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Katzenkot – Wie kann ich den Kot meiner Katze untersuchen?


Der Kot deiner Katze kann dir viel darüber erzählen, wie es ihr gesundheitlich geht. Eine regelmäßige Kotuntersuchung ist deshalb ratsam. Wie du dabei genau vorgehst, erfährst du hier.

Rotes Kitten vor pinkem Katzenklo

Katzenkot: Was kannst du selbst sehen?

Die meisten Katzen verrichten ihr Geschäft 1 bis 2 Mal am Tag und suchen alle 24 bis 36 Stunden das Katzenklo dafür auf. Magen-Darm-Probleme können bei Katzen zu Blähungen führen. Es ist dementsprechend nicht ungewöhnlich, wenn die Katze ab und an mal pupst. Hat sie aber anhaltende Blähungen, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen oder eine Futterumstellung durchgeführt werden. Um den Kot deiner Mieze auf Ungereimtheiten zu untersuchen, gibt es verschiedene Faktoren, auf die du achten solltest:

  • Farbe
  • Form
  • Konsistenz
  • Menge
  • Geruch

Kotuntersuchung bei Freigängerkatzen

Bei Katzen in Wohnungshaltung lässt sich eine Kotuntersuchung wesentlich leichter durchführen. Gerade in Hinsicht auf die Menge und Häufigkeit des Kotabsetzens ist die Kontrollmöglichkeit bei Freigängerkatzen beschränkt. Da die Gefahr für Katzen, mit Parasiten befallen zu werden, im Freigang steigt, sollten Freigängerkatzen regelmäßig vorbeugend gegen Parasiten behandelt und auch regelmäßig entwurmt werden. Generell ist in einem solchen Fall eine vorherige Kotuntersuchung sinnvoll, um einen Befall festzustellen, allerdings ist es bei Freigängern oft so, dass diese sich in freier Wildbahn erleichtern und man so meist auf Verdacht entwurmen muss. Wer nicht aufgrund von einer Vermutung Medikamente geben möchte, der muss seine Freigängerkatze 2 bis 3 Tage drinnen lassen. Der Tierarzt benötigt meist eine Sammelkotprobe. Darin enthalten sein sollte der Kot von 3 aufeinanderfolgenden Kotabsetzen der Katze. Hierfür hole dir am besten ein Kotröhrchen bzw. Kotbesteck beim Tierarzt ab und fülle die Proben darein. Das Röhrchen sollte von dir bis zu 2/3 maximal gefüllt werden. Achte zudem bei den Kotproben darauf, dass nicht allzu viel Katzenstreu daran haftet.

Kot einer gesunden Katze

Den “normalen” Kot einer gesunden Katze erkennst du an folgenden Kriterien:

  • tiefbraune Farbe
  • länglich und biegsam
  • feste aber nicht zu harte Konsistenz
  • leichter, nicht zu fauliger Geruch

Auch wenn deine Katze gesund ist, kann es jedoch auch zu kleinen Abweichungen von der Norm kommen. Mache dir diesbezüglich keine Sorgen. Katzen und ihr Stuhlgang sind individuell. So sind Abweichungen von dieser Auflistung noch kein Grund zur Beunruhigung. Ratsam ist es, das Toilettenverhalten der Katze aber über einen längeren Zeitraum zu beobachten. So kannst du Veränderungen oder Unregelmäßigkeiten wie DurchfallVerstopfungen oder plötzliche Unsauberkeit feststellen. Diese Auffälligkeiten könnten ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme der Katze sein.

Kot bei Durchfall

Leidet deine Mieze unter Durchfall, ist das meist nichts Besonderes. Beinahe jeder Katzenbesitzer wird irgendwann einmal damit konfrontiert werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von einer Futtermittel-Unverträglichkeit bis zu Erkrankungen im Magen-Darmtrakt. Mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen sind:

  • Futtermittelallergien oder -intoleranzen
  • Umstellungen bei der Fütterung
  • verdorbenes Futter
  • Magen-Darm-Grippe
  • Entzündungen im Darmbereich
  • Wurmbefall
  • Infektionen mit verschiedenen Bakterien oder Parasiten
  • Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Krebs

Wenn der Durchfall deiner Katze länger als 1 bis 2 Tage andauert, ist ein Besuch beim Tierarzt zu empfehlen. Durch den Flüssigkeitsverlust besteht die Gefahr der Dehydrierung. Auch bei besonders schwerem Durchfall oder weiteren Krankheitsanzeichen wie Fieber oder Erbrechen solltest du besser den Tierarzt aufsuchen.

Kot bei Verstopfung

Während Durchfall oft sehr schnell auffällt, wird nicht sofort erkannt, wenn die Mieze eine Verstopfung hat. Deswegen ist es von Vorteil, den Katzenkot regelmäßig zu untersuchen. Findest du nur wenig oder gar keinen Kot im Katzenklo, ist das ein erstes Indiz. Wenn der Stuhlgang dann auch noch extrem hart und trocken sein sollte, kannst du davon ausgehen, dass deine Katze Verstopfung hat. Mögliche Ursachen hierfür sind:

  • Falsche Ernährung
  • Futtermittelallergien oder -intoleranzen
  • Futterumstellung
  • Aufnahme von zu wenig Flüssigkeit
  • Verstopfung des Verdauungstrakts durch Fremdkörper
  • Überschuss an Haarballen im Verdauungstrakt
  • Beckenbruch
  • Erweiterung des Dickdarms (Megakolon)
  • Tumor
  • Niereninsuffizienz
  • Darmverschluss

Wenn der Katzenkot überdies mit Schleim oder Blut bedeckt ist, ist ein Gang zum Tierarzt dringend nötig. Auch wenn die Verstopfungen mehrere Tage anhalten oder so stark sind, dass deine Samtpfote beim Kotabsetzen Schmerzen hat, solltest du keine Zeit verlieren.

Katzenkot: Was kannst du bei Problemen tun?

Möchte deine Samtpfote ihre Katzentoilette nicht mehr benutzen und wird infolge dessen unsauber, muss kein gesundheitliches Problem dahinter stecken. Meistens kannst du sie selber ganz schnell beheben. Mögliche Gründe, warum deine Katze nicht mehr auf ihr Klo geht:

  • Stress
  • Verschmutzte Katzenstreu
  • Unangenehmer Duft
  • Falscher Standort
  • Falsche Maße
  • Geschlossenes Katzenklo
  • Anzahl der Katzenklos

Stress

Wen dein Stubentiger die Katzentoilette nicht mehr benutzen will, kann es ein Zeichen von Stress sein. Ausgelöst beispielsweise durch Streit mit einem anderen Tier im Haus. Aber auch Angst kann ein Grund sein, warum die Katze die Toilette meidet. Leben mehrere Katzen im Haus, solltest du dafür sorgen, dass deinen Miezen genug Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Natürliche Anti-Stressmittel wie Baldrian können ebenfalls dabei helfen, die Situation zu verbessern.

Verschmutzte Katzenstreu

Hygiene ist der wichtigste Faktor, wenn es um die Katzentoilette geht. Katzen sind sehr reinliche Tiere mit einem überaus sensiblen Geruchssinn. Daher ist es wichtig, die benutzte Katzenstreu täglich zu säubern. Außerdem ist eine Reinigung der gesamten Toilette in regelmäßigen Abständen mit kochendem Wasser und Seife zu empfehlen. Dabei ist es ratsam, immer Handschuhe zu tragen.

Unangenehmer Duft

Wie bereits erwähnt, ist der Geruchssinn von Katzen sehr empfindlich. Deswegen sollten Reiniger für das Katzenklo oder für die Umgebung der Katzentoilette so neutral wie möglich riechen. Dabei sollte man sich nicht auf seine eigene Wahrnehmung verlassen. Denn was für die menschliche Nase oft angenehm duftet, kann Katzen sehr stören. Auf Lufterfrischer oder andere Geruchsquellen in der Nähe des Katzenklos sollte der Mieze zuliebe besser ganz verzichtet werden.

Falscher Standort

Ganz vorne bei den vermeidbaren Fehlern in Sachen Katzentoilette ist der falsche Standort. Das Katzenklo sollte keinesfalls neben dem Futter- oder Schlafplatz platziert werden und generell nicht dort, wo viel Lärm und Unruhe herrscht. Katzen brauchen ihre Ruhe beim Verrichten des Geschäfts. Ein ruhiger, geschützter und übersichtlicher Platz fernab des täglichen Geschehens ist optimal.

Falsche Maße

Auch bei der Einschätzung der Maße der Katzentoilette kann es leicht zu Fehlern kommen. Wo ein etwas enger Katzenkorb meist noch angenommen wird von der Katze, ist ein zu kleines Klo ein No-Go. Dein Stubentiger muss sich umdrehen und bewegungsfrei scharren können. Auf das Alter und die Beweglichkeit der Katze ist zudem zu achten. Denn für Seniorenkatzen ist es wichtig, dass der Einstieg nicht zu hoch ist. Ein Klo mit niedrigem Rand ist für ältere Katzen besser.

Die Wahl eines geeigneten Katzenklos ist essentiell

Geschlossenes Katzenklo

Es gibt die verschiedensten Typen von Katzentoiletten. Viele Katzenbesitzer haben ein Katzenklo mit einer Überdachung. Das gefällt jedoch nicht zwingend jeder Mieze. Hier ist die Sicht eingeschränkt und keine Fluchtmöglichkeiten bieten sich der Katze. Die meisten Fellnasen mögen ein stilles Örtchen mit Übersicht. Ein Kompromiss wäre beispielsweise ein Katzenklo mit transparenter Haube wie die XXL Katzentoilette von petphabet.

Anzahl der Katzenklos

Wenn deine Katze trotzdem nicht mehr aufs Klo gehen mag, kann zudem der Versuch gestartet werden, eine weitere Katzentoilette aufzustellen. Das ist besonders wichtig bei Mehrkatzenhaushalten. Es gilt die Formel, dass immer eine Toilette mehr vorhanden sein sollte als Katzen. Wenn du dir eine neue Katzentoilette anschaffen willst, wäre für dich vielleicht die selbstreinigende Katzentoilette ScoopFree von PetSafe etwas.

Katzenkot: Die Untersuchung

Bei einer professionellen Kotuntersuchung wird der Kot der Katze auf seine Bestandteile hin geprüft. Die Kotuntersuchung wird durchgeführt, wenn deine Mieze schwere Magen-Darm-Beschwerden wie langanhaltenden Durchfall oder Erbrechen hat oder plötzlich stark an Gewicht verliert. Normalerweise besteht Katzenkot aus unverdaulichen Bestandteilen des Futters, Darmbakterien und abgestorbenen Zellen. Wie der Kot einer erkrankten Samtpfote zusammengesetzt ist, kann unter anderem Aufschluss darüber geben, ob die Mieze von Parasiten befallen ist oder an einer Stoffwechselerkrankung leidet.

Wie der Tierarzt vorgeht

Für viele Tests reicht eine einzelne Portion als Probe für die Kotuntersuchung bei Katzen aus. Für andere muss über mehrere Tage Kot gesammelt werden. Das hängt vom Verdacht ab. Besteht zum Beispiel die Vermutung, dass die Bauchspeicheldrüse des Stubentigers nicht richtig arbeitet, ist es ratsam, über mindestens 3 Tage Kotproben zu nehmen. Für die meisten Kotuntersuchungen wird bereits abgesetzte Kot der Katze verwendet, der mitgebracht wird. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass der Tierarzt im Rahmen einer rektalen Untersuchung Kot aus dem Enddarm der Katze entnimmt.

Den Tierarzt interessiert, wie häufig die Katze Kot absetzt und ob sie dabei Schmerzen hat. Den Kot kontrolliert er vor allem auf Konsistenz, Farbe und Geruch. Bei der Kotuntersuchung achtet der Tierarzt außerdem auf mit bloßem Auge sichtbare Beimengungen wie Darmparasiten, Blut oder unverdaute Nahrungsbestandteile. Auch kleinere Parasiten, deren Larven und Eier sowie Bakterien können unter dem Mikroskop erkannt werden. Zusätzlich kann der Tierarzt den Kot der Mieze auch auf nicht sichtbares – okkultes Blut – untersuchen. Dafür darf die Mieze jedoch seit ein paar Tagen kein Frischfleisch zu sich genommen haben.

Okkultes Blut im Kot kommt aus dem Magen-Darm-Trakt der Samtpfote. Liegt die Blutung im Darm der Katze nahe dem Darmausgang, sind die Blutspuren meist gut sichtbar. Je weiter vorne im Magen-Darm-Trakt sich die Blutung befindet, desto stärker ist die Masse bereits verdaut und mit dem Kot vermischt. Bei einer Blutung im oder oberhalb des Magens ist der Kot der Mieze schwarz verfärbt, da das Blut mit der Magensäure in Kontakt gekommen ist. Auslöser für Blutungen im Darm können zum Beispiel verschluckte Fremdkörper, Entzündungen der Darmschleimhaut, bestimmte Parasiten oder Tumore sein.

Katzenkot: Infektionsrisiko Katzenklo

Ein infektiöser Kot kann nicht nur für deine Katze selbst unangenehm sein, auch als Mensch setzt man sich einem Infektionsrisiko durch den Katzenkot aus. Durch Kontakt mit dem Katzenkot einer kranken Katze können Krankheiten von der Katze auf den Menschen übertragen werden. Dazu zählen:

  • Kryptosporidien
  • Giardien
  • Toxoplasmose

Kryptosporidien

Durch direkten und indirekten Kontakt mit Kot von infizierten Katzen können sich Kryptosporidien auf den Menschen übertragen. Sie können Durchfall, Erbrechen, Fieber, Bauchkrämpfe und Austrocknung bei Katzen und Menschen verursachen.

Giardien

Giardien können ebenfalls in Katzenkot sein. Auch in kontaminiertem Wasser und ungekochter Nahrung können sie enthalten sein. Sie verursachen Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Austrocknung. Die meisten Infektionen erfolgen über Wasser, das von Katzen verdreckt wurde.

Toxoplasmose

Infiziert sich ein Mensch mit Toxoplasmose, hat dies in 90 Prozent der Fälle keine spürbaren Folgen. Anders sieht das Ganze bei Schwangeren aus. Infizieren sich Frauen erstmals in der Schwangerschaft, so kann dies zu einer Fehlgeburt führen oder Missbildungen des Kindes verursachen. Schwangere und immungeschwächte Personen sollten besondere Vorsicht bei der Reinigung des Katzenklos walten lassen. Der direkte Kontakt mit Katzen ist bei einer Infektion von untergeordneter Bedeutung. Toxoplasmen werden vor allem durch kontaminierten Katzenkot übertragen. Der Parasit kann viele Wochen überleben. Die Krankheitssymptome sind leicht zu verwechseln mit einer Grippe: Fieber sowie Kopf- und Muskelschmerzen. In seltenen Fällen kann es auch zu Orientierungslosigkeit, Krämpfen, Erbrechen und Durchfall kommen.

Hast du schonmal Auffälligkeiten am Kot deiner Katze beobachtet? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

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