Mit Hund am See – So habt ihr beiden den größten Badespaß

Bei heißen Temperaturen im Sommer brauchen wir alle eine erfrischende Abkühlung. Genau das Gleiche gilt natürlich auch für deinen Hund. Das Wetter ist ideal, um diese Zeit mit deinem Hund am See zu verbringen. Hier erfährst du, was du dabei beachten solltest. 

Mit Hund am See

Mit Hund am See: Ausflug vorbereiten

Bevor du mit deinem Hund baden gehst, gibt es einiges zu beachten. Ob du deinen Hund mit zum See nehmen kannst, hängt ganz von seiner Erziehung ab. Eine gute Erziehung ist die Voraussetzung für einen stressfreien Badetag. Wenn dein Hund gut erzogen ist, sollte er auf aufs Wort gehorchen. Erst wenn er dies tut, solltest du ihn ohne Leine schwimmen gehen lassen.

Falls dein Hund eher unruhig und wild ist, solltest du einen ruhigen Badeplatz auswählen. Wenn dein Hund zu unruhig ist, um auf dich zu hören, solltest du ihn nicht von der Leine nehmen. Darüber hinaus wäre es gut, wenn du ihn zuerst an das Wasser gewöhnst, bevor du einen See mit vielen Menschen besuchst. Außerdem wäre es nicht optimal, wenn du deinen Liebling kurz vor dem Baden scheren würdest. Ohne den Schutzmantel kühlt er schneller aus, besonders wenn er sich länger im Wasser aufhält. Abgesehen davon gibt es einige Dinge, die du für einen Ausflug oder einen Urlaub am See mitbringen solltest.

Packliste für die Badetasche deines Hundes

  • Wassernapf
  • Mehrere Liter frisches Wasser
  • Saugfähiges Handtuch
  • Liegedecke
  • Zecken- und Mückenschutz
  • Zeckenzange
  • Kotbeutel
  • Erste-Hilfe-Set
  • Spielsachen, z.B. kleiner Ball, Frisbee 
  • Bei längeren Ausflügen ein paar Leckerlis und etwas Trockenfutter

Mit Hund am See: Was muss ich beim Baden beachten?

An heißen Sommertagen können es die meisten Menschen kaum erwarten, eine angenehme Abkühlung im Wasser zu bekommen. Wenn man es jedoch zu eilig hat, kann es zu Kreislaufproblemen kommen. Das kann dir oder deinem Hund passieren. Achte deshalb darauf, dass sich dein Vierbeiner langsam dem Wasser nähert. Auf diese Weise kannst du einen Temperaturschock vermeiden.

Wenn dein Vierbeiner noch ein Welpe ist oder noch nie in einem See, im Meer oder einem Fluss gebadet hat, solltest du ihn zuerst an das kühle Nasse gewöhnen. Hunde sind geborene Schwimmer, aber natürlich müssen auch sie sich erst an das Wasser gewöhnen. An flachen Stellen kannst du mit deinem Liebling vorsichtig ins Wasser einsteigen. Am besten bringst du das Lieblingsspielzeug deines Hundes mit, damit er eine positive Erinnerung an das Erlebnis hat. 

Ebenso sollte die Regel, nicht mit vollem Magen schwimmen zu gehen, bei deiner Wasserratte nicht vergessen werden. Nach dem Essen konzentriert sich der Körper deines Vierbeiners ganz auf die Verdauung. Der unvorsichtige Sprung ins Wasser kann dann schnell zu Schwächeanfällen, Übelkeit oder sogar Ohnmacht führen. Denk auch daran, dass Aktivitäten im Wasser mehr Energie verbrauchen als an Land. Deshalb solltest du immer vorsichtig sein, wenn dein Liebling ein sehr aktiver Hund ist. Behalte ihn immer im Auge.

Allerdings musst du nicht nur im Wasser auf deinen Liebling achten, sondern auch außerhalb. Leider kommt es immer wieder vor, dass es am Strand, am Ufer oder auf der Wiese Scherben gibt. Hier musst du sehr vorsichtig sein und die Augen immer offen halten. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du nach dem Bad seine Pfoten kontrollieren.

Mit Hund am See: Wann sollte mein Hund nicht Baden?

Solange dein Hund gesund ist, kann er natürlich immer baden gehen. Es gibt jedoch einige wenige Situationen, in denen dein Vierbeiner vorsichtiger sein oder das Baden ganz lassen sollte.

  • Infektion mit Fieber, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Hauterkrankungen
  • Anfälligkeit für Epilepsie (Du solltest mit ihm ins Wasser)
  • Trächtige Hündin (Kann nach der Tragezeit wieder schwimmen)

Lass deinen Hund bei diesen Fällen am besten an der Leine. Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats, wie z.B. Arthrose, wird oft eine Wassertherapie empfohlen. Hier musst du aber auch vorsichtig mit deinem Hund sein.

Mit Hund am See: Sonnenschutz für deinen Hund

Solange es möglich ist, kühlt sich dein Hund durch das Hecheln ab. An heißen Sommertagen reicht dies jedoch nicht aus, und dein Hund könnte daher an einem Hitzschlag leiden, wenn du nicht genug auf ihn achtest. Folgendes solltest du beachten: 

  • Sorge dafür, dass es ein schattiges Plätzchen für deinen Hund gibt. Wenn es rund um den See keine Bäume oder andere Möglichkeiten gibt, solltest du einen Sonnenschirm für ihn aufstellen.
  • Lass deinen Liebling nicht direkt ins kalte Wasser springen. Das belastet den Kreislauf stark. Achte deshalb darauf, dass sich dein Vierbeiner langsam dem Wasser nähert. Auf diese Weise kannst du einen Temperaturschock vermeiden.
  • Achte darauf, dass dein Hund stets genug Wasser zum Trinken hat und nicht das Seewasser trinkt. 
  • Sogar Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Um dies zu verhindern, gibt es unparfümierte Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor. So kann die helle Hundenase geschützt werden. 

Beachtest du dies nicht, könnte dein Liebling einen Hitzschlag bekommen. Erste Anzeichen einer Überhitzung bei deinem Hund sind:

  • Starkes, anhaltendes Hecheln.
  • Unruhe und Nervosität.
  • Langgestreckter Hals, weit heraushängende Zunge.
  • Dein Hund sucht nervös nach einem kühlen Platz.

Wenn du nicht handelst, kommt es zu einem Hitzschlag. Der Hitzschlag zeigt sich durch:

  • Schnelle und flache Atmung
  • Herzrasen
  • Starke Rötung der Schleimhäute und der Zunge
  • Dein Hund wird apathisch
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Körpertemperatur steigt auf über 40°C
  • Herzrhythmusstörungen
  • Eventuell Erbrechen oder blutiger Durchfall

Mit Hund am See: Hundefreundliche Seen in Deutschland

Seen liegen oft in der Nähe und sind mit einer kurzen Autofahrt zu erreichen. Die kurze Fahrt ist deutlich stressfreier, als eine lange Fahrt zum nächsten Strand. Allerdings sind nicht alle Seen hundefreundlich oder akzeptieren gar keine Hunde. Am besten informierst du dich vorher, ob Hunde an dem See erlaubt sind. Die Wasserqualität ist ebenfalls wichtig. In Deutschland gibt es einige Seen, die hundefreundlich sind. Darunter zählen unter anderem folgende:

Hundestrände in Baden-Württemberg

  • Gifiz See im Schwarzwald: Das Baden ist hier nur begrenzt erlaubt. 
  • Bodensee: Es gibt 11 ausgewiesene Hundestrände rund um den Bodensee. Hier hat dein Liebling viel Platz, um sich auszutoben oder am Ufer zu entspannen. 

Hundestrände in Bayern

  • Altmühlsee: Es gibt einen Hundespielplatz.
  • Chiemsee.
  • Forggensee.
  • Funtensee.
  • Untreusee: Hier gibt es einen offiziellen Hundestrand. Auf den Spaziergängen rund um das Seeufer besteht aber Leinenpflicht.
  • Tegernsee.

Hundestrände in Berlin

  • Grunewaldsee: Das Naturschutzgebiet der Grunewaldseenkette ist das beliebteste Auslaufrevier Berlins.
  • Schlachtensee (nur am Südufer).

Hundestrände in Brandenburg

  • Bernsteinsee.
  • Bötzsee.
  • Flakensee.
  • Schervenzsee.
  • Rangsdorfer See.

Hundestrände in Bremen

  • Grambker See.
  • Hemelinger See.

Hundestrände in Hamburg

  • Hohendeicher See: Es gibt hier einen Badestrand und eine Hundebadestelle.

Hundestrände in Hessen

  • Baggerloch Bebra-Breitenbach.
  • Edersee.
  • Diemelsee.
  • Michelskopfsee.
  • Twistesee.

Hundestrände in Mecklenburg-Vorpommern

  • Müritz bei Waren: Am Klink Müritz Hotel gibt es einen separaten Hundestrand und ein großes Wassersportangebot für dich. 
  • Tollensesee: Der Hundestrand befindet sich zwischen Neubrandenburg im Norden und dem See Lieps im Süden. 

Hundestrände in Nordrhein-Westfalen

  • Auesee in Wesel.
  • Hennetalsperre.
  • Glörtalsperre bei Breckerfeld: Hier kann sich dein Hund gut austoben. Es gibt keinen Leinenpflicht. 
  • Kemnader See bei Bochum und Witten: Auch hier darf dein Vierbeiner ohne Leine toben und baden.
  • Sechs-Seen-Platte bei Duisburg: Die 6 Seen befinden sich in einem Waldgebiet, in dem du auch lange Wanderungen machen kannst. Es gibt im gesamten Gebiet keine Leinenpflicht.
  • Höhenfelder See bei Köln.
  • Eyller See bei Kerken.

Hundestrände in Niedersachsen

  • Eixer See.
  • Oldenstädter See.

Hundestrände in Rheinland-Pfalz

  • Kollersee.
  • Ohmbachsee.

Hundestrände im Saarland

  • Bostalsee.
  • Glashütter Weiher.

Hundestrände in Sachsen

  • Cospudener See bei Leipzig: Der ausgewiesene Hundestrand befindet sich am westlichen Nordstrand.
  • Schladitzer See nördlich von Leipzig: Am Hundestrand darf dein Vierbeiner ohne Leine ins Wasser.
  • Dippelsdorfer Teich bei Dresden: Dein Hund muss hier an der Leine bleiben, darf aber ins Wasser.
  • Talsperre Pöhl: Dort gibt es 9 offizielle Hundestrände. 

Hundestrände in Sachsen-Anhalt

  • Niegripper See.

Hundestrände in Schleswig-Holstein

  • Großer Plöner See.
  • Nücheler See.
  • Ratzeburger See: Es gibt Hundebadestellen an der Schlosswiese und am südwestlichen Zipfel.

Hundestrände in Thüringen

  • Rösteich.

Mit Hund am See: Die wichtigsten Baderegeln

Du solltest dich immer vorher informieren, ob Hunde am See erlaubt sind und ob Leinenpflicht besteht. Sobald du am passenden See angekommen bist, steht dem Spaß nichts mehr im Wege. Dennoch gibt es allgemeine Regeln, die du beachten solltest, damit es auch für deine Mitmenschen ein freudiger Ausflug wird. 

Wie immer musst du darauf achten, wo dein Liebling seine kleinen Häufchen setzt, und sie natürlich auch wieder beseitigen. Da nicht alle Seen Kotbeutel haben, solltest du immer eigene dabei haben. Keiner der anderen Badegäste sieht oder riecht gerne ein Häufchen. Im schlimmsten Fall könnte sogar jemand hineintreten. 

Zudem liebt es jeder Hund, sich nach dem Badespaß kräftig auszuschütteln. Dein Liebling achtet nicht darauf, wo er dies tut. Hier kommt es bei Hunden oft vor, dass sie dies direkt in der Mitte einer Menschenmenge tun. Die betroffenen Badegäste sind dann meist nicht glücklich über diese unfreiwillige Dusche. Damit dies gar nicht erst passiert, solltest du Abstand zu anderen Menschenmengen halten, denn dein Vierbeiner schüttelt sich meistens in deiner Nähe aus. 

Hinzu kommt, dass dein Vierbeiner beim Herumtoben oft sehr viel Fell verliert. Dies schwimmt dann im Wasser herum. Du kannst die schwimmenden Fellknäuel im Wasser vermeiden, indem du deinen Vierbeiner öfter am Tag kämmst. Dies kannst du gut mit einer entspannten Pause für deinen Hund verbinden. Wenn du dich an die wenigen Baderegeln hältst, steht einem wunderbaren Sommererlebnis nichts mehr im Wege. Dein Hund wird sich sehr über diesen Ausflug freuen, was natürlich auch eure Bindung stärkt.

Hast du diesen Sommer schon einen Ausflug mit deinem Hund zum See gemacht? Erzähle uns gerne hier in einem Kommentar davon.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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