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Rasseportrait: Rhodesian Ridgeback


Manche Hunderassen kommen mit hohen Sommertemperaturen besser zurecht als andere. Der Rhodesian Ridgeback aus der Wildnis von Südafrika und Simbabwe ist ein Paradebeispiel dafür. Seine kurzen Haare und die längere Schnauze sowie Ohren lassen ihn auch bei wärmeren Temperaturen noch agil und aktiv sein.

Rhodesian Ridgeback liegt unter einem Tisch

Allgemeines zum Rhodesian Ridgeback

Der anmutige Rhodesian Ridgeback kommt ursprünglich aus dem südlichen Afrika und Simbabwe. Seine Vorfahren sind die dortigen Wildhunde, die man mit englischen Jagdhunden kreuzte. Herauskam ein furchtloser Wachhund, der auch zur Jagd eingesetzt wurde. Die Ridegbacks haben die Siedlungen und das Vieh vor wilden Tieren beschützt und den Ureinwohnern bei der Großwildjagd unterstützt. Die beliebteste Beute waren zu dieser Zeit Löwen, was einen starken und mutigen Hund erforderte. Die Ridgebacks hielten die Beute in Schach, bis die Jäger eintraffen und die Tiere erlegen konnten.

Im Jahr 1926 wurde der Rhodesian Ridgeback von der FCI international anerkannt. Bei der Standardisierung orientierte man sich dabei am Dalmatiner. Aufgrund der verwandten Merkmale der beiden Hunderassen wurden beide in die gleiche Gruppe eingeteilt. Dabei handelt es sich beim Rhodesian Ridgeback um die einzig international anerkannte Hunderasse aus Südafrika. Die Vorzüge des Rhodesian Ridgeback waren jedoch auch schnell über die Grenzen Afrikas hinaus bekannt. Bis die ersten Zuchttiere nach Deutschland gelangten dauert es aber noch ein wenig. Seit 1973 erfreut sich die Rasse auch hierzulande wachsender Beliebtheit.

Aussehen des Rhodesian Ridgeback

Das optisch Auffälligste an dem Rhodesian Ridgeback ist sein markanter Rückenkamm. Gepaart mit seinem glänzend braunen Fell macht das den Rhodesian Ridgeback zu einer ganz besonderen Hunderasse. Von ihren Vorfahren haben sie den charakteristischen Rückenkamm, den sogenannten „Ridge“, geerbt. Ein alter Stamm aus Afrika schrieb diesem breiten Haarstrich besondere Eigenschaften zu. So glaubten sie, dass die Hunde deshalb so furchtlos seien. Überdies ist das Aussehen des Rhodesian Ridgebacks gut geeignet für sommerliche Temperaturen. Sein kurzes Fell, welches aufgrund seiner Farbe nicht extra die Sonnenwärme speichert, und die längere Schnauze begünstigen, dass der Hund auch bei Hitze ausreichend Luft und Kühlung durchs Hecheln bekommt.

  • Größe: Rüde 63-69 cm, Hündin 61-66 cm
  • Gewicht: Rüde 36,5 kg, Hündin 32 kg

Außerhalb des Rassestandards gibt es aber auch einige Ridgebacks, die bis zu 50 kg wiegen. Ihr sehr muskulöser Körperbau bedingt das.

  • Fell: Kurzes, dichtes und glattes Fell
  • Farbe: Glänzend weizengelb bis fuchsrot, manchmal mit schwarzer Maske oder weißen Abzeichen
  • Körperbau: Muskulös, rund und klar
  • Augen: Hoch und dicht anliegend, mittelgroß
  • Ohren: Große, hoch liegende Hängeohren

Charakter und Eigenschaften des Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist ein anmutiger, intelligenter und furchtloser Hund, der seinen Besitzer im Ernstfall mit seinem Leben verteidigen würde. Da er ein Jagdhund ist, hat er natürlich auch entsprechend Jagdtrieb. Der Rhodesian Ridgeback hat eine schnelle Auffassungsgabe und ist sehr durchsetzungsstark. Das sind Attribute, die im bei der Jagd geholfen haben. Er hat dabei eine mittlere Reizschwelle und neigt allgemein nicht zu Überreaktionen. Dennoch behält er seine Umwelt aufmerksam im Blick und bringt auch eine gewisse Sensibilität mit. Trotz des starken Wachtriebes bellt er nur sehr selten und nicht grundlos.

Seinem Menschen gegenüber ist er verschmust und loyal, aber nicht abhängig oder unterwürfig. Denn der Rhodesian Ridgeback hat kein Problem damit, seine eigenen Wege zu gehen oder selbständig Entscheidungen zu treffen. Wenn er entsprechend ausgelastet wird, ist der Vierbeiner ein freundlicher Hausgenosse, der sich gut mit Kindern versteht. Dabei ist er trotz seines imposanten Aussehens sehr sensibel und reagiert empfindlich auf Druck und Gewalt. Dann schaltet er meistens auf stur.

Als Welpe ist er mitunter sehr stürmisch und voller Energie. Die Rasse gilt als spätreif, denn erst im Alter von etwa 3 Jahren ist der Rhodesian Ridgeback geistig und körperlich voll entwickelt. Gut ausgelastet ist er im Erwachsenenalter ein ruhiger und treuer Begleiter.

Erziehung und Haltung des Rhodesian Ridgeback

Sein ausgeprägter Schutztrieb und sein Jagdtrieb zusammen mit seiner sehr eigenständigen Art machen eine gute Erziehung umso wichtiger, um ihn in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland halten zu können. Auch seine Kraft und seine Reaktionsschnelligkeit sollte man nicht unterschätzen. Das alles macht den Rhodesian Ridgeback nicht zu einem Anfängerhund. Entsprechende Auslastung und ein sicheres Auftreten sind Pflicht. Denn bei genügend Abwechslung und Aktivitäten ist der Rhodesian Ridgeback immer an deiner Seite. Egal, ob es ans Reiten, Fahrradfahren oder eine andere Hundesportart geht, alles was nach Bewegung klingt, ist perfekt für ihn geeignet. Nach dem Auspowern ist ein entspannter und ausgeglichener Hund dein Begleiter.

Gehalten werden sollte der Rhodesian Ridgeback auf keinen Fall im Zwinger. Er braucht Familienanschluss und idealerweise einen Garten. Der Ridgeback ist kein Raufer und verträgt sich bei guter Sozialisierung meist mit anderen Hunden.

Pflege und Gesundheit des Rhodesian Ridgeback

Der muskulöse Ridgeback ist eine gesundheitlich recht robuste RasseHitze macht ihm in der Regel nichts aus, wohingegen er Kälte oder Regen eher scheut. Bei Regen kann es vorkommen, dass er sich weigert, sein warmes Zuhause zu verlassen. Da er von Natur aus keine Unterwolle hat, darf er im Winter auf keinen Fall zu lange im Freien bleiben. Ein Hundemantel, der ihn an kalten Tagen warm hält, ist dann angebracht. Auch der Fellwechsel fällt eher schwach aus, sodass der Hund keine spezielle Pflege zu dieser Zeit benötigt.

Dermoid Sinus, kurz DS, ist eine rassespezifische Krankheit, die fast ausschließlich bei Hunden mit dem “Ridge” auftritt. Dabei handelt es sich um eine Zyste, die durch die unvollständige Trennung der Epidermis- und Nervensystemzellen in der embryonalen Entwicklung entsteht. Diese Erkrankung ist erblich. Es handelt sich dabei um einen genetischen Defekt, der operativ behandelt werden muss.

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