One Health – Das Konzept kurz erklärt


Der One Health-Ansatz spiegelt die aktuelle Gesundheitslage auf der Welt wieder. Eine wachsende Bevölkerung, steigende Mobilität und Massentierhaltung erhöhen das Risiko für eine schnelle weltweite Ausbreitung von Krankheitserregern. Um das zu verhindern, sollen Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen, um Mensch, Tier und Umwelt zu schützen. Wir erklären dir, was genau dieses Konzept beinhaltet und wie es sich auf Hunde und Katzen übertragen lässt.

Frau joggt mit Hund am Strand

Definition von One Health

Der One Health-Ansatz erkennt die systemischen Zusammenhänge von Mensch, Tier und Umwelt und Gesundheit an. Für wirksame Interventionsmechanismen und eine effiziente Gesundheitspolitik soll das Konzept deshalb ganzheitlich und disziplinenübergreifend sein. Denn viele neu auftretende Krankheiten sind zurückzuführen auf einen vermehrten Kontakt zwischen Mensch und Tier, auf die Intensivierung der Lebensmittelproduktion sowie auf die Zunahme des internationalen Verkehrs. 

Akteure der verschiedenen Disziplinen (Humanmedizin, Veterinärmedizin, Umweltwissenschaften) sollen hier zusammenkommen, um zum Beispiel gegen Antibiotikaresistenzen gemeinsam zu kämpfen. Mehr als die Hälfte aller bekannten Erreger, die Erkrankungen beim Menschen hervorrufen, sind so genannte Zoonose-Erreger. Diese Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten können zwischen Mensch und Tier übertragen werden.

Komponenten von One Health

One Health erfordert also inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit, Datenaustausch, Investition in entsprechende Forschung und (Aus-)Bildung, verbesserte Governance und Unternehmensverantwortung. Integrative Komponenten sind:

  • Menschliche Gesundheit
  • Tierische Gesundheit
  • Umwelt
  • Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherheit
  • Landwirtschaft

One Health bei Hunden und Katzen

Es gibt viele Anwendungsfälle, wo Human- und Tiermedizin zusammenkommen. Wie viele Menschen auf der Welt, sind auch Tiere übergewichtig. Es gibt daher auch spezielle Adipositas-Sprechstunden für Hunde und Katzen. Dort werden Futterpläne erstellt und die Besitzer angeleitet, wie sie das Gewicht der betroffenen Tiere reduzieren können. Generell sind laut einer ungarischen Studie Hunde ein vielversprechendes Modell, um die menschliche Adipositas zu erforschen.

Viele Heilmethoden, die bei Menschen gängig sind, werden auch für Tiere eingesetzt. Hunde mit grauem Star bekommen eine künstliche Linse und solche mit Herzschwäche einen Schrittmacher. Krebskranke Katzen werden mit Chemotherapie behandelt.

Einige Krankheiten bei Mensch und Tier gehen Hand in Hand. Zum Beispiel trug zum Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014 bei, dass Menschen immer tiefer in Wälder vordringen und so mit tierischen Krankheitsüberträgern in Kontakt kommen. Deswegen ist es wichtig und sinnvoll, Maßnahmen zu betrachten, die Mensch und Tier helfen.

Zukunftspotenzial von One Health

Heutzutage gibt es immer noch Laborversuche mit Tieren, um für den Menschen entwickelte Medikamente zu testen oder Operationsmethoden zu erproben. Anstatt eine Maus krank zu machen, kann man ebenso gut einen sowieso kranken Hund therapieren und die Erfahrungen wissenschaftlich dokumentieren.

Zum Beispiel forschen Ärzte gemeinsam bereits zu Herzschwäche bei Mensch und Hund. Denn jeder zweite Dobermann leidet unter dieser Krankheit. Humanmediziner haben einen Autoantikörper entdeckt, der zur Herzmuskelschwäche führt, und zudem ein Mittel entwickelt, das diesen Antikörper unterdrückt. Als Tiermodell könnten also kranke Dobermänner dienen, um den Wirkstoff zu testen.

Auch in der Epilepsieforschung können Forscher neue Entdeckungen machen, wenn sie den Hund betrachten. Es gibt beim Menschen nämlich eine ähnliche Epilepsieform zu der von Hunden. Hier können Humanmediziner also auch von der Tiermedizin lernen.

Hier ist noch einmal kurz zusammengefasst das Konzept von One Health als Video.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik mit Illustrationen Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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