Katzenkrankheiten – Woran erkranken Fellnasen häufig?


Wenn deine Katze krank ist, merkst du das in der Regel schnell. Doch was die genaue Ursache für die Schmerzen deiner Fellnase ist, kann sehr unterschiedlich sein. Wir haben eine Liste der 10 häufigsten Katzenkrankheiten für dich zusammengestellt.

Dreifarbige Katze schaut frontal in die Kamera

FIP

Die Feline Infektiöse Peritonitis, kurz FIP, ist eine Viruserkrankung, die als Katzenkrankheit auf der ganzen Welt vorkommt. Wenn mehrere Katzen zusammen gehalten werden, ist das Auftreten wahrscheinlicher. FIP kann bereits bei der Trächtigkeit von der Mutter auf die Kitten übertragen werden. Die Erkrankung wird durch sogenannte Feline Corona-Viren ausgelöst und verläuft in der Regel tödlich. Die Krankheit verläuft häufig über mehrere Wochen und äußert sich oft durch hohes Fieber, Abgeschlagenheit sowie Fressunlust und blasse Schleimhäute. Typisch sind auch Entzündungen. Oft betroffen sind dabei Brust- und Bauchfell.

Katzendiabetes

Im Volksmund wird Katzendiabetes auch als Zuckerkrankheit bezeichnet und zählt zu den häufigsten Stoffwechselkrankheiten bei Katzen. Die Katzenkrankheit entsteht, wenn zu wenig Zucker aus dem Blut in das Körpergewebe aufgenommen wird. Die Aufnahme des Zuckers wird über das körpereigene Hormon Insulin gesteuert, das bei Diabetes entweder zu wenig oder gar nicht gebildet wird oder von den Zellen nicht mehr aufgenommen wird. Durch die Überzuckerung des Blutes kommt der Stoffwechsel der Katze aus dem Gleichgewicht. Nervenschäden können die Folge sein.

Katzendiabetes kann erblich bedingt sein, aber auch durch die Ernährung und allgemeine Lebensweise beeinflusst werden. Besonders übergewichtige Katzen haben ein erhöhtes Risiko. Im Anfangsstadium ist eine Katzendiabetes nur sehr schwer zu erkennen. Wenn deine Katze übermäßig viel trinkt und häufig uriniert, kann das ein Hinweis auf Diabetes sein. Ein mattes Fell kann auch auf die Zuckerkrankheit hinweisen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer diabetischen Ketoazidose – einem lebensbedrohlichen Zustand, bei dem es zu einer Blutübersäuerung kommt, der unbedingt stationär behandelt werden muss.

Um den Energiehaushalt deines Lieblings wieder auf Vordermann zu bringen wird eine Behandlung mit Insulinpräparaten empfohlen. Diese werden meist kurz vor der Fütterung unter die Haut der Katze gespritzt. Weniger verbreitet ist die Behandlung mit Tabletten. Zusätzlich kommt die Umstellung des Futters deines Stubentigers auf spezielles Diabetesfutter. Dieses setzt sich aus protein- und fettreichen Lebensmitteln zusammen.

Katzenleukämie

Der Auslöser für Katzenleukämie ist in häufigen Fällen das Feline Leukämie-Virus (FeLV), das durch den Kontakt mit anderen Katzen übertragen wird. Es gibt verschiedene Ursachen für die Leukämie deiner Katzen, die aber noch nicht ausreichend untersucht sind. Die Katzenkrankheit ist meist langwierig. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Bei einem akuten Verlauf treten plötzlich starke Symptome auf. Mögliche Symptome sind Gewichtsverlust, Fieber, Fressunlust und Erbrechen sowie Durchfall. Bei der chronischen Katzenleukämie zeigen sich anfangs nur wenige oder gar keine Symptome. Der Begriff Katzenleukämie umfasst außerdem eine Reihe von Tumoren, die von veränderten Zellen im Knochenmark gebildet werden.

Katzenpocken

Bei Katzenpocken handelt es sich um eine Infektionskrankheit bei Katzen, die in der Regel durch Nagetiere übertragen wird und auch für Menschen ansteckend ist. Wie für Pockenviren üblich äußert sich die Katzenkrankheit durch Ausschläge auf der Haut. Katzenpocken kannst du bei einer ausgiebigen Kuscheleinheit recht einfach durch kleine Pöckchen oder Knoten erkennen, die sich bei dieser Krankheit überwiegend am Kopf befinden. Im schlimmsten Fall erkennst du allerdings erst den Ausbruch, wenn sich die Pocken bereits zu Eiterbläschen oder gar geschwürähnlichen Gebilden weiterentwickelt haben. Darüber hinaus kann es im Zuge einer Infektion zu Entzündungen der Zunge und der Magenschleimhaut kommen. Eine gesicherte Diagnose kann nur ein Tierarzt stellen.

Katzenschnupfen

Diese Infektionskrankheit ist lebensbedrohlich. Die Ansteckung erfolgt meist durch Herpes- oder Caliciviren beim Kontakt mit einem infizierten Tier, aber auch andere Tiere oder Menschen können die Krankheit übertragen. Betroffen sind meist Kitten, aber auch ältere Tiere können betroffen sein. Eine genaue Diagnose kann nur der Tierarzt stellen. Typische Warnzeichen sind jedoch ein gestörtes Allgemeinbefinden in Kombination mit Symptomen wie Bindehautentzündungen, Fieber, Atemnot, Husten oder Verletzungen der Schleimhaut im Maul- oder Rachenbereich. Erst einmal ausgebrochen, ist eine Virenerkrankung bei Katzen nur sehr schwer zu behandeln. Deine Katze sollte deswegen schon im Kittenalter durch eine entsprechende Impfung gegen diese Katzenkrankheit geschützt werden. Mehr Informationen findest du in unserem Beitrag zum Katzenschnupfen.

Katzenseuche

Eine weitere Katzenkrankheit ist die Katzenseuche. Sie ist hoch ansteckend. Sie wird durch das Parvovirus ausgelöst und häufig bereits während der Trächtigkeit von nicht geimpften Mutterkatzen auf ihre Jungen übertragen. Auch für ältere Katzen kann Katzenseuche gefährlich werden. Infizierte Katzen leiden an Erbrechen, Durchfall und Fieber und fressen oft nicht. Besonders bei jungen Katzen sollte die Katzenseuche schnellstmöglich behandelt werden, da sie den Krankheitsfolgen innerhalb eines Tages erliegen können. Mehr Informationen findest du in unserem Beitrag zur Katzenseuche.

Nierenschwäche

Wenn die Funktion der Nieren nachlässt, spricht man von Nierenschwäche. Die Nieren sind für viele lebenswichtige Prozesse zuständig. Unter anderem filtern sie das Blut, bilden Harn und regulieren Wasserhaushalt, Blutdruck und Stoffwechsel. Eine Störung wirkt sich daher auf den ganzen Organismus der Katze aus. Viele verschiedene Ursachen können diese Katzenkrankheit auslösen. Neben der nachlassenden Funktion im Alter können die Nieren auch als Folge einer Vergiftung oder einer Infektion geschwächt sein. Stark eiweißreiche Kost über einen längeren Zeitraum kann zudem die Nieren belasten und zu einer Nierenschwäche führen. Da sich häufig erst bei fortgeschrittener Schädigung der Nieren deutliche Symptome zeigen, bleibt eine Nierenschwäche oft unentdeckt. Typisch sind Symptome wie Fressunlust bei gleichzeitig starkem Durst und Erbrechen. Zusätzlich kann die Katze lethargisch wirken, abmagern, deutlich öfter urinieren und bei starkem Verlust der Nierenfunktion nach Harnstoff aus dem Maul riechen.

Parasitenbefall

Bei einem Parasitenbefall handelt es sich um weitere häufige Katzenkrankheiten. Wenn deine Katze von Parasiten befallen ist, handelt es sich um sogenannte Ektoparasiten, die das Äußere der Fellnase befallen. Dazu gehören unter anderem Zecken, Flöhe und Ohrmilben. Zecken beißen sich in der Haut der Katze fest, um Blut zu saugen. Dabei können sie wiederum Krankheiten wie Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose übertragen. Flöhe nisten sich hingegen im Fell der Tiere ein und saugen ebenfalls Blut. Dadurch kann es vorkommen, dass die Katze sich übermäßig viel kratzt. Ohrmilben indes besiedeln die Ohrmuschel der Katze und ernähren sich dort von Hautzellen und Absonderungen der Ohren. Häufig kratzen sich betroffene Tiere an ihren Ohren oder entwickeln Ohrentzündungen.

Schilddrüsen-Überfunktion

Man spricht von einer Schilddrüsen-Überfunktion oder Hyperthyreose, wenn die Schilddrüse übermäßig viele Hormone produziert. Hervorgerufen wird die Überfunktion meist durch einen Knoten oder eine Geschwulst an der Schilddrüse. Behandelt man die Hyperthyreose nicht, kann es zu schweren Organschäden an Niere, Herz oder Leber kommen. Typische Symptome sind Gewichtsverlust bei gesteigertem Appetit, aber auch Fressunlust. Die Tiere urinieren häufiger und haben gesteigerten Durst. Häufig verhalten sich Katzen mit dieser Katzenkrankheit auch munter, unruhig oder aggressiv.

Toxoplasmose

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektion mit einem Parasiten, dem Toxoplasma gondii, die auch auf Menschen übertragen werden kann. Während die Katzenkrankheit oftmals ohne größere Symptome oder Komplikationen bei den Stubentigern verläuft, besteht bei Schwangeren die Gefahr, dass sich das ungeborene Baby mit der Krankheit infiziert und Schäden davonträgt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch äußerst gering. In vielen Fällen verläuft eine Toxoplasmose bei Katzen ohne Symptome und damit unbemerkt. Ist die Infektion überstanden, sind die Katzen ein Leben lang dagegen immunisiert. Bei jungen Katzen oder solchen mit einem geschwächten Immunsystem kann es mitunter zu Symptomen wie Atemnot, Husten, Durchfall oder Fieber kommen. Auch Augen-, Leber- oder Herzmuskel-Entzündungen können bei einer Toxoplasmose auftreten.

Welche Katzenkrankheiten hatte deine Katze? Erzähl uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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