Katzenstreu – Welche soll ich nehmen?


2019 haben die Deutschen 284 Millionen Euro für die Katzenstreu im stationären Handel ausgegeben. Für das Nassfutter waren es 1,052 Milliarden Euro, für das Trockenfutter 299 Millionen Euro und für Snacks / Katzenmilch 245 Millionen Euro. Zudem wurden für 208 Millionen Euro Katzen-Bedarfsartikel und Zubehör gekauft.

Rote Katze wäscht sich

Katzenstreu – Für wen?

Anders als mit einem Hund, muss man mit einem Stubentiger nicht bei Wind und Wetter Gassi gehen, denn für die selbstständigen Fellnasen gibt es Katzenklos. Katzentoiletten betreffen dabei nicht nur Wohnungskatzen, auch Freigänger verrichten darin bei Bedarf gerne ihr Geschäft. Einer der Vorteile hierbei ist auch, dass du etwaige Veränderungen am Kot oder Urin sowie Durchfall oder Verstopfung deines pelzigen Freundes schneller bemerkst. Ein gutes Einstreu für die Katzentoilette bindet die Hinterlassenschaften deiner tierischen Mitbewohner zuverlässig, neutralisiert Gerüche und lässt sich einfach entfernen und entsorgen.

Katzenstreu – Arten

Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Anbieter von Katzenstreu. Das ist ganz klar, denn laut einem Bericht des Deutschen Heimtiermarktes bezahlt der Deutsche ca. 284 Millionen Euro jährlich fürs passende Streu.

Mineralisches Katzenstreu

Hierbei sind nicht-klumpende und klumpende Arten zu unterscheiden.

Nicht-klumpendes mineralisches Katzenstreu

Das nicht-klumpende Streu kann als Vorreiter der Katzenstreuarten betrachtet werden. Denn solches Streu ersetzte 1947 erstmalig die bis dahin häufig verwendete Sandfüllung. Mineralische Katzenstreu besteht aus Tonmineralien. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie Flüssigkeit gut aufsaugt. Der Urin verbleibt aber mit den Streukügelchen in der Katzentoilette. Das heißt nur der Kot der Katze muss später noch entnommen werden. Ein häufiges Wechseln ist dabei anzuraten. Ein weiteres Problem der mineralischen Katzenstreu ist, dass Staub aufgewirbelt wird, wenn die Katze darin scharrt. Der Staub kann bei empfindlichen Katzen sogar zu Atemproblemen führen. Beim Kauf sollte man in diesem Fall darauf achten, ein staubarmes Produkt zu wählen.

Klumpendes mineralisches Katzenstreu

Der Klassiker – die Klumpstreu – besteht ebenfalls aus mineralischer Katzenstreu. Verwendet wird Bentonit, das dafür sorgt, dass die Streu bei Kontakt mit Flüssigkeiten verklumpt. So speichert sie den Urin der Katze und kann mit der Schaufel aus der Katzentoilette entnommen werden. Die Katzentoilette riecht weniger, weil die verunreinigten Kügelchen gezielt entfernt werden können. Bei der Klumpstreu gibt es verschiedene Texturen mit z.B. unterschiedlichen Stärken oder mit dem Zusatz von Aktivkohle oder Duftstoffen. Die Streu kann länger verwendet werden, bis ein kompletter Wechsel notwendig ist. Auch hier kann allerdings Staub aufgewirbelt werden, was zu Atemproblemen führen kann. Beim Kauf sollte man also auch hier darauf achten, ein staubarmes Produkt zu wählen.

Silikatstreu

Die Basis ist Kieselgel (Silica-Gel). Silica-Gel kennt der Eine oder Andere vielleicht vom Versand von Elektrogeräten oder Ähnlichem. Dieses wird oft beigelegt, um die Ware vor Feuchtigkeit zu schützen. Denn Silica-Gel zieht Feuchtigkeit an. Deswegen nehmen auch die Silikatstreukügelchen Flüssigkeit gut auf. Die Besonderheit dabei: geruchsintensive Stoffe werden absorbiert, die Flüssigkeit verdunstet aber wieder. So bleibt die Katzentoilette trocken und riecht nicht, obwohl der Urin nicht entnommen werden kann, sondern in der Katzentoilette verbleibt. Silikatstreu ist im Vergleich zu mineralischer Katzenstreu staubarm. Allerdings ist die Konsistenz für viele Katzen gewöhnungsbedürftig. Die Kügelchen sind recht hart und beim Scharren rascheln sie ungewohnt. Da Katzen in der Natur Untergründe wie Sand oder Erde zur Verrichtung ihrer Geschäfte bevorzugen, kommt die Silikatstreu den natürlichen Vorlieben nur bedingt entgegen, sodass die Akzeptanz nicht bei allen Katzen vorhanden ist.

Pflanzenstreu

Streu aus Pflanzenfasern ist die umweltfreundlichste Katzenstreu-Variante, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Verwendet werden natürliche Materialien, wie zum Beispiel Pflanzenfasern, Holz oder Maiskörner. Die Pflanzenstreu ist biologisch abbaubar und als einzige Streu kompostierbar. Viele Sorten können auch einfach über die Toilette entsorgt werden, da sie sich wie Toilettenpapier im Wasser auflösen und im Klärwerk keine Probleme bereiten. Pflanzliche Katzenstreu ist in klumpender oder in nicht-klumpender Form erhältlich.

Katzenstreu – Test

Viele verschiedene Arten von Katzenstreu – da fällt die Wahl oft schwer. Ein Vergleichstest ist für viele der erste Anhaltspunkt bei der Kaufentscheidung. Die Stiftung Warentest hat im Januar 2020 17 verschiedene Klumpstreuen getestet. Dabei wurde die Streu nicht nur von Testern der Stiftung Warentest im Labor geprüft, sondern auch von 18 Katzen und ihren Besitzern in den eigenen vier Wänden getestet. Die Kriterien waren:

  • Funktion:
    • Bindung der Ausscheidungen
    • Ergiebigkeit
    • Klumpenbildung
    • Geruchsbindung
  • Handhabung:
    • Transportieren der Verpackung
    • Öffnen und Dosieren/Verschließen und Verstauen/Entleeren der Verpackung
    • Staubentwicklung
    • Entfernen der Ausscheidungen/Streuwechsel und Reinigung der Toilette
    • Haftung am Fell und Verstreuen
  • Deklaration:
    • Lesbarkeit/Angaben der Verpackung

Insgesamt schnitten 10 Produkte in dem Test mit der Note „gut“ ab und 7 mit der Note „befriedigend“.

Katzenstreu – Die Entscheidung

Als Katzenhalter kannst du Vorlieben für eine bestimmte Streu haben – vielleicht riecht sie angenehm oder passt farblich zum Bad. Am Ende ist es jedoch die Katze selbst, die entscheidet, ob sie die Streu annimmt und sich damit wohlfühlt oder nicht. Vielleicht finden du und deine Samtpfote hier etwas: Hier gibt es Katzenstreu

Welches Streu bevorzugt deine Katze? Erzähl uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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