Kommt die Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren?


Haustiere, die positiv auf Corona getestet wurden, sollen ab Juli meldepflichtig werden. Eine generelle Verpflichtung, Tiere testen zu lassen, ist jedoch nicht geplant. Sinn und Zweck ist es der Forschung zu helfen.

Jugendlicher mit Atemschutzmaske streichelt eine Katze

Ab Juli soll eine Meldepflicht für Haustiere gelten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Das soll für alle vom Menschen gehaltenen Tiere gelten, auch für Zootiere. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat solch eine Verordnung auf den Weg gebracht, die am 3. Juli im Bundesrat verabschiedet werden soll. Ziel ist es durch die neuen Erkenntnisse mehr über das Virus und seine Mutation in Erfahrung bringen zu können. Denn auch Tiere können sich mit dem Sars-CoV-2-Virus anstecken. Auch wenn das nur selten der Fall ist.

Anfälligkeit verschiedener Tierarten

Bisher gilt nach wie vor die Annahme, dass das Risiko einer Infektion eines Haustiers mit SARS-CoV-2 sehr gering sei. Das zeigen die wenigen bekannten Fälle. Trotzdem ist eine Ansteckung unseres Lieblings theoretisch möglich. Katzen und Frettchen sind empfänglich für den Erreger, bei Hunden ist das Risiko einer Infektion dagegen sehr gering. Auch Schweine und Hühner stecken sich nach bisherigem Kenntnisstand ebenfalls nicht an. Tests mit Rindern stehen noch aus. Es gibt bisher keinerlei Hinweise, dass eine Ansteckungsgefahr von einer Tierart auf den Menschen ausgeht. Die Pandemie werde getrieben durch die Übertragung von Mensch zu Mensch, so Thomas Mettenleiter, Leiter des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit.

Auf zum Tierarzt?

Wenn die Meldepflicht Anfang Juli in Kraft tritt, heißt das jedoch nicht, dass Hunde- oder Katzenbesitzer mit ihren Lieblingen gleich zum Tierarzt gehen und sie testen lassen müssen. Das sei nicht sinnvoll und setzt die Tiere zusätzlichem Stress aus. Tests seien nur ratsam, wenn etwa die Katze in einem Haushalt lebt, in welchem es bereits eine Corona-Infektion gibt. Wenn zudem das Tier Symptome für eine Infektion zeigt, wie etwa Atemnot, Schnarchen oder Niesen kann das auf eine Erkrankung hinweisen. Für Katzenbesitzer sei das nicht von einem normalen Katzenschnupfen zu unterscheiden. Ein Test beim Tierarzt sei dann ratsam. Der Tierarzt muss, wenn der Test positiv ausgefallen ist, das der Veterinärbehörde bzw. dem Gesundheitsamt vor Ort melden. Wer sein Haustier freiwillig testen lassen will, muss das selbst bezahlen – die Kosten dafür liegen im unteren zweistelligen Bereich.

Wie sieht eine Meldung aus?

Eine Meldung vom Tierarzt an die zuständige Behörde umfasst:

  • Das Datum der Feststellung.
  • Die betroffene Tierart.
  • Den betroffenen Bestand.
  • Den betroffenen Kreis oder die kreisfreie Stadt.

Was passiert mit meinem erkranktem Haustier?

An dem Coronavirus erkrankte Haustiere sollen dann künftig in Quarantäne gehalten werden. Geeignet ist ein spezieller Käfig oder in einem geschlossenen Zimmer, damit man Abstand zu ihnen halten kann. Die Quarantänezeit liege ähnlich wie beim Menschen bei etwa 2 Wochen. Intensivbetten für die Vierbeiner sind nicht geplant, denn natürlich infizierte Tiere seien nach bisherigen Erkenntnissen noch nicht an der Erkrankung gestorben.

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