Rasseportrait: Husky

Der Siberian Husky, kurz Husky genannt, kennt man als den Schlittenhund vom Polarkreis. Aber diese faszinierende Hunderasse bietet weitaus mehr. Hier erfährst du auf einen Blick alles Wichtige zum Husky.

Husky in Winterlandschaft

Allgemeines zum Husky

Der Husky verkörpert allgemein Wildnis und ähnelt dem Wolf. Am Polarkreis nutzten die Menschen die Hunde für die Jagd, den Schutz vor Eisbären und als Wärmeschutz. Nur so konnten sie in der Kälte überleben.

Die Geschichte des modernen Huskys begann um 1910 in Alaska. Dort waren die Schlittenhunde größer und kräftiger. Bei Schlittenrennen trat ein sibirischer Pelzhändler an, der mit seinen schlanken Hunden anfangs belächelt wurde. Man nannte sie „Husky“, damals ein Schimpfwort für Eskimos. Doch diese Hunde gewannen alle Rennen und wurden schließlich gezüchtet.

Es gibt viele Schlittenhundeschläge, zum Beispiel den Alaskan Husky. Aber nur der Siberian Husky ist als Hunderasse anerkannt. In den USA begannen Züchter um 1970 einen Husky für das breite Publikum zu kreieren, und es entwickelten sich zwei Linien, der Showdog und der Working Siberian Husky.

Aussehen des Huskys

  • Größe: Rüde: Widerristhöhe 53 bis 60 cm; Hündin: 50 bis 56 cm
  • Gewicht: Rüde: 20 bis 28 kg; Hündin: 15 bis 23 kg
  • Farbe: Alle Farben von Schwarz bis Weiß
  • Fellstruktur: Sehr dichtes Unterhaar und pelzartiges Deckhaar
  • Kompakter Körperbau
  • Dreieckige, mittelgroße, hoch angesetzte und eng stehende Ohren

Charakter und Eigenschaften des Huskys

Der Siberian Husky hat sich bis heute seinen sehr ursprünglichen Charakter bewahrt. Er ist nach wie vor ein ausgeprägtes Rudeltier, das Beschäftigung und Gesellschaft benötigt. Dennoch kann er sehr menschenfreundlich und unternehmungslustig sein. Er ist ein sehr guter stiller Beobachter und ein hochspezialisierter Arbeitshund.

Weitere Wesensmerkmale von Huskys sind:

  • Freundlich
  • Tatkräftig
  • Unabhängig
  • Sanftmütig
  • Anpassungsfähig
  • Widerstandsfähig

Erziehung und Haltung des Huskys

Da der Husky immer noch als Schlittenhund bestimmt ist, stellt er hohe Anforderungen an seinen Halter. Das Leben mit ihm muss auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Das heißt, er braucht ausreichend Bewegung, körperlich und mental. Für Wohnungshaltung ist er nicht geeignet, ein Haus mit Garten ist ideal.

Der Husky gehört auch zu den wenigen Hunderassen, die problemlos in einem Zwinger übernachten können. Du musst nur aufpassen, dass der Husky nicht ausbrechen kann. Als Wachhund kannst du ihn aufgrund seines menschenfreundlichen Wesens nicht halten. Trotzdem ist er bereit, seine Familie zu verteidigen.

Du solltest regelmäßig mit deinem Husky verschiedene Hundesportarten ausführen, um ihn fit zu halten. Im Winter kannst du mit ihm Schlitten fahren und sonst Rad fahren und joggen. Canicross ist eine Disziplin, wo Huskys einen Läufer per Bauchgurt ziehen. Außerdem können sie ein Mountainbike (Bikejöring), einen speziellen Roller (Scooterjöring) und einen Skifahrer (Skijöring) ziehen. Durch diese Sportarten stärkst du die Bindung zu deinem Tier und hast tolle Naturerlebnisse.

Der Siberian Husky lässt sich für einen erfahrenen Hundehalter gut erziehen und ist offen, ehrlich und arbeitet gerne mit Herrchen und Frauchen zusammen. Sein „will-to-please“ hält sich jedoch in Grenzen, und er ist kein Partner für Spielereien.

Nur beim Thema Schlittenziehen ist er vollständig bei der Sache. Er lernt schnell, den Kommandos des Mushers zu folgen. Im alltäglichen Umgang ist er problemlos und genügsam. Wenn du andere Haustiere wie Katzen oder Kaninchen hast, solltest du ihn vom Welpen an daran gewöhnen. Sonst sieht er sie als Beute.

Pflege und Gesundheit des Huskys

Die Rasse braucht regelmäßige, mindestens wöchentliche Fellpflege. Fellwechsel, zweimal im Jahr, fällt bei einem Husky besonders intensiv aus: Wohnung, Auto und Kleidung sind dann voll von seinen langen Haaren, selbst wenn man ihn täglich bürstet.

Der Siberian Husky ist eine kerngesunde Hunderasse, solange er nicht in Extremen gezüchtet wird. Die Couch-Potatoes, die kaum Kondition haben, und die Rennhuskys haben gesundheitliche Probleme. Deformierungen des Gangwerkes, des Wärmehaushaltes, des ganzen Herz-Kreislauf-Apparats und der Psyche sind gängig.

Der fellige Hund ist ein sehr wählerischer Fresser. Du solltest einen bewegungsaffinen Husky daher ausreichend mit Kalorien versorgen und ihm einige Leckerlis geben. Bei guter Fitness kann ein Husky problemlos 12 Jahre alt werden.

Hast du einen Husky? Erzähle uns gerne von ihm in einem Kommentar.

Die Vorteile, einen Hund zu halten, überwiegen deutlich. Das meinen deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. In der nachfolgenden Infografik siehst du die Ergebnisse der Befragung.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

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