Treppensteigen Hund – Macht Treppen laufen meinen Hund krank?


Häufig wird empfohlen, junge Hunde nicht die Treppe hinauf oder hinunter laufen zu lassen. Frühes Treppensteigen soll die Ursache für Hüftprobleme sein. Dennoch muss dein Welpe das Treppensteigen schon in jungen Jahren lernen. Hier erfährst du, was du über das Treppensteigen wissen musst, damit dein Hund gesund bleibt.

Treppensteigen bei Hunden

Treppensteigen Hund: Allgemeines

Ob das Treppensteigen bei Hunden gesund oder ungesund ist, kann nicht allgemein beantwortet werden. Der Körperbau eines Hundes unterscheidet sich von Rasse zu Rasse. Es gibt Hunderassen, die einen langen Rücken im Verhältnis zur Länge ihrer Beine haben. Bei diesen besteht beim Treppensteigen ein erhöhtes Risiko für Schädigungen. Auch das Alter spielt eine Rolle, denn bei jungen Vierbeinern sind die Muskeln und Gelenke noch nicht vollständig ausgereift. Die Aktivitäten müssen daher an den Hundekörper angepasst werden.

Treppensteigen Hund: Ab wann darf mein Welpe Treppen laufen?

Deinen Welpen die Treppe rauf und runter zu tragen, mag in den ersten Wochen kein großes Problem für dich sein, aber es wird immer schwieriger werden. Je nach Rasse kann der Welpe schnell über 15 kg erreichen. Regelmäßiges Tragen kann bei dir Rückenprobleme verursachen. Außerdem tust du deinem Hund damit nicht immer einen Gefallen. Mangelndes Training wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Gelenke und Knochen, des Bindegewebes und sogar des Gehirns deines Hundes aus. Du solltest deinen Hund in den ersten Lebensmonaten an das Treppensteigen heranführen, damit er später sicher Treppen laufen kann und keine Angst entwickelt. Übertreiben darf du es mit dem Treppensteigen beim Hund in den ersten Lebensmonaten allerdings nicht. Das Treppensteigen muss dein Liebling erstmal lernen.

Wie lernt mein Hund das Treppen laufen?

Beginne das Üben mit Treppen, die rutschfest sind. Lass deinen Hund zwischen dir und der Wandleiste gehen, dass verschafft mehr Sicherheit für deinen Welpen. Treppen hinaufzugehen ist für Hunde meist leichter als hinunterzugehen. Vor allem für kurzbeinige Rasse ist das hinuntergehen schwierig. Du solltest deinen Hund nicht dazu zwingen, die Treppe zu laufen. Führe ihn geduldig an das Treppensteigen heran. Lege ein Leckerli auf die Treppe, ermutige ihn und lobe ihn, sobald er versucht, die Treppe hinaufzulaufen. Sei geduldig und lass deinem Hund genügend Zeit. Wenn du ihn zum Laufen drängst, könnte er sich verletzen. Lobe ihn für jeden Schritt, den er macht.

Es kann auch der Fall sein, dass dein Hund sehr stürmisch ist und bereits die Treppen rauf und runter rennt. Lass dich nicht von ihm hinter sich herziehen. Er muss lernen, die Treppe langsam zu gehen, damit er sich nicht verletzt und seinen Körper nicht überlastet. Lass deinen Hund hinter dir gehen und fordere ihn von Zeit zu Zeit auf zu warten

Es wird oft empfohlen, dass Welpen im ersten Jahr keine Treppen steigen sollten, da die Knochen noch nicht stark genug sind. Das Treppensteigen komplett zu lassen ist jedoch nur bedingt empfehlenswert. Wenn dein Welpe keine Treppen steigt, kann er nicht lernen, Abstände einzuschätzen und auf unterschiedlichen Untergründen und Höhen zu laufen. Dies könnte später dazu führen, dass dein Hund beim Treppensteigen sehr unsicher ist. Aus diesem Grund sollte dein Hund schon in den ersten Monaten mit dem Treppensteigen beginnen, jedoch nur in Maßen. Es gibt allerdings auch Hunde, die niemals die Treppen laufen sollten. 

Treppensteigen Hund: Darf mein erwachsener Hund Treppen laufen?

Bei ausgewachsenen Hunden sind die Muskeln und Gelenke voll ausgereift, und das Risiko einer Überlastung ist daher geringer. Dennoch ist es wichtig, dass dein vierbeiniger Freund die Treppen langsam auf und ab geht und nicht in Eile auf und ab rennt. Wenn du deinem Hund dies von klein auf beigebracht hast, funktioniert es gut. Mit einem Hund aus dem Tierheim könnte es schwieriger werden. Oft kennen sie keine Treppen und laufen deshalb nicht gerne auf Treppen. Sie laufen hektisch, um die Treppen schnell hinter sich zu bekommen.

Es gibt jedoch auch erwachsene Hunde, die niemals Treppen laufen sollten. Grundsätzlich ist das Treppenaufsteigen für Hunde in der Regel einfacher als das Treppabsteigen. Beim Hinuntergehen lastet das Körpergewicht sehr ungünstig auf den Vorderbeinen. Die Belastung ist in dieser Körperhaltung sehr hoch. Wenn dein Tierarzt deinem Hund das Treppensteigen verbietet, weil dein Vierbeiner z.B. operiert wurde oder an Arthrose leidet, solltest du auf jeden Fall auf ihn hören.

Treppensteigen Hund: Welche Hunderassen dürfen keine Treppen laufen?

Der Körperbau eines Hundes unterscheidet sich von Rasse zu Rasse. Es gibt Hunderassen, die einen langen Rücken im Verhältnis zur Länge ihrer Beine haben. Bei diesen besteht beim Treppensteigen ein erhöhtes Risiko für Schädigungen. Im Idealfall sollten sie ihr Leben lang keine Treppen steigen. Zu den Hunderassen gehören unter anderem: 

  • Basset Hound
  • Pekingese
  • Französische Bulldogge
  • Dackel
  • Mops

Bei diesen Hunderassen belastet das Treppensteigen bestimmte anatomische Strukturen so stark, dass sie schneller verschleißen könnten. Die starke Belastung kann z.B. zu einem Bandscheibenvorfall führen. 

Treppensteigen Hund: Ist Treppensteigen der Grund für Arthrose beim Hund?

Als Arthrose bezeichnet man eine chronische Verschleißerscheinung an den Gelenken. Dabei kommt es zunächst zu einer Rückbildung, bzw. Zerstörung des Gelenkknorpels. Tritt ein solcher Gelenkverschleiß bei deinem Hund ein, verursacht dies Schmerzen. Grundsätzlich können alle Gelenke von Arthrose betroffen sein. In den meisten Fällen sind jedoch die Ellenbogen-, Hüft- und Sprunggelenke der Hunde betroffen. Arthrose ist dabei ein schleichender Prozess, der von Zeit zu Zeit schlimmer wird und nicht heilbar ist.

Symptome

Arthrose äußert sich bei Hunden anhand einer Reihe von Symptomen. Wie stark diese ausgeprägt sind, hängt davon ab, wie weit die Gelenkerkrankung bereits fortgeschritten ist. Typische Symptome sind:

  • Abnahme der Aktivität und des Bewegungsdrangs
  • Probleme beim Treppensteigen
  • Zunehmend steifer Gang
  • Geschwollene Gelenke
  • Schwierigkeiten beim Hinlegen und Aufstehen
  • Beißen an schmerzenden Gelenken
  • Verweigerung von Spaziergängen
  • Häufiges Wechseln in Liegeposition
  • Lahmheit

Ursache der Arthrose

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Arthrose bei deinem Hund führen können. Grundsätzlich tritt der Verschleiß der Gelenke häufiger im fortschreitenden Alter auf. Aber auch junge Hunde können davon betroffen sein, wenn bei ihnen die Gelenke zu stark beansprucht werden, z.B. beim Treppensteigen. Treppensteigen an sich ist jedoch keine Ursache für Arthrose. Allerdings fördert ein zu häufiges und zu schnelles Treppensteigen die Arthrose. Eine weitere Ursache kann eine Überbelastung in Form von Übergewicht sein. Hat dein Hund also ein paar Kilos zu viel auf den Rippen, solltest du aufpassen und ihm eine möglichst ausgewogene Ernährung bieten.

Übergewicht kann nämlich die Gelenke zu stark belasten und dementsprechend zu der Gelenkerkrankung führen. Allgemein spielt die Ernährung dabei eine wichtige Rolle. Mangelt es deinem Hund zum Beispiel an essentiellen Aminosäuren, kann sich das negativ auf die Gelenke auswirken. Falls dein Hund an Arthritis, einer Entzündung des Gelenks, leidet, ist als Folge Arthrose möglich. Auch genetische Veranlagung oder Verletzungen können dabei als Auslöser gelten. 

Behandlung der Arthrose

Eine Arthrose ist zwar nicht heilbar, jedoch lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Schmerzen lindern. Falls du eine Arthrose bei deinem Hund befürchtest, solltest du erstmals den Tierarzt aufsuchen. Er kann sich dabei die Bewegung genau anschauen, Gelenke abtasten und röntgen. Dadurch kann er eine präzise Diagnose erstellen und einen individuellen Behandlungsplan für deinen Hund konzipieren. Er wird ihm dann die passenden Medikamente und gegebenenfalls eine Physiotherapie verschreiben.

Hinzu kannst du deinen geliebten Vierbeiner bei der Erkrankung unterstützen. Denke daran, dass sich dein Hund regelmäßig bewegt, ohne die Gelenke zu überlasten. Dadurch wird die Produktion der wichtigen Gelenkflüssigkeiten und damit die Versorgung des Gelenkknorpels gefördert. Achte besonders auf eine gesunde Ernährung, um zusätzliche Pfunde und entsprechendes Übergewicht zu vermeiden. Dein Vierbeiner sollte außerdem eine weiche, warme Unterlage als Liegefläche haben. Eine weitere unterstützende Maßnahme ist, falls notwendig, die Anschaffung einer Hunderampe. Hund mit Arthrose sollten keine Treppen steigen. 

Treppensteigen Hund: Tragen oder Laufen lassen?

Ob dein Hund Treppen laufen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter
  • Rasse
  • Gesundheitlicher Zustand

Als Welpe sollte dein Hund vorsichtig und kontrolliert das Treppensteigen beginnen. Er muss lernen, Abstände einzuschätzen, umauf unterschiedlichen Untergründen laufen zu können. Übertreiben darf du es mit dem Treppensteigen beim Hund in den ersten Lebensmonaten allerdings nicht. Es gibt jedoch auch Hunderassen, die ganz auf Treppen verzichten sollten. Ihr Körperbau ist nicht dazu geeignet, Treppen zu nutzen. Diese Überlastung kann schwere Folgen für den Hund haben. Rassen, die dazu zählen, sind z.B. Mops, Dackel oder Pekingese. 

Ausgewachsene Hunde haben es grundsätzlich leichter als junge Hunde. Sie haben voll entwickelte Muskeln und Gelenke, die das Risiko einer Überlastung verringern. Wenn der Tierarzt deinem Hund das Treppensteigen verbietet, weil dein vierbeiniger Freund zum Beispiel operiert wurde oder an Arthrose leidet, solltest du unbedingt auf ihn hören. Für alle Hunde gilt jedoch: Treppensteigen darf nur in Maßen erfolgen

Treppensteigen Hund: So bleibt dein Hund gesund

Ausreichende Bewegung und eine ausgewogene Ernährung halten deinen Hund fit. Wie viel Bewegung dein Hund braucht, hängt z.B. vom Alter, der Rasse und der Gesundheit ab. Du solltest mehrmals täglich mit deinem Liebling Gassi gehen. Es reicht nicht aus, abends kurz noch rauszugehen. Dein Hund braucht einen langen Auslauf. Zusätzliche Bewegung kann er im Sommer z.B. durch einen Ausflug zum See bekommen. Es gibt auch einige Hundesportarten, wie z.B. Begleithundesport oder Dog Frisbee, bei denen sich dein Hund austoben kann. 

Nutze ebenfalls die Umgebung der Natur. Wenn im Wald oder Park nicht viel los ist, kannst du gerne auf die Leine verzichten. Du kannst sie sogar für ein Spiel verwenden, indem du die Leine zwischen zwei Bäumen spannst und deinen Hund darüber springen lässt. Er kann auch den Stamm umkreisen oder sich mit den Vorderpfoten daran abstützen und sich hochstrecken. Das kräftigt die Rückenmuskeln.

Die richtige Ernährung spielt eine große Rolle

Es gibt verschiedene Ernährungsmethoden für deinen Hund, darunter Trockenfutter, Nassfutter, Barf, Hundefutter aus Insekten und auch Nahrungsergänzungsmittel. Bei der Auswahl des Hundefutters gibt es einige Faktoren zu beachten. Achte bei der Wahl des Futters vor allem auf die vorhandenen Inhaltsstoffe. Wenn Trockenfutter oder Nassfutter als Alleinfutter verkauft wird, sind alle benötigten Nährstoffe bereits vorhanden. Dabei sind vor allem Kohlenhydrate, Vitamine, Eiweiße und Fettsäuren die wichtigsten Bestandteile. Ein kleiner Hinweis: Bei gutem Hundefutter sind die Inhaltsstoffe offen und nicht verschlüsselt aufgeführt. Achte auch auf die Fleischsorte, den Fleischanteil und die Futtermenge.  

Natürlich ist jeder Hund individuell, und es gibt keine Faustregel, die besagt, wie viel Futter dein Hund genau braucht. Dennoch gibt es für ausgewachsene Hunde eine Orientierung, an die du dich richten kannst: Die empfohlene Tagesration für einen ausgewachsenen Hund beträgt rund 2-3 % seines Körpergewichts. Ein Hund mit 25 kg erhält demnach 500-750 gr. Futter pro Tag, je nach körperlicher Aktivität. Dieser Richtwert bezieht sich auf Trockenfutter. Nassfutter hingegen enthält aufgrund von beinhaltetem Fleisch und Gemüse einen hohen Wassergehalt. Hier darf es für den Vierbeiner auch einmal etwas mehr Futter als die berechnete Gesamtmenge sein.

Trägst du deinen Hund die Treppen hoch und runter oder lässt du ihn selber laufen? Erzähle uns gern davon hier in einem Kommentar.

Unsere Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Hundefutter. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Hundehalter achten am meisten auf die Inhaltsstoffe im Futter und kaufen es vor allem im Fachhandel. Ihrer Meinung nach hat das Futter den größten Einfluss auf die Gesundheit des Hundes.

Infografik Umfrage Hundefutter
Infografik Umfrage Hundefutter

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