Katze stirbt: So gehst du damit um

Wenn deine Katze stirbt, ist das natürlich ein schwerer Verlust für dich. Wenn das vertraute Schnurren oder fordernde Miauen verstummen, kann die Trauer überwältigend sein. Trotzdem musst du dich darauf vorbereiten, wenn es mal so weit ist. Wir erklären dir die wichtigen Punkte dazu.

Tote Katze liegt auf Mauer

Wann du dich von deiner Katze verabschieden musst

Es hängt von der Art des Todesfalls ab, wie du dich von deiner Katze verabschieden kannst. Manchmal ist das Ableben absehbar, in anderen Fällen tritt der Tod plötzlich ein. Das ist natürlich emotional sehr belastend. Folgende Umstände können eintreten:

Alte Katze

Bei guter Pflege und Gesundheit haben Katzen eine natürliche Lebenserwartung von durchschnittlich 12 bis 14 Jahren, manchmal sogar mehr. Katzen scheinen zu spüren, wenn ihre natürliche Lebenszeit abläuft. Sie ziehen sich mehr und mehr zurück, fressen nur noch wenig und suchen Ruhe. Wenn du solche Verhaltensänderungen beobachtest, wird es langsam Zeit, die Samtpfote loszulassen.

Schwer kranke Katze

Wenn deine Katze schwer krank und nicht mehr therapierbar ist, musst du früher oder später über eine Einschläferung nachdenken. Auch wenn sich schmerzhafte Altersbeschwerden aufsummieren, sodass das Tier leidet, solltest du das in Erwägung ziehen. Auch in einem solchen Fall hast du genügend Zeit, weitere Schritte abzuwägen und dich bewusst mit dem Sterben deiner Mieze auseinanderzusetzen.  

Unfalltod

Freigängerkatzen haben ein erhöhtes Unfallrisiko. Kommt deine Katze ganz unerwartet etwa bei einem Verkehrsunglück zu Schaden, ist sicherlich der Schock zunächst überwältigender als die Trauer.

Akute Komplikationen

Ein Katzenleben kann schnell und unerwartet enden, wenn anderweitig fatale Umstände eintreffen, wie zum Beispiel bei einer Vergiftung. Auch hier bleibt dir leider wenig Zeit zum Abschiednehmen, gerade, wenn du binnen kürzester Zeit über Einschläferung im Notfall entscheiden musst.

Wann du die Katze einschläfern lassen solltest

Den Entschluss, eine geliebte Katze gehen zu lassen, nimmt kein Tierhalter auf die leichte Schulter. Wenn der Leidensdruck für das Tier zu groß wird, solltest du versuchen, die Situation so sachlich wie möglich zu bewerten. Es ist nachvollziehbar, dass du Verlustängste hast und das unabwendbare Ende hinauszögern möchtest. Letztendlich verlängerst du aber das Leiden des Tieres. 

Am besten lässt du dich von deinem Tierarzt beraten. Er kann den gesundheitlichen Zustand und den angemessenen Zeitpunkt für den letzten Tierarztbesuch beurteilen. Durch die Verabreichung eines Beruhigungs- und eines Narkosemittels wird deine Katze dann fachgerecht eingeschläfert. Die Katze stirbt dabei schlafend und schmerzfrei. Viele Tierärzte bieten auch Einschläferungen bei Hausbesuchen oder Sonderterminen außerhalb der Sprechzeiten an: So ersparst du dem Tier in seinen letzten Stunden Stress. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt die Kosten, und diese liegen zwischen 20 und 58 €

Mache dir im Vorfeld Gedanken darüber, wer dir bei dieser Situation zur Seite stehen soll oder ob du überhaupt dabei sein möchtest. Im unvorbereiteten Ernstfall könnte diese Entscheidung dich emotional überfordern.

Wo du deine Katze beerdigen kannst

Die Frage, was mit dem Körper der geliebten Katze geschehen soll, stellt Tierbesitzer beim Verlust ihrer Mieze vor schwierige Entscheidungen. Wenn sie in der Tierarztpraxis eingeschläfert wird und du keinen anderen Wunsch äußerst, wird die Tierleiche der örtlichen Tierkörperbeseitigung zugeführt. Dies ist auch Anlaufstelle, wenn du keine andere Möglichkeit hast, die Bestattung deiner Katze vorzunehmen.

Begraben im Garten

Wenn du ein Grundstück besitzt, kannst du deine Mieze begraben. Allerdings darf das Grundstück nicht in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet liegen. Das Grab soll mindestens einen halben Meter tief und einen Meter vom nächsten öffentlichen Weg entfernt sein. Außerdem muss das tote Tier mit einem verrottenden Material umhüllt sein, etwa mit einem Pappkarton, also nicht in Folie oder Plastik.

Kremation

Ist eine private Beerdigung keine Option, kannst du dich an ein Tierkrematorium wenden und dir die Asche deiner Katze in einer Urne aushändigen lassen. Zwischenzeitlich gibt es in jedem Bundesland Tierkremationen. Die Kosten für die Kremation richten sich meist nach dem Gewicht des Tieres.

Tierfriedhöfe

Auch spezielle Tierfriedhöfe, wo du ein Grab für deine Katze anmieten kannst, sind bundesweit zu finden. Strikt verboten ist hingegen, eine tote Katze im öffentlichen Raum, im Wald oder Park zu begraben. Dies gilt als Ordnungswidrigkeit und kann bis zu 20.000 € Bußgeld kosten.

Trauer bewältigen

Jeder Katzenhalter trauert anders um seinen verstorbenen Mitbewohner. Der Verlust des Tiers hinterlässt eine Leere. Vor allem spürst du im Alltag, dass der Stubentiger nicht mehr da ist. Lasse diese Gefühle zu, denn du hast einen wichtigen Vertrauten verloren. Auch kann es bei der Bewältigung der Trauer helfen, sich mit anderen Tierhaltern auszutauschen, die bereits mit solchen Verlusten konfrontiert waren. Rituale helfen ebenfalls: Du kannst ein Foto deiner Katze aufstellen oder Katzenminze an die Grabstelle pflanzen.

Wie bist du mit der Trauer umgegangen? Erzähle uns deine Sicht hier in einem Kommentar.

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