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Katzenminze – Warum sind Katzen so wild darauf?


Minze löst bei Katzen nicht nur ein berauschendes Gefühl aus, sondern schützt auch vor Mückenstichen. Was in der beliebten Katzenminze alles enthalten ist, erfährst du hier.

Kitten spielt

Katzenminze: Zustände voller Euphorie

Riechen unsere Stubentiger den Duft von Katzenminze, fangen sie meist an, sich daran zu reiben oder sich darauf zu wälzen. Mittlerweile gibt es die Pflanze schon für kleines Geld in Kissen oder in Spielzeugen. Auch lässt sich die Pflanze einfach in den Garten pflanzen. Viele Katze sind dann völlig im Rausch. Grund für den drogenähnlichen Effekt der Katzenminze auf unsere Samtpfoten ist der Duftstoff Nepetalacton. Viele Pflanzen bilden diesen Stoff, um sich gegen Fressfeinde zu wehren und vor Krankheitserregern zu schützen, darunter auch sehr viele Arten aus der Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Vielen bekannten Kräutern wie Basilikum, Oregano, Rosmarin, Zitronenmelisse und Minze ist die Fähigkeit zur Produktion dieses Duftstoffes im Laufe der Evolution verloren gegangen, außer einer Pflanze: Die Gattung Nepeta, auch Katzenminze genannt. 

Katzenminze hat einen euphorisierenden Effekt auf die meisten Stubentiger, macht sie also nachweislich glücklicher. Es kommt nämlich zu einem Anstieg des Endorphinspiegels und das unabhängig davon, welche Rasse oder welches Alter die Katze hat. Rund 70 Prozent der Hauskatzen sind empfänglich für die Verlockungen des Krauts. Die japanische Variante von Katzenminze, auch Matatabi genannt, enthält den mit Nepetalacton verwandten Stoff Nepetalactol. Dieser hat eine noch stärkere Wirkung auf Katzen. Selbst Raubkatzen wie Jaguare, Leoparden und europäische Luchse reagierten darauf.

Für Katzenhalter hat Katzenminze einige Vorteile:

  • Erhöht den Spieltrieb. Besonders Katzen in Wohnungshaltung können so zu mehr Bewegung animiert werden.
  • Steigert ihr allgemeines Wohlbefinden.
  • Verhindern von Kratzern. Ein mit Katzenminze eingeriebener Kratzbaum kann die Aufmerksamkeit der Katze auf sich ziehen und so die Couch uninteressant erscheinen lassen.
  • Beruhigende Wirkung. Die ätherischen Öle der Pflanze können die Katze beruhigen; wenn es beispielsweise zum Tierarzt geht.

Katzenminze: Insektenabwehr

Reiben sich Katzen an den Pflanzen, macht sie das nicht nur glücklich, sie schützen sich damit auch vor Insekten, wie ein Forscherteam um Reiko Uenoyama von der Universität Iwate in Japan feststellte. Nepetalacton und Nepetalactol haben eine stark abschreckende Wirkung auf Stechmücken und andere Insekten. Tests im Labor und im Freiland belegten, dass die duftenden Substanzen im Katzenfell die Zahl von Moskitoattacken verringerten. Durch das Reiben an den Pflanzen bleiben Rückstände des Wirkstoffes auf dem Fell der Katze zurück und schützt sie so vor Mückenangriffen. Es handelt sich wahrscheinlich um ein stammesgeschichtlich sehr altes Verhalten der Katzen, was dafür spricht, dass es eine wichtige Funktion hat. Andernfalls würde es nicht seit 10 Millionen Jahren bei diversen Katzenartigen auftreten. Offen bleibt nur, warum bislang nicht auch andere Tierarten, die in der Nähe zu Katzenminze oder Matatabi leben, von der Wirkung profitieren.

Katzenminze: Auch für den Menschen?

Das Forscherteam will nun untersuchen, ob sich aus einer der beiden Substanzen auch ein für den Menschen nutzbares Insektenabwehrmittel entwickeln lässt.

Gibst du deiner Katze auch manchmal Katzenminze? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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