Rasseportrait: Ragdoll

Die Ragdoll ist nicht nur die größte Rassekatze der Welt, sondern äußerst flauschig und freundlich. Deswegen wird sie auch gerne “Lumpenpuppe” genannt. Hier findest du alles, was du schon immer über die Ragdoll wissen wolltest.

Ragdoll Katze liegt auf Treppe

Allgemeines zur Ragdoll

Die systematische Zucht der Ragdoll begann in den 1960er Jahren in Kalifornien. Eine Langhaarkatze namens Josephine hatte einen Wurf auffällig großer Kitten mit halblangem Fell und blauen Augen. Diese wurde die Stammmutter aller Ragdoll Katzen. Ann Baker übernahm einen Kater und rief mit ihm eine rechtlich geschützte Linienzucht ins Leben. Denn die Ragdoll ist die einzige Katzenrasse, auf die ein Patent angemeldet wurde. In den 1980er Jahren kam die Ragdoll aus den USA auch nach Europa.

Aussehen der Ragdoll

  • Größe: Sehr groß, bis 40 cm Schulterhöhe; Kopf-Schwanz-Länge bis 120 cm
  • Gewicht: Katze 4,5 bis 6,5 kg; Kater 6,5 bis 10 kg
  • Semi-Langaar, seidenweiche Textur; anerkannte Farbschläge sind Schwarz, Lilac, Blau und Chocolate mit verschiedenen Musterungen
  • Körperbau: Kräftig, hochbeinig und muskulös, Schulterhöhe bis 40 cm, breite Brust, buschiger Schwanz, runde Pfoten
  • Kopfform: Mittelgroß und keilförmig; Ohren mit kleinen Haarbüscheln; runde Schnauze mit ausgeprägtem Kinn
  • Augen: Oval und leuchtend blau

Charakter und Eigenschaften der Ragdoll

Ragdoll Katzen sind sanftmütig und ausgeglichen. Sie wollen jedoch überall mit dabei sein und vertragen das Alleinsein nicht unbedingt. Wenn du also deiner Katze nicht immer Gesellschaft leisten kannst, solltest du über ein zweites Haustier nachdenken. Sie ist gut als Wohnungskatze geeignet, benötigt aber aufgrund ihrer Größe Platz. Eine Ragdoll ist eine sehr geschickte Katze, die nicht groß rumtobt oder miaut. Wenn sie jedoch mal protestiert, kann sie sehr laut werden. Hier sind ihre Eigenschaften als Überblick:

  • Anhänglich
  • Verspielt
  • Sanftmütig
  • Charakterfest
  • Still
  • Lustig
  • Kinderlieb
  • Geschickt

Erziehung und Haltung der Ragdoll

Die Ragdoll braucht eine innige Beziehung zum Menschen und liebt das gemeinsame Erleben mit ihm und dem tierischen Partner in der Familie. Sie muss jedoch kein Freigänger sein, um sich rundum wohl zu fühlen. Einen Garten für das Beobachten der Natur und gelegentliche, kleine Jagdausflüge genießt sie trotzdem.

Außerdem lässt sich diese Katze sehr gut erziehen, da sie sehr intelligent und am Menschen orientiert ist. Manchmal folgt sie Frauchen oder Herrchen auf Schritt und Tritt überall hin. Stammt sie von einem seriösen Züchter, der sie gut sozialisiert hat, wird sie sich von selber in die Regeln und Gewohnheiten der jeweiligen Familie einfügen. Mit etwas Anleitung wird sie schnell und problemlos stubenrein.

Pflege und Ernährung der Ragdoll

Das lange, seidige Fell der Ragdoll muss regelmäßig gebürstet werden, besonders zu Zeiten des Fellwechsels täglich. Du kannst dafür eine Fellbürste verwenden und dieses Ritual zur sozialen Bindung mit deiner Samtpfote nutzen. Die Ragdoll ist hinsichtlich Ernährung problemlos. Bei starker Inzucht kann sie jedoch Allergien entwickeln, die eine Diät erforderlich machen.

Die Gesundheit der Ragdoll kann vereinzelt unter Inzucht leiden. Das führt nicht selten zu Immunschwächen, Kränklichkeit und verkürzter Lebenserwartung. Bei Ragdolls gibt es eine Reihe von züchterisch verbreiteten Erbkrankheiten wie Anämie, Herzkrankheiten wie HCM oder einige Augenkrankheiten, die eine Folge ihres Akromelanismus sind. Jedoch treten diese Krankheiten nicht bei allen Katzen dieser Rasse auf. Erbkrankheiten und Inzucht können also die Lebenserwartung verkürzen. Eine gesund gezüchtete Ragdoll kann jedoch 12 Jahre alt werden.

Hast du eine Ragdoll? Wir würden gerne mehr über dein Tier wissen. Erzähle es uns in einem Kommentar.

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