So pflegst du Katzenpfoten

Anders als bei Hunden pflegen Katzen ihre Pfoten meistens alleine. Sie lecken sie ab und reiben die Krallen an einem Kratzbaum ab. Trotzdem kann deine Katze auch Probleme bekommen. Wie du die Samtpfoten gesund hältst, erfährst du hier.

Graue Katze leckt ihre Pfoten

Wann die Pfotenpflege nötig ist

Oft brauchen alte oder kranke Katzen etwas Unterstützung bei der Pflege. Auch Freigänger-Katzen, die eventuell mit Chemikalien in Berührung kommen oder sich auf Teer bewegen, sind auf dich angewiesen. Wohnungskatzen, die sich meistens auf weichem Boden bewegen, benötigen auch Pflege der Krallen. Zu lange Krallen können dazu führen, dass Entzündungen oder Risse entstehen. Auch zu trockene Pfoten birgen eine Verletzungungsgefahr der Haut.

So gewöhnt sich die Katze an die Behandlung

Katzen mögen es allgemein nicht so, an den Pfoten angefasst zu werden. Um sie daran zu gewöhnen, eignet sich eine sanfte Massage hervorragend. Nach dem Fressen ist ein guter Zeitpunkt, sie sanft auf den Schoß zu legen und sie an den Pfoten zu massieren. Das kannst du machen, um generell die Pfoten deiner Katze zu pflegen:

  • Nimm zuerst eine Pfote und reibe sanft die Oberseite.
  • Halte jede Pfote drei Sekunden, ohne sie zu drücken oder zu kneifen.
  • Als Vorbereitung für das Krallenschneiden drückst du sanft auf jeden Zehenballen, sodass die Kralle herausgedrückt wird.
  • Gib deiner Katze ein spezielles Leckerli, mit dem du sie nach gutem Verhalten belohnst.

Wenn sich deine Katze weigert, die Pfote zu geben, versuche es trotzdem weiterhin. Du kannst sie hinter dem Ohr kraulen und sie kurz in Ruhe lassen. Dann probierst du es erneut. Nach und nach wird deine Katze die Massage sogar genießen. Das ist großartig für eure Bindung. Entweder du machst dies zu einem Ritual oder massierst deine Katze nur ab und zu.

So schneidest du die Krallen

Du solltest alle 10 bis 14 Tage die Krallen deines Tieres schneiden. Je nachdem, wie wohl sich deine Katze fühlt, musst du sie entsprechend darauf vorbereiten:

  • Verwende eventuell einen Katzensack, damit deine Katze nicht kratzt oder beißt.
  • Gewöhne deine Katze an das Geräusch des Nagelknipsers: Dazu legst du ein Stück getrocknete Spaghetti in deinen Schoß. Während du einen Pfotenballen mit einer Hand drückst, knipst du mit der anderen etwas Spaghetti ab. Lasse die Pfote los und gib der Katze ein Leckerli.
  • Wenn du deine Katze an einem Kratzbaum kratzen lässt, musst du die Krallen seltener schneiden.

Untersuche die Katzenpfoten gründlich

Wichtig ist, dass du auch regelmäßig die Haare zwischen den Pfoten schneidest. Das Fell deiner Katze kann so lang werden, dass es ihren Gang beeinträchtigen kann. Verwende daher eine kleine, abgerundete Schere, um das Fell dort kurz zu halten.

Außerdem musst du die Pfoten jeden Tag sauber halten, damit sich deine Katze nicht selbst Schmutz oder Chemikalien von den Pfoten leckt.

  • Verwende ein warmes, feuchtes Tuch.
  • Säubere den Holzfußboden regelmäßig.
  • Wische auch zwischen den Zehen und den Zehenballen.

Prüfe die Katzenpfoten regelmäßig auf Verletzungen. Kleinere, oberflächliche Schnitte kann deine Katze selbst behandeln, schwerere müssen vom Tierarzt geheilt werden. Freigänger sind besonders anfällig für Verletzungen. Kontrolliere daher auf Splitter, Kratzer, Schwellungen oder Risse. Du kannst kleine Fremdkörper mit einer Pinzette entfernen und die Stelle mit einer antiseptischen Lösung behandeln.

Trockene und rissige Pfoten können auf zu wenig Protein, einen Mangel an Fettsäuren oder auf bestimmte Krankheiten (wie Diabetes) hinweisen. Fischölergänzungsmittel sind eine Lösung. Frage aber vor der Verabreichung deinen Tierarzt.

Achte besonders im Winter auf Pfotenpflege

Wenn im Winter Streusalz gestreut wird, besteht die Gefahr, dass deine Katze sich dieses ableckt. Reibe die Pfoten also immer regelmäßig ab, damit sie nicht krank wird. Auch können die Pfoten schnell trocken werden, daher eignen sich Vaseline oder Olivenöl aus der Apotheke für Feuchtigskeitspflege. Trage es zwei- bis dreimal pro Woche auf die Pfoten auf. Das leckt die Katze nämlich nicht ab. Cortisoncreme und Teebaumöl sind nicht zu empfehlen. Halte außerdem das Fell zwischen den Pfoten kurz, damit sich keine Eiskristalle zwischen den Pfoten sammeln.

Einige Katzenrassen sind besonders anfällig für Pfotenprobleme. Informiere dich am besten über deine Katzenrasse, ob das auch auf sie zutrifft. Generell solltest du möglichst früh damit anfangen, die Pfoten anzufassen und zu pflegen. Je früher du die Katze daran gewöhnst, desto besser.

Wie pflegst du die Pfoten deiner Katze? Erzähle es uns doch gerne hier in einem Kommentar.

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