Hundekrankheiten – Woran erkranken Hunde häufig?


Wenn deine Fellnase Schmerzen hat, merkst du das zum Glück recht schnell. Doch die Ursache für das Unwohlsein deines Hundes herauszufinden, kann mitunter sehr schwierig sein. Deswegen haben wir eine Liste der häufigsten Hundekrankheiten für dich zusammengestellt.

Kleiner Hund beim Arzt

Allergien

Auch Hunde können unter Allergien leiden. Hier gibt es verschiedene Hundekrankheiten. So leiden manche Hunde unter einer Futtermittelunverträglichkeit. Andere haben mit einer Hautallergie oder einer Kontaktallergie zu kämpfen. Je nachdem, um welche Allergie es sich handelt, können ganz verschiedene Symptome auftreten. Wenn sich dein Vierbeiner sonderbar verhält, solltest du stets einen Tierarzt aufsuchen, um einen Test durchführen zu lassen. Das ist z.B. ratsam, wenn sich dein Liebling sehr häufig kratzt, jedoch an keinem Parasitenbefall leidet. Dann ist eine Hautallergie wahrscheinlich. Bei einer Lebensmittelallergie kommt es immer mal wieder vor, dass Fellnasen bestimmte Substanzen nicht vertragen. Das geht dann häufig mit Durchfall oder Erbrechen einher.

Wenn dein Vierbeiner unter einer Lebensmittelallergie leidet, solltest du natürlich die Ernährung des Hundes umstellen und in Zukunft darauf achten, dass die unverträglichen Inhaltsstoffe nicht mehr enthalten sind. Es gibt zum Beispiel auch spezielles Allergikerfutter. Lasse dich am besten bei deinem Tierarzt beraten.

Arthritis und Arthrose

Eine weitere schmerzhafte Hundekrankheit ist die Gelenkkrankheit Arthrose. Sie entsteht durch altersbedingten Verschleiß, genetische Veranlagungen, Überbelastung durch Übergewicht oder zuvor aufgetretene akute Entzündungen wie z. B. durch Infektionen, Bänderrisse oder Traumata. Meist sind von dieser Hundekrankheit folgende Partien betroffen:

  • Knie
  • Ellenbogen
  • Schulter
  • Wirbelsäule
  • Hüfte

Ältere Hunde haben ein erhöhtes Risiko, dass es bei ihnen zu Arthrose kommt. Bei dieser Hundekrankheit nutzt sich das Knorpelgewebe immer weiter ab, sodass die Gelenkknorpel aneinander reiben. Wenn eine Gelenksentzündung vorliegt, handelt es sich hingegen um Arthritis. Beide Arten der Gelenkserkrankung verursachen starke Schmerzen und schränken den Hund in seiner Bewegung ein.

Hepatitis

Bei dieser Hundekrankheit handelt es sich um eine ansteckende Leberentzündung, die lebensgefährlich verlaufen kann. Sie kann auch bei Menschen auftreten. Die Hepatitis contagiosa canis (HCC) ist jedoch eine spezielle Form, die ausschließlich Hunde trifft. Wenn dein Liebling folgende Symptome zeigt, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam:

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhte Temperatur
  • Müdigkeit
  • Durst
  • Später Durchfall und Erbrechen
  • Schmerzen im Bauchraum

Anstecken tut sich dein Vierbeiner meist durch Kontakt mit Kot, Speichel und anderen Körperausscheidungen, in denen das Virus lange erhalten bleibt. Vermeide es wenn möglich dein Liebling mit den Ausscheidungen anderer Hunde in Kontakt kommen zu lassen.

Magendrehung

Die Magendrehung ist eine der gefürchtetsten Hundekrankheit überhaupt. Eine unbehandelte Magendrehung kann zum Tod des Tieres führen. Große Hunderassen mit tiefer Brust sind häufig betroffen, doch können auch kleine Tiere in Ausnahmefällen betroffen sein. Wie der Name schon sagt, dreht sich hier der Magen des Hundes einmal komplett um. Durch die Drehung können der Darmeingang, die Speiseröhre und Blutgefäße komplett verschlossen werden. Du kannst bei einer Magendrehung keine Erste Hilfe leisten, sondern musst direkt mit deinem Liebling zum Arzt. Bei folgenden Symptomen solltest du schnellstmöglich einen Tierarzt, besser sofort eine Tierklinik aufsuchen:

  • Aufgeblähter Bauch
  • Unruhe
  • Futterverweigerung
  • Speichelfluss
  • Würgereiz, vergeblicher Brechreiz
  • Im späten Zustand ein trommelartiger Bauch

Damit es zu keiner Magendrehung kommt, ist es ratsam, das Futter auf kleinere Portionen während des Tages zu verteilen, z.B. 3 bis 4 mal täglich. Nach dem Essen sollte immer erstmal eine kurze Ruhe- und Verdauungsphase von 30 Minuten erfolgen, bis es wieder ans Spielen und Toben geht. Eine zuverlässige Prophylaxe gegen diese Hundekrankheit ist leider nicht möglich.

Parasitenbefall

Wenn dein Hund von Parasiten befallen ist, muss man zwischen Endo- und Ektoparasiten unterscheiden.

Endoparasiten

Zu Endoparasiten zählen Bandwürmer, Hakenwürmer und Spulwürmer. Die Würmer können z.B. von Mäusen oder vom Kot anderer Tiere übertragen werden. Symptome sind je nach Wurmart unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Verdauungsprobleme, Erbrechen, plötzliche Gewichtsreduktion, Blut im Kot und Lethargie sind jedoch häufige Anzeichen. Wenn dein Liebling von Würmern befallen ist, hilft nur die Gabe von Mitteln gegen Würmer durch den Tierarzt. Prophylaktisch empfiehlt sich auch dem Hund eine Wurmkur zu geben.

Ektoparasiten

Zu den Ektoparasiten zählen Milben, Zecken und Flöhe. Symptomen sind:

Durch einen Befall können schlimme Krankheiten übertragen werden. Schützen kannst du deinen Liebling durch die regelmäßige Säuberung des Fells mit einem Flohkamm und die Reinigung des Schlafplätzchens und der weiteren Umgebung.

Parvovirose

Bei dieser Hundekrankheit handelt es sich um eine Viruserkrankung des Darms, die häufig bei Welpen auftritt. Dabei zeigen sich folgende Symptome:

Gegen Parvovirose kann man impfen. Die Impfung gehört zu den Pflichtimpfungen und sollte am besten schon im Welpenalter erfolgen. Die akute Behandlung erfolgt durch die Verabreichung von Vitamin K, Flüssigkeitsinfusionen und Mitteln gegen Durchfall.

Zwingerhusten

Auch wenn der Name andere Vermutungen nahe legt – vom Zwingerhusten können nicht nur Hunde in Zwingern betroffen seien, sondern alle. Die Hundekrankheit ist hoch ansteckend und verbreitet sich schnell. Überall, wo viele Hunde zusammenkommen, besteht die Gefahr der Ansteckung. Die Übertragung der Krankheit erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Symptome sind:

  • Trockener und rauer Husten, fast wie Bellen
  • Fieber
  • Probleme bei der Atmung
  • Nasen- und Augenausfluss
  • Verschleimter Rachen

Parainfluenza, so die medizinisch korrekte Bezeichnung, muss vom Tierarzt behandelt werden, da schwere Fälle zu einer Lungenentzündung führen können. Zur Behandlung dieser Hundekrankheit verabreicht der Arzt meist Antibiotika, Schleimlöser und Fiebersenker. Es existiert auch eine Impfung gegen Zwingerhusten.

Welche Hundekrankheiten hatte dein Hund schon mal? Erzähl uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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