Hunde, die nicht haaren


Menschen verlieren jeden Tag Haare. Das trifft auch auf Hunde zu. Manche haaren so viel, dass eine regelmäßige Fellpflege nötig ist, um den Haarverlust in Schach zu halten. Doch einige Rassen haaren gar nicht oder kaum. Wir erklären dir, welche das sind.

Pudel sitzt auf Sessel

Hunde haaren unterschiedlich

Ob im Auto, an der Kleidung oder in der Wohnung – überall, wo man hinschaut, können Hundehaare sein. Mit Staubsauger und speziellen Bürsten kannst du den Haarverlust einigermaßen in den Griff bekommen, doch dies ist zeitaufwändig. Wenn du nicht bereit bist, jeden Tag deine Wohnung putzen zu wollen, solltest du bei einer Neuanschaffung darüber nachdenken, dir einen wenig haarenden Hund zuzulegen.

Manche Hunde haaren das ganze Jahr über, manche fast nur während des Fellwechsels, und andere haaren so gut wie gar nicht. Das heißt jedoch nicht, dass Letzteren keine Haare ausfallen. Sie verlieren sie nur nicht. Zum Beispiel haaren die lockigen Pudel zwar nicht, müssen aber trotzdem regelmäßig geschoren werden. Denn ihre toten Haare verfangen sich in ihrem Fell. Ein Besuch beim Hundefriseur ist bei dieser Rasse also nötig.

Ob ein Hund mehr oder weniger Haare verliert, hängt nicht von der Größe ab. Grundsätzlich gilt jedoch: Je größer ein Hund ist, umso mehr Haare können prinzipiell auch ausfallen. Es ist auch nicht entscheidend, ob es sich um einen kurzhaarigen oder langhaarigen Hund handelt. Die langhaarigen Yorkshire Terrier haaren zum Beispiel weniger als Schäferhunde. Der Grund dafür ist die Unterwolle. Das darüberliegende Fell kann auch die Unterwolle aufhalten.

Hunderassen, die wenig haaren

  • Pudel: Diese Hunde verlieren zwar keine Haare, müssen aber regelmäßig zum Hundefriseur gebracht werden.
     
  • Wasserhunde: Sowohl der Lagotto Romagnolo wie auch der Französische und Portugisische Wasserhund verlieren keine Haare. Einmal pro Woche sollten sie gebürstet werden, und etwa dreimal im Jahr müssen die Hunde zum Scheren.  
     
  • Bichon Frisé: Die besondere Fellstruktur sorgt dafür, dass ein Bichon nur ganz wenig haart. Tägliches Bürsten ist jedoch zu empfehlen, außerdem muss das Fell regelmäßig geschnitten werden. 
     
  • Schnauzer: Bei regelmäßiger Fellpflege haaren Schnauzer so gut wie nicht. Voraussetzung dafür ist jedoch möglichst tägliches Kämmen und ca. dreimal pro Jahr das Trimmen.
     
  • Labradoodle & Co.: Hunde, die nicht haaren, sind unter anderem auch der LabradoodleGoldendoodle und Maltipoo. Sie weisen eine ähnliche Fellstruktur wie Pudel auf und verlieren dementsprechend kaum Haare.
     
  • Malteser: Zwar sind Malteser langhaarige Hunde, doch aufgrund der fehlenden Unterwolle ist der Haarverlust gering. Dafür ist die Fellpflege umso aufwändiger.
     
  • Terrier: Viele Terrier-Rassen wie der Airedale, Border, Fox, Irish und Welshterrier gehören zu den Hunden, die wenig haaren. Diese müssen aber auf jeden Fall getrimmt werden.

Fellpflege bei Hunden, die nicht haaren

Insbesondere beim Fellwechsel im Frühling und Herbst haaren Hunde mehr als sonst. Auch diejenigen Hunderassen, die weniger haaren. Am besten kämmst du deinen Hund in dieser Zeit häufiger. Das entfernt die toten Haare frühzeitig. Auch ein “Abledern” mit einem feuchten Tuch kann viele abgestorbene Haare aus dem Unterfell zu Tage bringen.

Hat dein Hund eher gelocktes Fell und verliert keine Haare, solltest du ihn zwei- bis dreimal pro Woche bürsten. Hat er wiederum seidiges Haar, braucht er viel Pflege und sollte am besten täglich gründlich gebürstet werden. Wenn es sich um eine drahthaarige, kurzhaarige oder langhaarige Rasse mit viel Fell handelt, solltest du ihn mindestens einmal pro Woche mit einer passenden Bürste behandeln.

Gefällt es deinem Hund nicht, gebürstet zu werden, solltest du versuchen, ihn langsam und mit positiver Bestärkung daran zu gewöhnen. Besonders gut ist es, wenn er sich gerade in einer Entspannungs- und Ruhephase befindet. Dabei solltest du natürlich immer beachten, mit dem Strich zu bürsten und nicht dagegen.

Hunde, die nicht haaren, für Allergiker

Hunde, die wenig haaren, gelten sogar als anti-allergisch. Tatsächlich reagieren Allergiker aber nicht auf die Haare, sondern auf Speichel, Hautschuppen und Urin des Hundes. Das alles verfängt sich im Fell, und wenn ihm Haare ausfallen, verteilen sich diese in der Wohnung. Für Allergiker sind also Hunde geeignet, die wenig sabbern und wenig haaren.

Dennoch kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Eine anti-allergische Hunderasse zu wählen, ist also keine Garantie. Wenn du also nicht weißt, ob du allergisch bist, solltest du mit deinem neuen Hund viel Zeit verbringen.

Hast du einen Hund, der wenig haart, oder willst du dir einen anschaffen? Erzähle es uns hier in einem Kommentar.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Hundeleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Es ist für Allergiker geeignet. Wenn du dich bei uns registriert hast, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

0 Kommentare