Rasseportrait: Alaskan Malamute

Der Malamute zählt zu den Schlittenhunderassen des eisigen Nordens. Aber diese wunderschöne Hunderasse bietet weitaus mehr. Hier erfährst du alles Wichtige zum offiziellen Staatshund von Alaska.

Rasseportrait vom Alaskan Malamute

Allgemeines zum Malamute

Malamutes sind die größten und kraftvollsten Schlittenhunde und haben sich bis heute ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Die Domestikation hat hauptsächlich zu Fell- und Haarformveränderungen geführt und kaum, wie bei anderen Hunderassen, zu Skelettverformungen. Schlittenhunde zeigen sowohl wolfsähnliches als auch wolfsgleiches Verhalten. Ihr ausgeprägter Jagdtrieb und die Rudeleigenschaften kommen aus ihrer Verwandtschaft mit dem Wolf.

Sein Name „Alaskan Malamute“ steht für die nordische Herkunft dieser Hunderasse. Er trägt ihn zu Ehren seiner ursprünglichen Züchter, der Mahlemut Inuit. Das Eskimovolk aus dem Nordwesten Alaskas benötigte einen starken, robusten und zuverlässigen Schlittenhund und fand ihn in dem Malamute.

Malamutes leisteten den Jägern und Fischern ihrer Heimat nicht nur als Zugtier, sondern zudem als Jagdhund, wertvolle Hilfe. Obwohl dieser Hundetyp bereits seit vielen Jahrhunderten existiert, wird die gezielte Zucht des Malamutes erst seit 1926 betrieben.

Die ausdauernde Fellnase schmückt das Wappen von Kanadas Territorium Yukon, das an den US-Bundesstaat Alaska grenzt – hier ist er außerdem offizieller Staatshund.

Aussehen des Malamutes

  • Größe: Rüde: Widerristhöhe ca. 63,5 cm; Hündin: ca. 58,5 cm
  • Gewicht: Rüde: ca. 38 kg; Hündin: ca. 34 kg
  • Farbe: Alle Farben von wolfsgrau bis schwarz und reinweiß; immer mit weiß am Bauch sowie an Läufen und Pfoten
  • Fellstruktur: Dick, rau und mit dichter öliger Unterwolle
  • Robuster und kräftiger Körperbau
  • Dreieckige, im Verhältnis zum Kopf eher kleine Ohren
  • Mandelförmige, braune Augen – reinrassig: niemals blau

Charakter und Eigenschaften des Malamutes

Alaskan Malamutes sind Rudeltiere. Sie brauchen die Gesellschaft anderer Hunde oder des Menschen. Aus diesem Grund bleiben die Vierbeiner auch nicht gern längere Zeit allein. Sie sind in erster Linie kräftige, ausdauernde Hunde, die gerne und viel laufen. Besonders im Winter will sich der Vierbeiner auspowern. Im Gegensatz zum Siberian Husky, der besonders auf Geschwindigkeit ausgerichtet ist, wurde der Malamute mehr für das Ziehen schwerer Lasten gezüchtet. Malamutes bauen eine starke Bindung zum Menschen auf und sind dabei zu Fremden genauso freundlich wie zu Familienangehörigen. Sie besitzen keine ausgeprägten Wachhundinstinkte, deswegen bellen sie so gut wie nie.

Weitere Wesensmerkmale von Malamutes sind:

  • Neugierig
  • Kinderfreundlich
  • Selbstbewusst
  • Mutig
  • Intelligent
  • Entspannt

Erziehung und Haltung des Malamutes

Bei genügend Auslastung ist der Malamute ein ruhiger, ausgeglichener Hund, der auch ohne die ursprüngliche Schlittenhundearbeit sehr glücklich werden kann. Ein solcher Hund sollte jedoch trotz seiner Anpassungsfähigkeit nicht in einer Stadtwohnung mit kurzen Gassi-Runden um den Block gehalten werden. Auch in Deutschland kann man mittlerweile Zughundearbeit betreiben, für anderen Hundesport eignet sich der Alaskan Malamute dagegen weniger. Lange Spaziergänge sind auf jeden Fall Pflicht. Malamutes haben einen stark ausgeprägten Jagdtrieb, deswegen ist Erziehung ein Muss.

Malamutes benötigt von Anfang an klare und verlässliche Regeln, so dass sie gar nicht erst auf die Idee kommen, die Rangordnung in Frage zu stellen – denn dies kann bei einem Hund seiner Statur schwierig werden. Sie haben ein ausgeprägtes Dominanzverhalten, daher musst du ihm konsequent, aber liebevoll zeigen, dass du der Boss bist. Malamutes sind sehr intelligente Hunde, trotzdem jedoch nur begrenzt abrichtfähig, da sie einen starken eigenen Willen besitzen.

Pflege und Gesundheit des Malamutes

Zwar ist das Fell des Malamutes pflegeleicht, doch haart er extrem. Daher ist es sinnvoll, ihn regelmäßig zu bürsten. So kannst du ihm dabei helfen, die überschüssigen Haare loszuwerden. Vor allem im Frühjahr und Herbst während des Fellwechsels ist die Fellpflege besonders wichtig, denn dann verliert der Malamute seine Unterwolle in regelrechten Büscheln. Wenn sein Fell bei einem Spaziergang mal schmutzig geworden ist, reicht in der Regel das Ausbürsten im trockenen Zustand aus. Nur im Notfall musst du deinen Vierbeiner waschen. Benutze dann ein mildes Hundeshampoo.

Auch die Ohrenpflege der Kraftpakete ist wichtig. Die Ohren müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Alaskan Malamutes sind relativ anspruchslos in Bezug auf ihr Futter. Wichtig ist jedoch, dass die Ernährung ausgewogen ist, damit der leistungsstarke Hund mit allen erforderlichen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird. Für einen normal geforderten Malamute reicht die Gabe von handelsüblichem Trockenfutter völlig aus. Damit es dem Fleischliebhaber jedoch besser schmeckt, solltest du es ab und an mit einem Futter mit hohem Fleischanteil aufpeppen.

Alaskan Malamutes sind prinzipiell sehr robuste Hunde, die selten krank werden. Jedoch sollte auf eine Hüftdysplasie geachtet werden, die bei Hunden seiner Größe häufiger vorkommen kann. Auch können Malamutes zu einer Zink-reaktiven Dermatose neigen – einer Hauterkrankung, die durch eine verminderte Zinkaufnahme im Darm verursacht wird. Trage mit artgerechter Ernährung und ausreichend Bewegung zu seiner Gesundheit bei. Bei guter Gesundheit kann der Kälte liebende Vierbeiner ein Alter von rund 12 Jahren erreichen.  

Hast du einen Malamute? Erzähle uns gerne hier von ihm in einem Kommentar.

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