Hund und Postbote – Warum mögen Hunde keine Postboten?


Einige Hunde spielen verrückt, sobald ein Postbote, ein Pizzalieferant oder andere Zusteller sich dem Grundstück nähern. Tatsächlich werden jährlich sogar ca. 1000 Postboten von Hunden gebissen. Erfahre hier, was es damit auf sich hat und wie du deinen Hund dazu bringen kannst, den Fremden zu akzeptieren. 

Nicht immer wird vor dem Hund gewarnt

Hund und Postbote: Wieso bellt mein Hund den Postboten an?

Dass der Hund den Postboten anbellt, hat mehrere Gründe. Die Reaktion deines Hundes beruht auf einem großen Missverständnis. Der Postbote kommt in der Regel täglich vorbei, wird aber nicht als Gast behandelt. Deshalb sehen ihn Hunde oft als Eindringling, denn in der Regel kommen deine Gäste ins Haus und werden von dir herzlich begrüßt. Dies zeigt deinem Vierbeiner, dass sie willkommen sind. 

Anders sieht es bei Postboten aus. Postboten klingeln, halten an der Haustür, übergeben die Lieferung und gehen dann sofort wieder weg. Wenn der Postbote jedoch das Grundstück betritt und zum Haus oder Briefkasten geht, betritt er gleichzeitig auch das Revier deines Hundes. Viele Hunde sind dann sehr misstrauisch und bellen aus Unsicherheit, als Warnung oder aus Angst. Hunde verstehen in der Regel die Aufgabe des Postboten nicht und gehen davon aus, dass das Bellen den Eindringling verscheucht hat. 

Diese Situation wiederholt sich meist sogar schon am nächsten Tag. Dein Hund ist dann irritiert, weil er den Postboten eigentlich gestern verscheucht hat und reagiert wieder mit Bellen. Wahrscheinlich bellt dein Hund diesmal sogar etwas stärker, um sein Revier zu verteidigen. Das Verhalten deines Hundes kann immer aggressiver werden. 

Hund und Postbote: Riechen Hunde Angst?

Dieses Verhalten von Hunden führt leider auch dazu, dass manche Postboten Angst vor Hunden haben. Vor allem wenn sie selbst schon schlechte Erfahrungen mit einem Hund gemacht haben, verspüren sie Angst beim Betreten des Grundstücks. Dies zeigt sich nicht nur durch seine vor Angst verkrampfte Körperhaltung, sondern auch an seinem Geruch.

Die Angst verströmt in Form von Duftstoffen, den sogenannten Pheromonen. Dein Hund hat einen viel stärkeren Geruchssinn und kann daher diesen Duftstoff wahrnehmen. Die Angst verunsichert deinen Hund und kann zu aggressivem Verhalten führen. Wenn die Person sich dann umdreht und versucht, von deinem Hund wegzulaufen, kann dies den Jagdinstinkt zusätzlich herausfordern, und er wird der Person hinterherlaufen. Stehenbleiben und in die Augen starren ist ebenfalls nicht ideal, da dies von dem Hund als Herausforderung oder Bedrohung empfunden werden könnte.

Viele verschiedene Gerüche

Dein Hund riecht nicht nur die Angst des Postboten, sondern nimmt auch viele verschiedene Gerüche wahr, die an seiner Kleidung oder sogar an Briefen haften bleiben. Der Briefträger betritt täglich viele verschiedene Grundstücke und zieht die Gerüche mit sich. Auch der Geruch von anderen Hunden oder Katzen kann in diesem Geruchsmix enthalten sein. Für deinen Hund ist das nur verwirrend und weckt Misstrauen.

Hund und Postbote: Tipps für Hundehalter und Postboten

Als Hundehalter bist du für deinen Hund verantwortlich, denn die Erziehung bestimmt das Verhalten deines Lieblings. Eine aggressive Haltung gegenüber Postboten kann sehr gefährlich werden. Jährlich werden sogar ca. 1000 Postboten von Hunden schwer gebissen und fallen mindestens einen Arbeitstag aus. So eine schlechte Erfahrung stellt oft eine psychische Belastung dar. Du als Hundehalter kannst dies durch frühzeitiges Eingreifen vermeiden. 

Dies kannst du als Hundehalter tun:

  • Deinen Hund anleinen oder wegschicken.
  • Pakete und Briefe ruhig und freundlich entgegennehmen.
  • Hund belohnen und loben, wenn er ruhig bleibt. 
  • Briefkasten vor dem Grundstück aufbauen.

Auch wenn der Hund gut erzogen ist, kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Du könntest auch selbst Postbote sein und täglich mit solchen Konfrontationen zu tun haben. Es gibt auch Unternehmen, die ein Hundetraining für Postboten anbieten.

Dies solltest du als Postbote nicht tun:

  • Den Hund füttern oder streicheln.
  • Das Grundstück betreten, wenn der Hund dort frei läuft.
  • Schnell oder hektisch bewegen.

Wie verhält sich dein Hund gegenüber dem Postboten? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

Unsere Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zur Hundehaltung und deren Vor- und Nachteile. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Vorteile eines Hundes sind besonders, dass sich der Hundehalter viel bewegt, der Hund treu ist und aufheitert. Nachteile sind vor allem die Hundesteuer und die vielen Haare.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

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