Können Katzen schwimmen?

Der Sommer ist in seiner vollen Kraft da. Gerade jetzt im August erreichen wir Temperaturen von über 30 Grad. Da lässt es sich oft nur im kühlen Nass gut aushalten. Zumindest sehen wir Menschen das meist so. Doch unser Stubentiger nicht oder? Katzen mögen schließlich kein Wasser oder etwa doch?

Getigerte Katze auf Poolleiter

Sind Katzen wasserscheu?

Dass Katzen nicht unbedingt Wasserratten sind, zeigen uns unsere Erfahrungen. Von Katzen, die freiwillig in gefüllte Badewannen springen oder Runden im Pool ziehen, hört man nur äußerst selten. Und das aus gutem Grund. Katzen scheuen große Wassermengen für gewöhnlich. Ganz anders als ihre Verwandten, die Großkatzen, die sich gerne mal in Gewässern abkühlen. Nichtsdestotrotz können auch unsere Hauskatzen schwimmen. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich dabei um ein ausgewachsenes und gesundes Tier handelt. Katzen schwimmen und das auch recht gut. Sich an der Oberfläche zu halten und das nächstmögliche Ufer zu erreichen ist gesunden Samtpfoten durchaus möglich. Doch gerne machen das nur die wenigsten. Das merkt man schon daran, dass sie nach einem meist unfreiwilligen Bad nahezu panisch das trockene Ufer suchen. Doch warum ist das so?

Gründe für wasserscheue Katzen

Es gibt verschiedene Theorien, warum die meisten Katzen schwimmen können, aber dennoch wasserscheu sind. Zweifelsfrei geklärt ist die Abneigung von Katzen gegen das Schwimmen aber noch nicht. Einige Gründe lauten:

  • Das Fell der Mieze saugt sich beim Schwimmen mit Wasser voll und wird dadurch deutlich schwerer. Für die sonst so grazile Katze fühlt sich das unangenehm an, da es sie in ihrer Bewegung hemmt und langsamer macht.
  • Durch ein Abstecher ins Wasser wird die Katze bis auf die Haut nass, und es dauert eine Weile, bis ihr Fell wieder getrocknet ist. Ihre geringe Körpermasse begünstigt zudem, dass es leicht zu einer Unterkühlung kommen kann. Daher vermeiden es Stubentiger von vornherein, wirklich nass zu werden und schwimmen zu müssen.
  • Durch die Wassermassen verliert eine Samtpfote zudem vorübergehend ihren Eigengeruch und muss diesen durch die Drüsen an ihrem Kopf und häufiges Putzen erst aufwändig wieder aufbauen. Ohne ihren persönlichen Geruch fühlt sie sich nicht wohl.
  • Abstammen tun unsere domestizierten Fellnasen von Wüstentieren. Für ihre Vorfahren war Schwimmen also nie wirklich nötig. Für die meisten Hauskatzen fühlt sich das Schwimmen deshalb auch nicht natürlich oder angenehm an.
  • Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch „Schuld“ an der Ablehnung der meisten Katzen gegenüber Wasser hat. Durch die zunehmende Domestizierung und den Schutz und das Abschirmen vor Regen haben die Stubentiger es nicht mehr nötig mit größeren Wassermengen klar zu kommen.

Wasser als Gefahr

Auch wenn Katzen theoretisch schwimmen können und teils auch gute Schwimmer sind, können Gewässer, dessen Rand hoch, rutschig oder glatt ist, große Gefahr für die Mieze darstellen. In Badewannen oder Swimmingpools etwa besteht das Risiko, dass es die Katze durch die genannten Bedingungen nicht schafft, aus dem Wasser zu gelangen. Irgendwann lässt bei jeder die Kraft nach und die Samtpfote kann ertrinken. Gefahrenstellen wie Pools sollten daher von dir abgesichert werden. Ein Brett als Ausstiegshilfe für deine Katze kann schon genügen. Auch das Spielen der Mieze in der Nähe von einer gefüllten Badewanne, einer offenen Regentonne oder einem Pool sollte von dir, wenn möglich, beaufsichtigt werden.

Katzenrassen, die gerne im Wasser sind

Auch unter unseren Hauskatzen gibt es Fans der Schwimmkultur. So sagt man besonders der Türkisch Van eine Liebe zum Wasser nach. Diese alte Katzenrasse stammt vom Vansee in der östlichen Türkei. Doch es gibt auch noch andere Katzen, die gerne schwimmen. Auch den Bengalenkatzen wird eine Sympathie zum Wasser nicht abgesprochen. Meist handelt es sich jedoch auch bei den Wasserfreunden nicht um ausgiebiges Schwimmen, als vielmehr um Plantschen mit den Pfoten im Wasser.

Tröpfelnder Wasserhahn

Wer bei heißen Temperaturen für Abkühlung seiner Katze sorgen will, sollte also davon absehen, seine Mieze zum Schwimmen zu zwingen. Die wenigsten Katzen können jedoch bei einem tröpfelnden Wasserhahn „Nein“ sagen. Der oder ein Wasserbrunnen lassen Katzenherzen für gewöhnlich höher schlagen.

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