder Rattengiften. Auch Putzmittel, Medikamente und andere Chemikalien sollten stets an einem für die Katze unerreichbaren Ort gelagert werden. Auch wenn deine Katze die beschriebenen Chemikalien nicht direkt frisst, kann schon das Durchlaufen der Mieze gefährlich werden. Da sie sich häufig putzen und dabei die Pfoten ablecken.

Vergiftete Katze: Eingeatmete Giftstoffe

Kohlenmonoxid

Bei eingeatmeten Giftstoffen handelt es sich meistens um giftige Gase wie Kohlenmonoxid. Dieses ist etwa in Autoabgasen oder entsteht bei einem Wohnungsbrand. Kohlenmonoxid beeinträchtigt den Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen und kann zum Erstickungstod führen. Typische Symptome, die deine Samtpfote zeigt, wenn sie zu viel Kohlenmonoxid aufgenommen hat, sind:

  • Zittrige Beine.
  • Blasse und bläuliche Schleimhäute.

Sorge in so einem Fall umgehend für frische Luft. Häufig ist die Aufnahme von Kohlenmonoxid nicht zu vermeiden, doch sollte die Katze sich nicht in der Nähe eines laufenden Motors aufhalten. Beeinflussen kannst du das vor allem dadurch, dass du der Mieze nicht erlaubst, sich in der Garage aufzuhalten.

Nikotin

Nikotin, meist aus Zigaretten, ist für Katzen ähnlich wie beim Menschen krankheits- und todbringend. Nicht nur, dass die Katze zur Passiv-Raucherin wird, zusätzlich lecken sich die reinlichen Tiere noch das Gift Nikotin jeden Tag mehrmals beim Putzen aus dem Fell. Besonders für reine Wohnungskatzen ist die Situation ernst. Da sie sich dem Tabakrauch nicht entziehen können.

Symptome von Nikotin bei Katzen

Viele Katzen reagieren, wenn in ihrer Umgebung häufig geraucht wird mit:

Passivrauchen

Katzen leiden unter dem Tabakkonsum ihrer Halter. Wissenschaftler der Universität von Massachusetts fanden heraus, dass das Risiko an Krebs zu erkranken für die Katze durch Passivrauchen steigt. Die Entstehung bestimmter Krebsleiden wie Lymphome seien bei Katzen in Raucherhaushalten doppelt so hoch wie bei ihren rauchfrei gehaltenen Artgenossen. Das Risiko ist sogar viermal so hoch, wenn 2 Menschen im Haushalt rauchen.

Eine andere Studie wies zudem nach, dass die Schleimbildung bei passivrauchenden Katzen stark anstieg und der Nikotingehalt im Blut über 30 mal höher war als bei entsprechend starken Rauchern. Das könnte daran liegen, dass Katzen doppelt so schnell atmen wie Menschen. Auch Bronchitis und Asthma treten häufiger auf, wenn Katzen bei rauchenden Menschen leben.

Vergiftete Katze: Durch Hautkontakt aufgenommene Giftstoffe

Eine Vielzahl von Giften entwickeln eine schädigende Wirkung, wenn sie mit der Haut der Katze in Berührung kommen. Das gilt beispielsweise für Säuren wie Haushaltsessig oder Batteriesäure. Auch bei Terpentin, Holzteer oder Schmieröl besteht eine Vergiftungsgefahr. Wenn deine Katze mit so einem Giftstoff in Berührung gekommen ist, spüle die Haut gründlich mit Wasser ab und suche umgehend einen Tierarzt auf.

Hat sich deine Katze schon mal vergiftet? Erzähle uns gerne hier davon in einem Kommentar.

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