Pubertät Hund – Wie du deinen Hund dabei unterstützt


In der Pubertät ist dein Hund stur, vergisst Kommandos und testet seine Grenzen aus. Jetzt musst du konsequent, aber auch geduldig gegenüber deinem Liebling sein. Wir erklären dir, wie du die Pubertät gemeinsam mit deinem Hund schaffst.

Hund spielt mit Klopapierrolle

Pubertät Hund – Allgemeines

Die Pubertätsphase beginnt bei deinem Hund, je nach Rasse, bereits mit 6 Monaten oder erst mit einem Jahr. Bei der Hündin ist sie durch die erste Läufigkeit erkennbar. Beim Rüden kannst du es an seinem Verhalten erkennen. Er hebt das Bein beim Pinkeln, interessiert sich mehr für Hündinnen und verhält sich unruhig gegenüber anderen Rüden.

Die Pubertät ist ein Teil der Adoleszenz. Dies bezeichnet die Entwicklung deines Welpen zum Junghund, auch Junghundphase genannt. Die Pubertät ist nur ein kleiner Teil dieser Phase. Während die Pubertät mit der Geschlechtsreife abgeschlossen ist, geht die Adoleszenz noch weiter.

Pubertät Hund – Ursache

In der Pubertät verändert sich der Organismus deines Hundes. Für deinen Hund kann dies Verwirrung auslösen. Es finden neuronale, als auch hormonelle Veränderungen statt.

Neuronale Veränderungen

Die Nervenzellen haben jetzt starke Wachstumsschübe. Die Verknüpfungen im Gehirn werden umgebaut. Wichtige Bindungen werden verstärkt und weniger benötigte zurückgebildet. Dies geschieht vor allem im präfrontalen Cortex. Die ist eine Hirnregion die kognitive Vorgänge, Denken und Lernen so umsetzt, dass passende Reaktionen erfolgen. Es kann zu impulsiven Handlungen deines Hundes kommen. Außerdem wächst der Mandelkern während der Pubertät. Dieser Hirnbereich ist für Emotionen wie Angst oder Aggression zuständig. Dein Hund wird sehr emotional.

Hormonschwankungen

Zudem verändert sich der Hormonhaushalt deines Hundes und die Empfänglichkeit seiner Rezeptoren. Für deinen Hund kann das bedeuten, dass er stressanfälliger und nervöser wird. Er reagiert stark auf Außenreize und auf bekannte Situationen. Dein Hund leidet an Stimmungsschwankungen.

Pubertät Hund – Anzeichen

Ob dein Hund in der Pubertät ist, erkennst du oft daran, dass er starke Stimmungsschwankungen hat und sich nervöser als sonst verhält. Wie stark sich das Verhalten ändert, hängt jedoch vom individuellen Hund ab. Eines haben alle Hunde jedoch gemeinsam: Die Bildung erwachsener Verhaltensweisen.

Revierverhalten

Dein Hund fängt an, häufig seine Umgebung zu markieren. Er markiert auch Stellen, an denen es nicht erlaubt ist. Ihn davon abzuhalten ist schwierig, da er nicht mehr auf dich hört. Es ist so, als hätte er alles vergessen, was du ihm beigebracht hast.

Jagdverhalten

Es kann vorkommen, dass dein Hund während der Pubertät sehr impulsiv handelt. Es kommt schneller zum Nachjagen von bewegenden Reizen, wie Katzen, Kaninchen oder Fahrrädern.

Sexualinstinkt

Dein Hund interessiert sich mehr für das Gegengeschlecht.

Umwelt erkunden

Dein Hund erkundet immer mehr seine Umgebung. Er ist neugieriger und selbständiger. Da sein Riechorgan sich weiterentwickelt, findet er Gerüche nun viel interessanter. Er kann mehr Gerüche als vorher aufnehmen. Während er seine Umwelt erkundet, entfernt er sich weiter von dir weg als sonst.

Pubertät Hund –  Wie du dich verhalten solltest

Dein Vierbeiner wird deine Geduld stark auf die Probe stellen. Hier solltest du konsequent bleiben, aber auch Nachsicht zeigen. Denk daran, dass die Phase nach einigen Monaten vorbei ist. Außerdem erlebt dein treuer Begleiter eine weitere Bindungsphase während der Pubertät. Du solltest dies nutzen, um die Beziehung mit deinem Hund zu verstärken. Denk daran, deinen Hund weiter liebevoll zu behandeln und ihm genug Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn du ihn zu grob behandelst, könnte er nach der Pubertät Verhaltensstörungen aufweisen und sich von dir abwenden. Hier ein paar Tipps, die du beachten solltest:

  • Meide unerwünschtes Verhalten.
  • Gib deinem Hund viel zu kauen: Dadurch kann dein Hund Stress besser verarbeiten und kaut nicht an deinen Möbeln oder Schuhen herum. 
  • Belohne erwünschtes Verhalten: So machst du das Lernen für deinen Hund frustfreier, was erneut seinen Stresspegel senkt.
  • Passe das Trainingstempo an: Falls nötig, geh ein paar Trainingsschritte zurück und wiederhole, was dein Hund bereits gelernt hat. Dadurch rufst du Gelerntes wieder zurück in Erinnerung und festigst es. 
  • Führe deinen Hund ruhig an neue, aber auch bekannte Situationen heran: So vermeidest du eine Reizüberflutung und Überforderung deines Hundes.
  • Unternimm viel mit deinem Hund: Suche Beschäftigungen, die dir und deinem Hund Spaß machen. Ihr könnt spazieren, apportieren oder auf Leckerlisuche gehen. Achte aber darauf, dass zu viel Beschäftigung deinen Hund stressen könnte. 
  • Achte auf ausreichend Schlaf- und Ruhephasen.
  • Macht Schnüffelspaziergänge: Unterstütze deinen Hund dabei seine Umwelt zu erkunden. Er kann so sein erweitertes Riechorgan gut nutzen. Spaziergänge sollten am besten in einer ruhigen Umgebung stattfinden. Gib deinem Liebling genug Zeit zum Schnüffeln, Erkunden und Beobachten.

Denk immer daran, dass dein Hund sich nicht absichtlich so verhält. Jetzt ist es besonders wichtig, verständnisvoll und unterstützend zu sein. Dadurch baust du eine noch engere Bindung zu deinem Hund auf und wirst später mit einem treuen Begleiter belohnt.

Pubertät Hund – Zweite Pubertät

Die erste Phase der Pubertät deines Hundes hast du hinter dir. Jetzt beginnt die zweite Phase. Auch hier ist es wichtig, dass du deinen Hund beim Erwachsenwerden unterstützt. Dein Hund kommt zwischen 18 und 24 Monaten in die zweite Pubertät. Dein Hund testet nochmal seine Grenzen aus, um seinen Platz in der Welt zu finden. Oft wird diese Phase auch Angstphase genannt, da der Hund zu dieser Zeit sehr sensibel ist. Es könnten neue Ängste und eine hohe Geräuschempfindlichkeit entstehen. Auch wenn dein Hund plötzlich aggressives Verhalten aufweist, solltest du ihm mit liebevollen Konsequenzen entgegenkommen. Zeig ihm seine Grenzen, aber hab auch Geduld. Denk daran, dass es sich um eine Phase handelt, die auch wieder vorbeigeht.

Ist dein Hund gerade in der Pubertät? Erzähle uns gerne hier davon in einem Kommentar.

Unsere Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zur Hundehaltung und deren Vor- und Nachteile. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Vorteile eines Hundes sind besonders, dass sich der Hundehalter viel bewegt, der Hund treu ist und aufheitert. Nachteile sind vor allem die Hundesteuer und die vielen Haare.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

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