Katze pupst – Wie du jetzt richtig reagierst


Blähungen bei Katzen sind für Halter und die Mieze selbst sehr unangenehm. Was du dagegen tun kannst, wenn dein Stubentiger unter Flatulenzen leidet und wie du dem vorbeugen kannst, erfährst du hier.

Rote Katze will gekrault werden

Wenn deine Katze pupst

Wenn deine Katze pupst, dann kann das wahrlich unangenehm riechen. Blähungen bei Miezen sind keine Seltenheit, auch wenn das nicht zu den sonst so anmutigen Fellnasen passt. Meist haben die Flatulenzen zum Glück einen harmlosen Ursprung und sind mit einfachen Mitteln zu bekämpfen. Jedoch können sie auch Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen sein. So oder so solltest du dem Problem auf den Grund gehen und deine Mieze gegebenenfalls behandeln lassen, damit die Blähungen wieder nachlassen. Flatulenzen können vor allem auch für die Katze selbst sehr unangenehm sein, denn sie können mit starken Bauchschmerzen einhergehen.

Wenn die Katze dann und wann mal Blähungen hat und ein Pups entweicht, heißt das in den seltensten Fällen etwas Schlimmes. Wie bei Menschen auch ist es durchaus normal, dass man mal eine Mahlzeit nicht verträgt. Das führt zu der Hauptursache für Blähungen bei Katzen, die in den meisten Fällen Schuld an den üblen Gerüchen ist – die Ernährung.

Wenn es jedoch öfter vorkommt oder lange anhält, solltest du mit deinem Vierbeiner einen Tierarzt aufsuchen. Manchmal können Blähungen bei Katzen nämlich auch auf eine Krankheit im Magen-Darm-Trakt hinweisen.

Mögliche Ursachen, wenn deine Katze pupst

Oft ist es die falsche Ernährung, die dafür sorgt, dass sich zu viele Gase im Darm bilden, die dann entweichen und schlecht riechen. Werden gewisse Bestandteile der Nahrung nicht richtig vom Körper verwertet, wird der noch nicht komplett verdaute Nahrungsbrei im Darm von Bakterien zersetzt, wodurch es zu den üblen Gerüchen kommt.

Silber getigerte Katze frisst aus Schüssel
Falsche Ernährung kann dazu führen, dass die Katze pupst

In puncto Futter können sowohl die Zusammensetzung des Futters als auch die minderwertige Qualität der einzelnen Zutaten zu starken Blähungen bei Katzen führen. Das gilt für gefüttertes Nass-, als auch für Trockenfutter gleichermaßen. Solange dein Stubentiger unter Blähungen leidet, solltest du daher auf die Fütterung von Trockenfutter verzichten. Trockenfutter nimmt an Volumen zu und kann sich von der Menge her mehr als verdoppeln, sobald die Katze es gefressen hat. Auch zusätzlich gefüttertes Frischfleisch oder Fisch kann die Flatulenzen deiner Mieze bedingen. Muskelproteine vertragen die meisten Katzen beispielsweise besser als Bindegewebsproteine. In minderwertigem Katzenfutter werden häufig Pflanzenteile oder Getreide als Füllstoff benutzt, die keine Nährstoffe für Katzen enthalten, die sie gebrauchen oder gut verdauen können.

Auch können die Flatulenzen deiner Mieze ein Hinweis auf eine individuelle Unverträglichkeit des gefütterten Katzenfutters sein. Wenn deiner Katze das Futter nicht bekommt, kann sie mit Blähungen reagieren. Normalerweise leiden Katzen außerdem unter einer Laktoseintoleranz und sollen demnach keine Milch zu trinken bekommen. Tun sie es doch, wie z.B. im Nachgang einer Verstopfung, kann dies Flatulenzen auslösen oder zu anderen Verdauungsbeschwerden wie Durchfall führen. Ursachen, wenn deine Katze pupst können also möglicherweise sein:

  • Falsches oder minderwertiges Katzenfutter
  • Zu viele Milchprodukte, Gewürze, Bohnen, Stärke aus Getreide etc.
  • Plötzliche Nahrungsumstellung
  • Eine spezielle Diät
  • Unverträglichkeiten des Futters oder Allergien 
  • Verdorbenes Futter (kann bei Freigängern oft vorkommen)
  • Zu wenig Bewegung
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Zu schnelles Fressen bzw. Schlingen
  • Nachlassende Stoffwechselaktivität (besonders im Alter) 
  • Wurmbefall

Ist deine Katze erst einmal mit Würmern befallen, kann das Blähungen zur Folge haben. Ein Thema, das vor allem Freigänger betrifft. Diese neigen nämlich ganz besonders dazu, sich diese schnell einzufangen. Weitere Symptome sind außerdem Durchfall, Erbrechen sowie ein aufgeblähter, dicker Bauch. Letzterer entsteht durch die Parasiten, die sich in dem Bereich sammeln und die Bauchwand deiner Samtpfote ausdehnen.

Diagnose, wenn deine Katze pupst

Wenn deine Samtpfote an Blähungen leidet, solltest du der Ursache dafür auf den Grund gehen. Dafür rekonstruierst du am besten, was deine Mieze in letzter Zeit gefressen hat und ob eine Nahrungsumstellung stattfand. Ebenso ist es unerlässlich, zu überprüfen, ob noch andere Symptome – neben den Flatulenzen – vorliegen. Gehen die Blähungen beispielsweise mit Erbrechen oder Durchfall einher, ist dein Vierbeiner wahrscheinlich krank.

Auf jeden Fall solltest du bei anhaltenden Flatulenzen mit deiner Samtpfote zum Tierarzt gehen, der sie dann untersuchen kann. Dein Tierarzt kann je nach Fall einen großen Bluttest anordnen, Urin- und Stuhlproben untersuchen oder auch Röntgenaufnahmen des Bauchraums machen. In jedem Fall wird eine gründliche Anamnese stattfinden, wo dein Tierarzt gemeinsam mit dir versucht herauszufinden, wie es in Sachen Katzenernährung bei euch daheim aussieht.

Wenn deine ältere Katze pupst

Häufig haben ältere und schwache Katzen Flatulenzen. Gründe dafür können sein, dass sich die Katze meist weniger bewegt und ihr Stoffwechsel nicht mehr so gut und so schnell funktioniert. Im hohen Alter neigen Katzen zu Verdauungsstörungen aller Art, die meist nur noch unzureichend zu beheben sind. Der Organismus verweigert dann langsam seinen Dienst, und die Funktionen des Körpers laufen nicht mehr im gewohnten Maße ab. In dieser Phase kann es vermehrt dazu kommen, dass die Katze pupst. Das ist dem vierbeinigen Freund dann einfach auch zuzugestehen. Damit sollte das Verhältnis zwischen Mensch und Katze jedoch nicht belastet werden.

Maßnahmen gegen Blähungen bei Katzen

Dauerhafte Blähungen bei deinem Stubentiger können sehr unangenehm für deinen Kleinen werden, da sie oft mit Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und anderen Symptomen einhergehen. Gemeinsam mit dem Tierarzt kannst du die richtige Therapie ansetzen, nachdem die Ursache für die Blähungen geklärt und die Diagnose gestellt ist. Wenn dein Vierbeiner nur ab und zu pupst, musst du nicht direkt panisch zum Tierarzt. Natürliche Lebensmittel und Bauchmassagen können die Verdauung deiner Katze wieder beruhigen. 

Schonkost

Am besten ist es, wenn du deiner Mieze Schonkost anbietet, falls der tierische Mitbewohner viel pupsen muss. Ein Diätfutter speziell für Katzen aus der Dose hat viele schonende und leicht verwertbare Inhaltsstoffe. Falls deine Katze neben den Blähungen auch noch Bauchschmerzen hat, dann solltest du das Futter auf mehrere kleine Portionen am Tag verteilen. 

Natürlich kannst du auch selber den Kochlöffel schwingen für deinen Vierbeiner, wenn du kein fertiges Futter verwenden möchtest. Schonend für Magen und Darm deiner Samtpfote ist z.B. gekochter Reis ohne Gewürz. Weich gekochter Reis, den du unters Futter mischst, kann helfen, die Flatulenzen zu mindern. Denn der Reis streckt die Nahrung, reichert sie zusätzlich an und macht das Futter leicht verdaulich.

Ebenso eignet sich gekochtes, nicht gewürztes Hühnerfleisch gut. Ein bisschen davon zu dem Futter der Fellnase kann Wunder bewirken. Auch ein bisschen laktosereduzierter Naturjoghurt kann deiner Katze helfen, wenn sich Blähungen bemerkbar machen. Naturbelassener Joghurt wirkt sich positiv auf die Magen-Darm-Flora aus und sorgt dafür, dass die aufgenommene Nahrung besser verarbeitet werden kann und der Darm nicht so sehr belastet wird. Vermeide auf jeden Fall Lockstoffe, zuckerhaltige Futtermittel sowie Futter, das Farbstoffe und Konservierungsstoffe enthält. Mische dem Futter stattdessen lieber etwas Bierhefe bei, denn diese wirkt sich positiv auf Magen und Darm der Mieze aus.

Bauchmassagen

Um es deiner Mieze etwas angenehmer zu machen, kannst du eine Bauchmassage anwenden und sie am Bauch kraulen. Diese hilft bei Bauchschmerzen und leitet die aufgestauten Gase sanft aus dem Bauch heraus.

  • Lege dazu die Finger einer Hand auf den Bauch der leidenden Mieze und massiere diesen in leicht kreisenden Bewegungen.
  • Übe dabei aber keinen Druck aus und massiere immer von innen nach außen, wenn deine Katze viel pupsen muss.
  • Mache diese kreisenden Bewegungen mindestens 5 Minuten lang und streiche danach sanft mit der flachen Hand von oben nach unten über den Bauch. 

Katzengras

Katzengras hilft, wenn die Katze pupst
Katzengras hilft, wenn die Katze pupst

Auch mit Katzengras kannst du den Blähungen deiner Mieze vorbeugen. Dieses Gras reinigt nicht nur den Magen der Tiere, sondern regt auch die Verdauung an und wird von den meisten Katzen sehr gerne gefressen.

Wurmkur

Wenn deine Katze möglicherweise mit Wurmbefall zu kämpfen hat und infolgedessen starke Blähungen hat, kann eine Wurmkur helfen. Die Prozedur muss regelmäßig wiederholt werden, um die Parasiten, die sich im Bauch der Fellnase ansammeln, gänzlich abzutöten.

Homöopathische Mittel

Auch die Homöopathie bietet eine ganze Reihe an Mitteln für den Stubentiger, die bei Blähungen eingesetzt werden können und helfen können, wenn die Katze pupst. Zur Auswahl eines möglichst wirksamen Mittels, das zu den Symptomen passt, kontaktiere bitte eine Tierheilpraktikerin. Einige homöopathische Mittel, die bei Blähungen eingesetzt werden können, sind:

  • Colocynthis, wenn Krämpfe die Katze plagen
  • Nux vomica, wenn eine Verstopfung der Auslöser war
  • Arsenicum album, wenn das Futter verdorben war
  • Chamomilla bei Krämpfen und starkem Geruch nach faulen Eiern
  • Lycopodium bei aufgeblähtem Bauch und Verdauungsproblemen

Helfen die Maßnahmen nicht und mehren sich die Symptome, dann solltest du den behandelnden Tierarzt konsultieren, um dem Stubentiger etwas gegen die Blähungen zu verabreichen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Pupsen bei deinem Vierbeiner weitere Beschwerden mit sich bringt.

Übrigens: Deine Katze pupst hörbar

Dass man die Blähungen unserer Vierbeiner riechen kann, ist jedem Katzenhalter schon einmal klar geworden. Besonders bei Wohnungskatzen fällt schnell auf, wenn das Tier unter Blähungen leidet. Doch was ist mit dem Hören?

Wenngleich Katzen im Vergleich zu Hunden selten pupsen, kann man es doch manchmal hören. Grund dafür ist die Anatomie der Samtpfote. Das Pupsgeräusch löst bei Säugetieren das Gewebe um den After herum aus, dass ins Flattern gerät aufgrund des erhöhten Drucks. Bloß ist der After deiner Katze nicht von viel Gewebe umgeben, sodass es häufig nur ein sanftes Zischen ist, was du hören kannst. Wenn die Mieze jedoch ungünstig liegen sollte und somit das Entweichen der Gase behindert wird, kann es durchaus auch lauter werden. Wie beim Menschen auch spielt dann noch die Körperfülle eine Rolle. Leidet deine Mieze unter Übergewicht, ist es wahrscheinlicher, dass du hören kannst, wenn deine Katze pupst.

Leidet deine Katze auch manchmal unter Blähungen? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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