Rasseportrait: Deutsche Dogge


Die Deutsche Dogge gilt als eine der größten Hunderassen der Welt. Sie wird auch als Apoll unter den Hunden bezeichnet. Trotz ihrer imposanten Erscheinung und den markanten Lefzen gelten Doggen als sehr freundliche, ruhige und anlehnungsbedürftige Hunde. Wir erklären dir alles Wichtige zu dieser Hunderasse.

Deutsche Dogge liegt

Allgemeines zur Deutschen Dogge

Überlieferungen seit dem 16. Jahrhundert belegen, dass besonders große und elegante Hunde aus England und Irland nach Deutschland eingeführt wurden. Diese stammten aus Kreuzungen des Mastiffs mit dem großen irischen Wolfshund. In Deutschland wurde schließlich ab dem 17. Jahrhundert mit der gezielten Züchtung der so genannten „Englischen Docken“ begonnen. Die eleganten großen Hunde, die zur Jagd auf Bären, Wildschweine oder andere wehrhafte Tiere eingesetzt wurden, waren am Hof bald auch als eindrucksvolle Begleithunde beliebt. 

Otto von Bismarck zählt zu den bekanntesten Besitzern von Doggen. In verschiedenen Landstrichen entstanden verschiedene Typen der Dogge, die sich in Farbe oder Größe leicht unterschieden. Demnach wurden sie als Ulmer Dogge, Dänische Dogge, Englische Dogge, Große Dogge, Saupacker oder Hatzrüde bezeichnet. Als diese verschiedenen Rassevertreter 1876 auf einer Hundeausstellung gezeigt wurden, schlugen die Preisrichter den Züchtern vor, sich auf die einheitliche Bezeichnung Deutsche Dogge zu verständigen.

Aussehen der Deutschen Dogge

  • Größe: Rüde: 80 cm, Hündin: 72 cm
  • Gewicht: 90 kg und mehr
  • Fell: Kurz, drei Farben: Gelb und gestromt, schwarz und gefleckt, blau
  • Harmonische Erscheinung
  • Wohlproportionierte Linienführung
  • Ausdrucksvoller Kopf

Charakter und Eigenschaften der Deutschen Dogge

Auch wenn Deutsche Doggen sehr groß sind, gelten sie als sehr anhänglich und ruhig. Sie sind jedoch nicht unterwürfig und haben ihr eigenes Köpfchen. Du musst nur manchmal darauf achten, dass deine Dogge ihr Gewicht beim Kuscheln nicht vergisst. Durch ihre imposante Statur eignen sie sich gut als Wachhunde. Tatsächlich besitzen Doggen aber eine sehr hohe Reizschwelle und zeigen keinerlei angriffslustiges oder aggressives Verhalten. Weitere Eigenschaften sind:

  • Zurückhaltend
  • Intelligent
  • Freundlich
  • Gelassen
  • Verträglich
  • Sanft

Erziehung und Haltung der Deutschen Dogge

Um möglichst lange gesund und fit zu bleiben, müssen Sehnen und Muskeln der Dogge gut trainiert werden. Ein langer Spaziergang pro Tag, bei dem sich die Dogge bestenfalls auch einmal ohne Leine austobt, ist angebracht. Auch solltest du geeignetes Hundespielzeug parat haben. Treppensteigen sollten die großen Hunde dagegen jedoch vermeiden. Ein ebenerdiges und großzügiges Haus mit Garten empfiehlt sich daher für die Haltung dieser Hunderasse.

Durch ihre Leichtführigkeit und ihre Treue zum Menschen sind Doggen generell aber sehr unkomplizierte und einfache Tiere, die sich gut als Familien- und Begleithunde halten lassen. Selbst als Therapiehunde sind die Vierbeiner geeignet. Wie bei allen Hunden ist natürlich auch bei der Dogge eine liebevolle, aber konsequente Erziehung nötig, damit sich ihr positives Wesen optimal entfalten kann. Vor allem aufgrund ihrer Größe braucht sie Menschen an ihrer Seite, die ihr ihre Grenzen zeigen und auf deren Kraft sie vertrauen kann. Dass diese Rasse zu viel Speichelfluss neigt, gehört zum Leben mit einer Deutschen Dogge einfach dazu. Wenn Passanten sich von diesem großen Hund fürchten, bleib ruhig und zeige, dass deine Dogge sehr lieb ist.

Pflege und Ernährung der Deutschen Dogge

Bei der Ernährung der Deutschen Dogge spielt die Größe eine wichtige Rolle. Da es sich um eine sehr große Rasse handelt, musst du darauf achten, dass eine ausreichende Menge an Futter zugeführt wird. Gesundheitszustand und Aktivitätslevel beeinflussen ebenfalls den Futterbedarf deines Hundes. Grundsätzlich solltest du auf eine ausgewogene, fleischreiche Ernährung achten. Übergewicht solltest du auf jeden Fall vermeiden.

Aufgrund ihrer Größe neigen die Hunde leider zu Hüftgelenksdyplasie (HD), Magendrehungen, Knochenkrebs und Herzmuskelerkrankungen (kurz DCM). Fast ein Drittel der Doggen stirbt bereits vor ihrem 5. Geburtstag, und kaum ein Rassevertreter erreicht ein Alter von zehn Jahren. Durch Züchtungsfehler kann sich die Krankheitsanfälligkeit der Tiere noch verstärken. Die Lebenserwartung einer Deutschen Dogge beträgt insgesamt 8 bis 10 Jahre.

Hast du eine Deutsche Dogge? Erzähle uns gerne von ihr hier in einem Kommentar.

Die Vorteile, einen Hund zu halten, überwiegen deutlich. Das meinen deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. In der nachfolgenden Infografik siehst du die Ergebnisse der Befragung.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Hundeleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

0 Kommentare