Hundepfoten richtig pflegen


Wenn du deinen Hund beobachtest, wie er seine Pfoten leckt oder seine Krallen knabbert, gibt es ein Problem bei der Pfotenpflege. Mit der richtigen Behandlung der Hundepfoten kannst du Entzündungen, Parasiten und Fehlstellungen der Gelenke vorbeugen. Was du tun kannst, erklären wir dir hier.

Corgi und Terrier laufen

Wann du die Pfoten pflegen solltest

Da Hunde nicht mehr im Freien leben und sich meistens auf weichen Böden bewegen, bleibt ein natürlicher Abrieb der Krallen aus. Außerdem sprießen bei einigen Hunden zwischen den Pfotenballen Haare, die bei Überwuchs das Gehen behindern. Daher solltest regelmäßig das Fell an den Pfoten kürzen und Krallen schneiden, damit dein Hund keine Probleme bei der Bewegung hat. Bei diesen Symptomen weißt du, dass dein Hund eine Pfotenpflege benötigt.

  • Hund leckt an Pfoten
  • Hund knabbert Pfoten an
  • Krallen, die den Boden berühren und sich hochdrücken
  • Häufiges Ausrutschen auf glatten Böden
  • Unlust zu laufen oder gehen
  • Schrägstellung der Pfoten
  • Schmerzen beim Gehen
  • Lahmheiten, Hinken

Mögliche Gefahren durch unsaubere Pfoten

Wenn die Pfoten deines Hundes nicht regelmäßig gepflegt werden, kann dies gesundheitliche Schäden verursachen. Wenn dein Hund zu lange Krallen hat, üben diese einen schmerzhaften Druck beim Bewegen aus. Er wird die Pfoten seitlich stellen, um den Schmerz zu vermeiden. Durch diese Fehlstellung können jedoch Spätfolgen wie Muskelverspannung Muskelverhärtung und Gelenkschäden entstehen.

Bei überlangen Krallen besteht außerdem die Gefahr, dass sie einreißen, brechen oder auch abreißen. Sogenannte Wolfskrallen befinden sich an den Hinterbeinen etwas oberhalb der Pfote. Sie können ins Fleisch wachsen und neben Schmerzen auch Entzündungen verursachen. Im schlimmsten Fall bleibt dein Hund im Gebüsch hängen und reißt sich diese sogar aus.

In verfilzten Haaren zwischen den Pfotenballen nisten sich auch gerne Parasiten wie Zecken und Milben ein. Diese musst du auch dann entdecken und richtig entfernen.

Diese Pfotenutensilien brauchst du

Um die Haare und Krallen richtig zu pflegen, benötigst du verschiedene Untensilien:

  • Krallenzange oder Krallentrimmer (bei kleinen Hunden)
  • Krallenfeile
  • Fellschere mit stumpfen Enden
  • Taschenlampe, Kopflampe oder andere starke Lichtquelle
  • Badewanne oder Badeschüssel
  • Spezieller Pfotenbalsam

So pflegst du Pfotenhaare gesund

Wenn die Haare deines Hundes über den Pfoten hängen, kürzt du sie am besten auf die Höhe der Krallen. Auch in den Ballenzwischenräumen musst du die Haare wegschneiden, damit sie nicht verfilzen und den Hund rutschen lassen. Benutze dafür ausschließlich eine Spezialschere mit abgerundeten Enden.

Ein Pfotenbad kann Wunder wirken bei stark angegriffenen Pfoten. Gib dafür warmes Wasser in eine Wanne und pflege die Hundepfoten mit Shampoo. Anschließend spülst du sie gründlich aus und trocknest sie mit einem saugfähigen Handtuch vorsichtig ab.

Krallenschneiden richtig gemacht

Nach der Pfotenhaarpflege kannst du mit dem Krallenschneiden fortfahren und anschließend die Ballen mit einem Pfotenbalsam massieren. Das Schneiden erfordert anfangs eine gewisse Übung, da du richtig mit der Krallenzange und der Feile umgehen musst. Lass dir eventuell zuerst von einem Tierarzt über die Schulter schauen. Du musst die Hundekrallen so schneiden, dass sie den Boden nicht berühren und die Kralle selbst nicht dabei verletzt wird.

Achte besonders auf Pflege im Winter

Während der kalten Jahreszeit ist Streusalz oder hartes Streugut äußerst unangenehm für die Hundepfoten. Diese reißen die Pfotenballen auf und verursachen Brennen und blutige Verletzungen, die Entzündungen als Folge haben können. Außerdem können Rollsplitt, Eis und Schnee in den überlangen oder verfilzten Haaren zwischen den Ballen hängen bleiben. Das kannst du tun:

  • Das Fell um die Pfote herum und zwischen den Ballen kürzen
  • Die Ballen mit spezieller Pfotensalbe geschmeidig halten
  • Spezielle Hundeschuhe oder wetterfeste Söckchen bei besonders sensiblen Pfoten anziehen

Wie pflegst du die Pfoten deines Hundes? Erzähle es uns doch gerne hier in einem Kommentar.

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