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Trauer um Katze: Wie gehe ich mit dem Verlust um?


Wenn deine geliebte Samtpfote stirbt, ist das ein herber Verlust. Trauer, Ohnmacht, mitunter auch Wut und Schuldgefühle sind nur einige der Emotionen, die solch ein Ereignis meist mit sich bringt. Auch Scham darf man nicht vergessen, denn manche Katzenbesitzer schämen sich immer noch um ihre verstorbene Katze zu trauern. Wir klären auf.

Katze in sw-Foto

Trauer um Katze: Arten des Verlustes

Die Art des Todesfalls entscheidet meist darüber, wie du dich verabschieden kannst und wie du mit deinen Gefühlen umgehst.

Unerwarteter Verlust

Das Ableben deiner geliebten Katze kann manchmal leider unerwartet eintreffen. Ob durch einen versehentlichen Unfall oder durch fatale Ereignisse wie etwa bei einer Vergiftung. Wenn menschliches Versagen, auch das eigene, oder gar Boshaftigkeit für das Abtreten der Katze verantwortlich sind, können zusätzlich noch Gefühle wie Wut und Schuldvorwürfe die Trauerarbeit des Halters erschweren. Auch kann es passieren, dass Katzen weglaufen, ausbrechen oder geklaut werden, so dass die eigentlichen Halter keine Chance mehr haben, sich zu verabschieden. Deswegen solltest du, wenn dir eine Katze zuläuft, dich versuchen genau zu erkundigen, ob sie einen Halter hat. Obwohl Freigängerkatzen somit potentiell gefährdeter sind, solltest du dich von deiner Sorge um die Samtpfote nicht bestimmen lassen. Wenn deine Umgebung und der Gesundheitszustand der Katze es zulassen werden die meisten Katzen es dir danken, wenn sie draußen die Welt erkunden können.

Erwarteter Tod

Wenn deine Katze alt geworden ist und sich ihre natürliche Lebenszeit dem Ende zuneigt, hast du eine gewisse Zeit, dich auf ihr Ableben vorzubereiten. Doch auch in solchen Fällen hat man mit seiner Trauer und Ohnmacht zu kämpfen. Aber der Gedanke daran, ihr und dir ein schönes Leben bereitet zu haben, kann dir helfen, den Verlust zu akzeptieren.

In einem anderen Fall ist deine Samtpfote mitunter so krank, dass Medizin und Therapien ihr auch nicht mehr helfen können. Hier ist es ratsam zu versuchen, die Situation sachlich zu betrachten. Die Euthanasie bzw. das Einschläfern deiner geliebten Katze ist meist die humanste Lösung, um ihr langes Leid zu ersparen. Sprich am besten ausführlich mit liebenden Mitmenschen und deinem Tierarzt über diese Option. Das ist keine leichte Entscheidung, deswegen scheue dich nicht davor, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Trauer um Katze: Folgen

Wenn deine Mieze von dir geht, kann das schwere psychische Folgen nach sich ziehen. Ähnlich wie bei dem Verlust eines geliebten Menschen. Ein japanisches Forscherteam fand in einer Studie 2014 dazu heraus, dass mehr als die Hälfte der damals befragten Tierhalter angegeben haben, nach dem Verlust ihres Haustieres an Depression, Angst, Schlaflosigkeit und somatischen Störungen gelitten zu haben. Besonders auffällig in der Studie war, dass die Symptome umso stärker ausgeprägt waren, je jünger die Befragten waren. Das Alter der Befragten reichte von 22 bis 89 Jahren. Auch war die Trauerreaktion bei den weiblichen Befragten in der Studie stärker.

Gesellschaftlich ist das Ausmaß an Trauer um eine Katze leider immer noch umstritten. Schließlich geht es “nur” um ein Haustier. Sogar man selbst beginnt sich zu fragen, ob die eigene Traurigkeit um seine verstorbene Mieze nicht vielleicht überzogen ist. Doch zum einen fühlt jeder Mensch anders und bewertet Vorfälle unterschiedlich. Zum anderen ist man niemandem eine Rechenschaft schuldig, wie, ob und in welchem Ausmaß man über etwas trauert. So gibt es in den USA sogar manche Firmen, die ihren Mitarbeitern 1 bis 3 Tage bezahlte Auszeit gewähren, wenn ihr Haustier stirbt. Das Thema Trauer handhabt also jeder Mensch anders. Die Liebe zu einem Tier scheint einfacher als zu einem Menschen. Die Trauer um den Verlust von etwas, was wir geliebt haben, ist jedoch meist ähnlich.

Trauer um Katze: Stadien

Die berühmte Autorin Elisabeth Kübler-Ross definiert verschiedene Stadien der Trauer. Dazu gehören:

  • Leugnen und Isolation
  • Wut
  • Verhandeln
  • Depression
  • Akzeptanz

Eine Verweildauer sowie eine exakte Reihenfolge sind dabei nicht festzulegen. Ein jeder trauert anders, und dies sind nur häufig auftretende Stadien. Eine gesunde Trauer bedeutet, den Schmerz über den Verlust zu überwinden und ihn nicht dein ganzes Leben beherrschen zu lassen. Wenn die Zeit dafür gekommen ist, kannst du dich so wieder positiv an deine Samtpfote zurück erinnern. Auch der Zeitpunkt, ob und ab wann man sich ein anderes Tier anschaffen will, ist individuell.

Vielleicht hilft dir ein individueller Grabstein deiner verstorbenen Mieze zur Trauerbewältigung.

Oder ein Schmuckstück mit ein bisschen Asche. So trägst du sie immer bei dir.

Wie bist du mit der Trauer um deine Katze umgegangen? Hast du Tipps für andere Katzenhalter? Erzähle uns deine Sicht hier in einem Kommentar.

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