hundkatz.de Das Gesundheitsportal für Hunde & Katzen
Menü

Katzen träumen – Was beschäftigt sie wirklich?


Forscher fanden heraus, dass auch unsere Samtpfoten die gleichen Traumphasen wie wir Menschen durchleben. Wovon sie träumen, erfährst du hier.

Schwarze Katze schläft auf hellem Untergrund

Katzen träumen

Samtpfoten schlafen normalerweise 10 bis 16 Stunden am Tag. Davon träumen sie jedoch nicht immer. Wie auch wir Menschen durchleben Katzen verschiedene Schlafphasen. Bei Katzen wechseln sich leichte Schlafphasen mit Tiefschlafphasen ab. Dabei erholt sich das Gehirn.

  • Tiefschlafphase: Sie dauert etwa 7 Minuten an und nimmt über den Tag verteilt ungefähr 4 Stunden ein. Bei Gefahr etwa durch ein lautes Geräusch, ist die Katze sofort hellwach. Ansonsten ist das Wachwerden ein längerer Prozess mit Strecken und Gähnen. Die Schlaflänge ist dabei individuell und variiert von Katze zu Katze und von Tag zu Tag.
  • Halbschlaf: Die leichten Schlafphasen der Katzen erstrecken sich über jeweils etwa 30 Minuten. Eigentlich sind diese Abschnitte eher ein Dösen. Sie können durch schnelles Aufschrecken unterbrochen werden, da vieles aus der Umgebung weiter wahrgenommen wird. So ist der Geruchs- und Hörsinn weiterhin aktiv.

Der Franzose Michel Jouvet hat bei neurowissenschaftlichen Untersuchungen in den 1960er Jahren herausgefunden, dass Katzen auch Traumphasen während des Schlafes haben. Das konnten die Wissenschaftler anhand der Messung von Hirnströmen nachweisen. Träume kommen nur bei bestimmten Frequenzen während der sogenannten REM-Tiefschlafphasen vor. REM ist die Abkürzung für “Rapid Eye Movement”, also das schnelle Hin-und-Her-Bewegen der Augen bei geschlossenen Lidern. Auch Schwanz, Schnurrhaare und Pfoten können während dieser Traumschlafphasen zucken. Normalerweise blockiert eine Schaltung im Gehirn die weitere Bewegung des Körpers während des Schlafs. Das ist auch bei uns Menschen so. Jouvet deaktivierte bei schlafenden Katzen dieses Hirnareal und fand heraus, dass die Katzen – obwohl schlafend – begannen zu fauchen, herumzuschleichen und typisches Jagdverhalten zu zeigen.

Wovon Katzen träumen

Aus den Forschungsergebnissen kann man schlussfolgern, dass auch Katzen Erfahrungen des Wachzustandes im Traum verarbeiten und in ihren Träumen zum Beispiel auf die Jagd gehen, spielen oder sich putzen. Egal, wo die Katze schläft, die schlafwandelnde Mieze zeigte, wenn das Hirnareal deaktiviert war, Bewegungsmuster, die eindeutig der Jagd auf Mäuse entsprachen. Sie pirschte sich langsam an, stürzte plötzlich los, machte auf äußere Reize hin einen Katzenbuckel und fauchte. In Träumen verarbeiten wir die Geschehnisse des Tages, wenn auch weniger in logischer Reihenfolge als vielmehr durch visuelle Bilder. Ebenso machen es anscheinend auch unsere Fellnasen. Die Zeit kurz vor dem Schlaf ist besonders prägnant, wurde sie da viel gestreichelt, ist auch ihr Traum geprägt davon. Andersherum kann man als Halter auch den Eindruck bekommen, die Mieze durchlebe einen Albtraum in der REM–Tiefschlafphase. Tief schlafende, träumende Katzen sollte man jedoch nie wecken, da sie – abhängig vom durchlebten Traum – durchaus sehr verschreckt oder aggressiv reagieren können. 

Träumt deine Katze auch? Und wovon? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Hunde- oder Katzenleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

Schlagzeilen

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar