Rasseportrait: Pudel

Der Pudel gilt heute als ein Geheimtipp für Hundekenner. Wir erklären dir alles Wichtige zu dieser intelligenten und leistungsfähigen Rasse.

Glücklicher Pudel liegt auf einer Wiese

Allgemeines zum Pudel

Auch wenn man es ihm heute kaum ansieht, der Pudel war ein vielseitiger Arbeitshund. Vor allem die Wasserjagd zählte zu den Aufgaben seiner Vorfahren. Er stöberte nach Enten und apportierte vom Jäger erlegte Enten. Das deutsche Wort Pudel soll aus dem altdeutschen “Pfudel” für Wasserpfütze oder Froschteich stammen. Der Pudel war ein in ganz Europa verbreiteter Jagdhund. Außerdem half der Pudel den Fischern an der Atlantikküste von Frankreich bis Portugal bei der Arbeit mit den Netzen. Heute tut dies der Portugiesische Wasserhund. Der Pudel war durch seine Lernfähigkeit und seine Bereitschaft, für den Menschen zu arbeiten, hoch geschätzt. Daher wurde er auch von Gauklern und Zirkusleuten gehalten. 

Jahre lang stritten sich Frankreich, Russland und Deutschland darum, welches als Ursprungsland des Pudels gelten soll. Nachdem Deutschland verzichtete, wurde 1889 Frankreich das sogenannte Patronat für den Pudel zugestanden. Dennoch hatte Deutschland den europaweit größten Pudelverein. England hatte den größten Einfluss auf den Pudel. England erlaubte die Verzwergung des Pudels und kreuzte dazu fremde Rassen ein. 

In Deutschland wurde 1893 der Allgemeine Deutsche Pudelclub in München und 1896 der Deutsche Pudelclub in Hamburg gegründet. Am Ende des 19. Jahrhundert begann die geregelte Pudelzucht in Deutschland. Anfangs wurden Groß- und Kleinpudel gezüchtet, dann kam 1930 der Zwergpudel dazu, und zwischen 1960 und 1975 gab es einen Pudelboom.

Aussehen des Pudels

  • Größe: 24-60 cm
  • Gewicht: bis 30 kg
  • Körperbau: elegante und harmonische Gestalt, leichter Gang 
  • Fellfarbe: schwarz, braun, weiß, grau, silber
  • Fellstruktur: lockiges und gekräuseltes Fell, die Wolle ist dicht und von gleichmäßiger Länge, ebenmäßige Locken, elastisches Fell, kein jahreszeitlicher Fellwechsel 
  • Augen: dunkel, mandelförmig

Charakter und Eigenschaften des Pudels

Pudel sind intelligente und leistungsstarke Hunde. Sie haben früher als Jagdhunde fungiert. Sie arbeiteten Hand in Hand mit dem Fischer zusammen, um Netze auszubringen und einzuholen. Der Pudel ist ein ganz bemerkenswerter Familienhund und auch für Hundesport geeignet. Er eignet sich für professionelles Arbeiten und macht sich auch als Blindenführhund gut. Er ist für so ziemlich jeden Lebensstil geeignet.

  • Intelligent
  • Leistungsstark
  • Sozial
  • Sportlich
  • Anpassungsfähig
  • Freundlich
  • Temperamentvoll
  • Liebevoll
  • Sanftmütig
  • Einfühlsam

Erziehung und Haltung des Pudels

Der Pudel lässt sich sehr gut erziehen und ausbilden. Die großen Pudel gelten im Vergleich zum Zwergpudel als gehorsamer und lassen sich daher besser erziehen. Der Pudel lässt seine Absichten leicht erkennen und sich gut führen. Er will von Herrchen oder Frauchen geführt werden. 

Der Pudel ist problemlos in der Haltung. Er kann mit dir gemeinsam in einer Etagenwohnung wohnen oder auch in einem Haus. Das Wichtige für den Pudel ist, geistig gefördert zu werden. Durch die Intelligenz und die starke Leistungsfähigkeit des Pudels kann es dir und dem Hund gleichermaßen Spaß machen, Kunststücke einzuüben oder Agility zu betreiben. Außerdem apportiert er immer noch gerne.

Pflege und Ernährung des Pudels

Der Pudel sollte mehrmals die Woche gründlich gebürstet werden. Er muss alle sechs bis acht Wochen geschoren werden. Dafür hinterlässt er keine lästigen Haare auf Teppich oder Kleidung. Zudem stellt der Pudel keine besonderen Ansprüche an seine Ernährung. Du solltest regelmäßig mit ihm Gassi gehen. Er hat bei einer artgerechten Haltung eine Lebenserwartung von 13-17 Jahren

Die Rasse hat eine gute Gesundheit. Ohrenentzündungen gehören zu den typischen Krankheiten des Pudels. Er ist aber nicht so anfällig wie andere Hunderassen. Auch Erbkrankheiten können vorkommen. Beim kleinen Pudel treten gehäuft erblich bedingte Augenkrankheiten auf, die zum Erblinden führen können. Auch Probleme mit der Kniescheibe (Patella) sowie Epilepsie können auftreten. Großpudel haben ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung.

Hast du einen Pudel? Erzähle uns gerne von ihm hier in einem Kommentar.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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