So wichtig ist Taurin für deine Katze

Taurin spielt für deine Katze eine sehr wichtige Rolle in der Ernährung. Zwar wird es selbstständig in ihrer Leber produziert, jedoch reicht es nicht für ihren täglichen Bedarf aus. Warum Taurin so wichtig für deine Katze ist und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Katze liegt auf Boden

Was ist Taurin?

Die Aminosäure Taurin ist für deine Katze ein essentieller Bestandteil im Stoffwechsel. Man findet es in großen Mengen in tierischen Proteinen wie in Fleisch oder Fisch. Taurin bindet Gallensalze und hilft so dem Darm bei der Aufnahme von Nahrungsfetten.

Weitere Funktionen von Taurin im Überblick:

  • Stabilisierung der Netzhaut des Auges
  • Herzstärkende Wirkung
  • Regulierung der Körpertemperatur
  • Regulierung der Gehirnentwicklung
  • Fruchtbarkeit von weiblichen Katzen
  • Bindung toxischer Substanzen und somit Förderung der Entgiftung
  • Stabilisierung der Zellmembran
  • Zentrale Rolle im Wasserhaushalt des Körpers
  • Entzündungshemmende Effekte

Mangelerscheinungen durch fehlendes Taurin

Ein Taurinmangel entsteht, wenn im Futter zu wenig Taurinquellen, also tierische Gewebe, enthalten sind. Bekommt dein Liebling also über einen längeren Zeitraum zu wenig Taurin, kann das schwere Folgen für die Gesundheit haben. Die Symptome eines Mangels sind oftmals frühestens nach fünf Monaten bis zu zwei Jahren zu erkennen, bei vielen Katzen sogar gar nicht. Die häufigste Folge bei langfristigem Taurinmangel ist dabei die sogenannte Retina-Degeneration. Diese Netzhauterkrankung ist irreversibel, also unheilbar, und kann im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen. Weibliche Katzen mit Taurinmangel sind oftmals unfruchtbar. Kommt es doch zu einer Schwangerschaft, ist eine Totgeburt sehr wahrscheinlich. Weitere Mangelerscheinungen sind:

  • Störungen des Blutbildes
  • Entwicklungsstörungen, die vor allem Gehirn, Hinterbeine und Wirbelsäule betreffen
  • Gestörtes Immunsystem
  • Taubheit
  • Herzprobleme
  • Wachstumsstörungen bei Katzenbabys

Um diesen gesundheitlichen Probleme vorzubeugen, solltest du also von Anfang an für ausreichend Taurin im Katzenfutter sorgen. Entweder als natürlichen Nahrungsbaustein in rohem Fleisch, als Zusatz im Fertigfutter oder als Ergänzungsfuttermittel.

Wie viel Taurin deine Katze braucht

Wie hoch der genaue tägliche Taurinbedarf sein sollte, lässt sich pauschal nicht beantworten. Das hängt von der jeweiligen Ernährung, dem individuellen Stoffwechsel, Gewicht und vielen anderen Faktoren ab. Zusätzlich variiert er je nach Lebenssituation. So brauchen tragende, säugende und ältere Katzen mehr Taurin als andere. Der tägliche Bedarf liegt ungefähr zwischen 200 bis 500 mg.

Taurin in rohem Fleisch und Fertigfutter

Der beste Taurin-Lieferant ist das frische, rohe Fleisch. Besonders Muskelfleisch wie Herz- und Skelettmuskel, aber auch Innereien wie Leber, Niere und Lunge haben einen hohen Gehalt. Dabei ist wichtig, dass deine Katze das Fleisch wirklich roh bekommt, da Taurin sehr hitzeempfindlich ist und beim Kochen oder Braten zerstört wird. Falls du also deine Katze via BARF ernähren solltest, nimmt sie bereits genug Taurin auf. Denke daran, dass rohes Schweine- und Geflügelfleisch tabu sind. Wenn deine Katze regelmäßig Mäuse frisst, hast du Glück. Kein anderes Landtier verfügt über einen so hohen Tauringehalt wie eine Maus. Achte bei Fertigfutter darauf, dass nicht alle Sorten Taurin enthalten. Falls der Bedarf dadurch nicht automatisch abgedeckt wird, solltest du es in das Futter deines geliebten Vierbeiners beifügen.

Hat deine Katze schon mal Taurin bekommen? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

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4 Kommentare

  1. 30. Dezember 2019 um 12:54
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