Hund zittert – Das steckt dahinter


Wenn dein Hund zittert, ist das nicht immer gleich ein Grund zur Panik. Es gibt nämlich manche Rassen, die einfach eher dazu neigen. Auch andere harmlose Ursachen können Zittern bedingen. Welche diese sind und wann du zum Tierarzt gehen solltest, erklären wir dir hier.

Kleiner Hund liegt auf rotem Sofa

Harmlose Ursachen von Zittern

Körperliche Gründe

Körperliche Aspekte können das Zittern temporär auslösen. Manche Rassen neigen nämlich von Natur aus dazu. Ein Terrier steht konstant unter Strom aufgrund seines Jagdtriebes. Indem er also zittert, kompensiert er diese innere Anspannung. Auch viele kleine Hunderassen bauen Spannung ab, und außerdem frieren sie leichter. Bei Chihuahuas ist das zum Beispiel der Fall.

Nackthunde oder Tiere ohne Unterwolle frieren ebenfalls verhältnismäßig schnell. Nach einer aktiven Laufrunde zittern diese Vierbeiner also am ganzen Körper. Achte dabei darauf, dass der Hund nicht unterzuckert.

Auch wenn dein Hund älter ist, kann er von Zeit zu Zeit zucken oder etwas zittrig auf den Beinen sein. In den meisten Fällen ist das gesundheitlich unbedenklich.

Emotionale Gründe

Wie wir Menschen reagieren Hunde körperlich auf Stress, Aufregung oder Angst. Auslöser können beispielsweise ungewohnte Situationen, andere Hunde oder fremde Menschen sein: In der Silvesternacht machen die lauten Feuerwerkskörper vielen Vierbeinern Angst. Auch vor dem Autofahren können Hunde Zittererscheinungen haben. Weitere Symptome sind:

  • Angelegte Ohren
  • Knurrende Geräusche
  • Zähnefletschen
  • Kauernde Haltung
  • Zwischen die Beine geklemmte Rute

Zittern beim Träumen

Manche Hunde zittern sogar im Schlaf. Da sie nachts das verarbeiten, was sie am Tag erlebt haben, können Träume sehr lebhaft sein. Dies kann mit Muskelbewegungen einhergehen. Das heißt nicht, dass dein Hund einen Albtraum hat, sondern meistens entspannt er und baut Stress ab.

Harmlose Ursachen auf einen Blick

  • Spannungsabbau
  • Kälte
  • Anstrengung
  • Alter
  • Stress
  • Angst
  • Freude
  • Träumen
  • Erlerntes Verhalten

Gefährliche Ursachen von Zittern

Zittert dein Hund häufig, langanhaltend oder unerwartet, kann das ernsthaftere Gründe haben. Achte deshalb auf weitere Symptome wie:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hinken
  • Jaulen
  • Apathie

Es gibt auch einige Krankheiten, zu deren Symptomen Zittern zählt. Darunter etwa:

● Staupe
● Shaker-Syndrom
● Nierenversagen
● Hirnerkrankungen
● Epilepsie
● Magendrehung
● Vergiftung

Du musst jedoch zwischen Zittern und Krampfen unterscheiden. Selbst ein Hund, der sehr stark zittert, hat immer noch die volle Kontrolle über seinen Körper, kann Augenkontakt suchen und ist ansprechbar. Hat ein Hund einen Krampfanfall, verliert er die Kontrolle über seinen Körper, reagiert nicht auf dich und zuckt meist deutlich sichtbar mit den Gliedmaßen. Bei Krampfanfällen musst du direkt zum Tierarzt.

Das kannst du gegen Zittern tun

Wenn dein Hund eine ernsthafte Krankheit hat und regelmäßig zittert, dann musst du natürlich direkt zum Tierarzt. Bei harmloseren Ursachen kannst du selbst einiges tun.

Wenn deinem Vierbeiner oft kalt ist, kannst du ihm ein Hundemäntelchen anziehen. Außerdem hilft regelmäßige Fellpflege: Mit der Bürste entfernst du abgestorbene Unterfellreste und beugst ebenso einer Erkältung vor.

Wenn dein Hund zittert, um Aufmerksamkeit zu bekommen, solltest du dein Verhalten ändern. Schenkst du ihm nämlich Leckerlis oder belohnst ihn in irgendeiner Form, dann verbindet er Zittern mit etwas Positivem. Du solltest ihn jedoch genau beobachten, ob es wirklich nur ein erlerntes Verhalten ist oder ob mehr dahinter steckt.

Auch bei Angst kann dein Verhalten den Hund positiv beeinflussen. Denn wenn du ihn tröstest und beruhigst, bestätigt dies seine Angst vor einer bestimmten Situation. Daher ist es sinnvoll, gelassen zu bleiben. Generell solltest du in jedem Fall das Zittern genau beobachten und prüfen, in welchen Situationen es auftritt.

Wie gehst du mit dem Zittern deines Hundes um? Erzähle es uns gerne hier in einem Kommentar.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik mit Illustrationen Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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