Kokosöl für Katzen: Das Wundermittel

Kokosöl ist ein wahrer Allrounder, nicht nur für Menschen, sondern auch für Katzen. Es kann unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel dienen und Parasiten vorbeugen. Wir erklären dir, was es genau ist, wogegen du es einsetzen kannst und was du beachten musst.

Weiße Katze schleckt Kokosöl

Kokosöl ist ein Naturprodukt

Kokosöl ist ein sehr wertvolles Naturprodukt, das von der bis zu 30 Meter hohen Kokospalme stammt. Diese wächst vorwiegend in tropischen Küstenregionen und ist seit mindestens dreitausend Jahren eine geschätzte Kulturpflanze. Kokosnuss ist eigentlich keine Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht. Das weiße Fruchtfleisch ist die Substanz des Samens, aus dem Kopra, Kokosfleisch und Kokosöl gewonnen werden.

Kokosöl besteht zu mehr als 50 % aus Laurinsäure, eine gesättigte Fettsäure, die kaum wasserlöslich ist und eine Schmelztemperatur von 44 °C hat. Deswegen wird Kokosöl auch gerne zum Kochen verwendet, da man problemlos damit braten kann. Auch als Schutzschicht auf Haut und Haar bleibt es bei warmen Temperaturen recht stabil. Daher ist Kokosöl nicht nur ein wichtiges Speiseöl, sondern findet auch Verwendung in der Chemie- und Kosmetikindustrie.

Kokosöl wird einfach wie ein Körperöl aufgetragen. Bei Zimmertemperatur ist es fest, verflüssigt sich jedoch sofort, wenn du es auf deiner Handfläche verteilst. Es fühlt sich weich an, desinfiziert sanft, pflegt und schützt die Haut. Es eignet sich daher das ganze Jahr als hochwertiges Pflegeprodukt für dich und deine Katze.

Kokosöl hilft deiner Katze in vielen Bereichen

Nicht nur wir Menschen können Kokosöl auf vielen Gebieten einsetzen, sondern auch Katzen vertragen es sehr gut. Hier ist ein Überblick über die Wirkung von Kokosöl bei Katzen:

  • Antivirale und antibakterielle Wirkung: Prophylaxewirkung gegen Wurmbefall
  • Antimykotisch: Wirksamkeit gegen Pilze
  • Stärkung der Darmflora: Unterstützung der Balance der Bakterien im Katzendarm und Sanierung von Gewebestörungen
  • Stärkung der Gelenke durch Fettsäuren
  • Nahrungsergänzung: Lieferant wertvoller Mineralien, Spurenelemente und Vitamine
  • Proteine: Hoher Anteil an essenziellen Aminosäuren
  • Spendet Feuchtigkeit

Kokosöl wirkt gegen Zecken bei Katzen

Zecken hassen Laurinsäure. Daher kannst du natives Kokosöl effektiv dagegen einsetzen. Die im Kokosöl enthaltenen Fettsäuren zerstören außerdem die Panzer von Milben und Flöhen in wenigen Minuten. Die Parasiten verenden sofort beim Kontakt und können dann ganz einfach ausgekämmt werden.

Verteile dazu ein wenig Kokosöl auf die besonders durch Zecken gefährdeten Stellen wie Beine, Bauch, Beininnenseite, Kopf, Hals, Nacken und Ohren. Nach dem Auftragen wirkt das Fell erst einmal fettig, das gibt sich jedoch wieder nach einigen Stunden. Wiederhole die Anwendung einmal täglich mehrere Tage hintereinander für 2 bis 3 Wochen. Danach kannst du die Anwendung reduzieren auf zweimal pro Woche bis hin zu einmal alle 4 bis 6 Wochen.

Kokosöl wirkt gegen Ohrmilben bei Katzen

Bei Ohrmilben hilft flüssiges Kokosöl auf einem Stofftuch. Damit kannst du die Ohren deiner Katze sanft auswischen. Wichtig ist, das Ganze mehrfach zu tun. Bei der ersten Anwendung verenden die Milben und müssen in einem zweiten Durchgang per Hand ausgewischt werden. Beachte, dass es auf jeden Fall ein Stofftuch sein muss, denn bei einem Papiertaschentuch können leicht Rückstände im Gehörgang verbleiben.

Du kannst auch Kokosöl zur Vorbeugung gegen Ungeziefer verwenden. Insekten verabscheuen nämlich den Geruch der Fettsäuren, er wirkt auf sie äußerst unangenehm. Das heißt, die Parasiten bleiben ab jetzt von deiner Katze fern.

Kokosöl unterstützt die Wundheilung deiner Katze

Kokosöl kann sogar kleine Wunden deiner Katze besser heilen. Wichtig ist nur hierbei, dass die Wunden trocken und sauber sind, bevor du eine kleine Menge Kokosöl drauf gibst. Das Öl wirkt am besten, wenn die verletzte Stelle zwei- bis dreimal am Tag damit versorgt wird. Sogar ältere Operationsnarben können mit Kokosöl sehr gut nachversorgt werden.

Kokosöl sorgt für glänzendes Katzenfell

Nicht nur wir Menschen haben die kosmetische Wirkung von Kokosöl entdeckt, sondern auch Katzen profitieren davon. Natives Kokosöl macht den Pelz von Langhaarkatzen seidig-weich. Dadurch ist es deutlich besser kämmbarer. Du kannst diese Behandlung zwei- bis dreimal in der Woche durchführen, um die volle Wirkung des Kokosöls zu entfalten. Außerdem kannst du auch zusätzlich eine kleine Menge unter das Futter mischen. Weiterhin hilft Kokosöl auch gegen Hautausschlag und Schuppen deiner Katze.

Kokosöl unterstützt die Pfotenpflege im Winter

Besonders Freigänger neigen im Winter zu trockener Haut. Es gibt dafür verschiedene Pflegeprodukte, mit denen du die Pfötchen einreiben kannst. Auch Kokosöl hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung. Reibst du die Pfötchen deiner Mieze sanft mit ein wenig Kokosöl ein, so wirkt das sofort entspannend auf die gestresste Pfotenhaut.

Achte vor der Anwendung darauf, die Pfoten vorsichtig mit einem weichen Schwamm und lauwarmen Wasser zu reinigen. Auf diese Weise kann das Öl am besten seine heilende Wirkung entfalten. Damit sind die Katzenpfoten sehr gut durch Umwelteinflüsse im Winter geschützt.

Kokosöl stärkt die Gelenke deiner Katze

Wenn deine Katze sogar an einer rheumatischen Erkrankung wie Arthrose leidet, kann Kokosöl helfen. Die darin enthaltenen Fettsäuren töten nämlich Mikroorganismen, welche häufig der Auslöser für rheumatische Erkrankungen sind. Hier empfiehlt sich eine Kur, die du mehrere Wochen durchführst. Mische einfach eine erbsengroße Menge unter das Futter. Das ist ausreichend.

Kokosöl ist ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel

Kokosöl ist nicht nur lecker, sondern liefert viele wertvolle Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Vor allem sind die Vitamine E und K in Kokosöl enthalten, darüber hinaus Eisen, Kalium, Zink, Magnesium und Phosphor. Da Katzen auch viel Eiweiß benötigen, ist das Öl eine wichtige Quelle für hochwertige Aminosäuren. Als Dosierungsempfehlung eignet sich eine Teespitze täglich.

Mancher Stubentiger mag auch Kokosraspeln im Futter oder das Öl pur zum Schlecken. Probiere einfach am besten aus, was deine Mieze mag. Insbesondere ältere Katzen profitieren von einer nachhaltigen Immunabwehr durch natives Kokosöl. Generell musst du schauen, ob deine Katze das Kokosöl verträgt und es auch gerne zu sich nimmt.

Wie du deine Katze mit Kokosöl einreibst

Du musst bei erster Verwendung zunächst testen, ob deine Katze den Geruch von Kokosöl als angenehm empfindet. Bei der äußeren Anwendung reibst du eine kleine Menge sanft ins Fell ein. Achte hierbei darauf, ob deine Katze sich nun übermäßig putzt oder nicht. Lass sie erstmal das Öl beschnuppern und wenn sie es mag, kannst du sie nach und nach damit einreiben.

Achte beim Kauf von Kokosöl generell auf ein zertifiziertes Bio-Siegel, besonders dann, wenn es als Nahrungsmittel verwendet wird. Das verschafft dir Sicherheit, dass in dem Öl keine Rückstände von Pestiziden enthalten sind. Lagere das Kokosöl dunkel und bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank.

Hast du schon mal Kokosöl für deine Katze ausprobiert? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Katzenleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, erhältst du direkt das Dokument zum Download.