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“Ich war bereit, das Projekt Hund wieder anzugehen”


Bettina Bennink hat sich getraut. Sie hat sich einen neuen Hund zugelegt. Momo heißt jetzt ihr täglicher Begleiter. Warum das ein ganz besonderer Schritt für sie war und welche Gedanken sie im Vorhinein hatte, erzählt sie uns im Interview.

Wasserhund Welpe in seinem Körbchen

Du bist seit einigen Tagen frischgebackene Hundebesitzerin. Wie kam es dazu? Was waren die Beweggründe?

Bettina Bennink: Ich hatte schon mal einen Hund und kenne die Vorzüge nur zu gut. Der Wunsch nach einem neuen Hund an meiner Seite hatte ich schon was länger. Jetzt in Corona-Zeiten kam der nochmal besonders wieder auf. Bedingt dadurch, dass sich bei mir privat einiges geändert hat und ich momentan viel Home Office machen kann, war das Projekt Hund bzw. diese Art Partnerschaft für mich nun wieder möglich.

Was waren Überlegungen bei deiner Suche?

Bettina Bennink: Ich bin ein großer Verfechter vom Tierschutz und habe dort sehr lange nach einem passenden Hund gesucht. Bei mir kam erschwerend dazu, dass meine angedachten Pflegestellen für Urlaube etc., mein Patenkind und meine Freundin hochgradig allergisch auf Hundehaare sind. Das bedeutete, es musste auch ein Hund sein, der nicht haart. So bin ich auf die Rasse Lagotto Romagnolo, den italienischen Wasserhund, gestoßen. Diese Rasse passt gut zu meinem Lebensstil, weil die Hunde auch vom Kopf her gefordert werden wollen und mehr Spürhunde sind als durch und durch Wasserratten wie seine spanischen Kollegen. Gerne möchte ich mit dem Hund in Zukunft Mantrailing machen, um ihn auch vom Kopf her auszulasten. Auch habe ich mir einen jungen, aktiven Hund gewünscht, weil ich von Anfang an bei seiner Entwicklung dabei sein wollte.

Und auch ein Mädchen sollte es sein. Einfach weil ich die persönliche Erfahrung gemacht habe, dass sie etwas anhänglicher und menschenbezogener sind. Das waren so meine Kriterien. Das im Tierschutz zu finden, zumal in dieser besonderen Situation durch Corona, war für mich schwierig und leider letztendlich unmöglich. So bin ich durch eine Welpengruppe bei Facebook auf einen italienischen Züchter gestoßen. Dieser wurde mir auch empfohlen von Bekannten aus der Umgebung. Nachdem mir alle Restbedenken genommen wurden, habe ich mich für die Aufnahme von Momo entschieden. Einem 3 Monate alten Hundewelpen.

Wie läuft es mit dir und Momo bis jetzt?

Bettina Bennink: Meine größten Bedenken waren, dass sie total Heimweh hätte und ihre Geschwister vermisst. Das ist gar nicht der Fall. Sie fühlt sich hier ganz wohl und sicher. Auch dass ich keine Beziehung zu ihr aufbaue, habe ich befürchtet, aber das war total unbegründet. Kleinere Sachen wie die Stubenreinheit, die bei einem so jungen Tier meist noch nicht gegeben ist, da arbeiten wir noch dran.

Welpe Momo in seinem Zelt

In Zeiten von COVID-19 ist Home Office sehr verbreitet. Wenn du allerdings wieder in Köln arbeiten musst und längere Zeit nicht da bist, wer passt dann auf den Hund auf? Wie machst du das mit der Betreuung?

Bettina Bennink: In der Nähe meiner Arbeitsstelle ist ein Hundekindergarten. Da habe ich mich angemeldet. Da kann ich Momo morgens ab 7 Uhr hinbringen und bis 19.45 Uhr abends abholen. Das ist meine favorisierte Option. Alternativ kümmern sich meine Freundin oder meine Mutter um den Hund. Ich hab das auf mehrere Füße aufgestellt, sodass Momo auf jeden Fall gut versorgt ist, falls mal was wegbricht. Momentan würde ich Momo aufgrund ihrer noch ängstlichen Art noch nicht zu einem größeren Rudel im Hundekindergarten bringen.

Du hattest schon einmal einen Hund, die Blue, die vor ein paar Jahren verstarb. Wie bist du mit deiner Trauer umgegangen?

Bettina Bennink: Mir persönlich hat es geholfen, dass es damals bei meiner Tierärztin die Möglichkeit gab, den Hund einäschern zu lassen und auf einer Wiese im Rosengarten verstreuen zu lassen. Das war mir wichtig, damit ich einen Abschluss finden kann. Die Urne mit der Asche brauche ich nicht zur Trauerbewältigung. In Gedanken war Blue immer bei mir. Ich habe auch wirklich lange gebraucht, muss ich schon sagen. Mal wollte ich drüber sprechen, mal nicht. Einen Tipp oder ein Allheilmittel kann ich leider nicht geben. Ich denke einfach, es braucht immer Zeit. Direkt im Anschluss einen neuen Hund zu holen, kam für mich damals nicht in Frage.

Du bist auch ausgebildete Ernährungsberaterin. Achtest du auf was Besonderes bei der Ernährung deines Hundes?

Bettina Bennink: Ich füttere aktuell zur Eingewöhnung das mitgelieferte Futter vom Züchter aus Italien. Damit ich erst einmal etwaige Unverträglichkeiten und Durchfall vermeide und sie möglichst stressfrei ankommen kann. Bei meinem künftigen Futter achte ich darauf, dass nur wertvolle Proteine enthalten sind und auf einen hohen Fleischgehalt. Wenn alles gut läuft mit dem bisherigen Futter, stelle ich dieses, wenn Momo was älter ist, auf die Variante für ausgewachsene Hunde um, da es sehr wertvoll ist und man es auch einfach in Deutschland bekommt.

Euer erstes gemeinsames Weihnachtsfest steht an. Wie verbringt ihr Weihnachten?

Bettina Bennink: Alles spielt sich dieses Jahr bei mir ab. Auch wegen Corona natürlich etwas heruntergefahren. Meine Eltern und mein Bruder und seine Freundin kommen. Aber das ist es auch schon. Ich habe ab Mitte Dezember Urlaub und nutze die Zeit zur weiteren Eingewöhnung von Momo. Alles ganz ruhig und auf Momo abgestimmt, damit ich sie nicht überfordere. Ich freue mich auf die Ruhe und die Zweisamkeit.

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