Hund trimmen – Das ist zu beachten


Das Trimmen von Hundefell ist ein wichtiger Bestandteil der Fellpflege. Denn manche Rassen benötigen diese regelmäßig, damit ihr Fell gesund bleibt. Was du alles beim Trimmen beachten musst, erfährst du hier.

Rauhaardackel in Nahaufnahme

Warum musst du das Hundefell trimmen?

Bei dieser Prozedur wird altes und abgestorbenes Haar mit einem speziellen Trimmmmesser mitsamt der Wurzel ausgezogen. Das klingt schmerzhaft, fühlt sich aber für einen Hund ganz anders an als für uns Menschen. Das Trimmen hat viele Vorteile:

  • Dein Hund „schwitzt“ nicht mehr so stark im Sommer.
  • Das Hundefell wirkt gesünder.
  • Es beugt Hautreizungen und Ekzemen vor.
  • Lose Haare werden entfernt.
  • Hunde fühlen sich wohler.

Welche Hunderassen müssen getrimmt werden?

Es gibt einige Hunderassen, bei denen das Trimmen grundsätzlich vorgenommen werden sollte. Dazu gehören Rassen wie viele Terrier oder Schnauzer wie der Rauhaardackel. Deren Fell ist nämlich sehr drahtig und wächst hart nach. Würden diese Hunde nur geschoren werden, könnten sich neue Haare nicht so gut nachbilden. Es ist also wichtig, dass das abgestorbene Deckhaar entfernt wird, da es ansonsten zu Hautreizungen oder sogar zu Ekzemen kommen kann. Zudem lässt sich durch das regelmäßige Trimmen das Fellwachstum anregen.

Trimmen beim Hundefriseur

Bevor du also zu einem Hundefriseur gehst, solltest du folgende 3 Punkte beachten:

1. Bereite deinen Hund vor

Damit es später auf dem Trimmtisch keine Probleme gibt, kannst du schon mal mit deinem Vierbeiner vorher üben. Einen Welpen gewöhnst du an das Trimmen, indem du ihn mehrmals pro Woche auf einen Tisch setzt und für geduldiges Stillsitzen belohnst, zum Beispiel mit einem Leckerli. Bürste und kämme außerdem das Fell, auch wenn es noch keinen Effekt hat. Dann kommt im Hundesalon keine Angst vor der Massage mit dem Trimmmesser auf.

2. Wähle den richtigen Zeitpunkt

Wenn du bei deinem Hund das Fell trimmen willst, fängst du besser nicht zu früh damit an. Denn seine Haare verändern sich in den ersten Lebenswochen noch stark: Bei einem Welpen können sie erst ganz weich und später hart und fest sein. Noch weiches Fell sollte nicht getrimmt werden. Erst ab dem dritten Monat, manchmal noch später, lohnt sich ein Besuch beim Hundefriseur.

Wenn dein Hund beginnt, sich zu kratzen, und Haare verliert, dann versucht, er die abgestorbenen Haare selbst zu entfernen. Kannst du schon mit einem leichten Zupfen Haare aus dem Fell lösen, dann ist es Zeit für den ersten Trimmversuch.

3. Plane regelmäßige Fellpflege ein

Wenn dein Hund die Friseursitzungen gut annimmt, solltest du im Abstand von 3 bis 4 Monaten das Hundefell trimmen lassen. Wie oft du das letztendlich tust, ist abhängig von der jeweiligen Rasse und der Haarbeschaffenheit. Sorge aber für einen regelmäßigen Rhythmus – so erzielst du sogar einen sogenannten „rolling coat“. Das bedeutet, dass zum Zeitpunkt des Trimmens bereits ausreichend neues Deckhaar nachgewachsen ist und somit keine Löcher im Fell entstehen. Beim Friseurbesuch solltest du mehrere Stunden einplanen. Diese Zeit kannst du jedoch verkürzen, indem du selbst alle 14 Tage überstehendes Haar vorsichtig auszupfst.

Hund selbst trimmen

Wenn du das Fell deines Hundes selber trimmen willst, solltest du dir die Prozedur einmal von einem Hundefriseur zeigen lassen. Somit kannst du sichergehen, dass du auch alle Schritte richtig machst. Und so geht es:

  • Überprüfe den Zustand des Fells. Denn um den Hund trimmen zu können, muss das Fell die nötige Reife haben. Reif ist es, wenn sich Haarbüschel ganz leicht aus den Haarfollikeln lösen lassen, ohne dass es dem Hund Schmerzen bereitet.
  • Greife Strähne für Strähne mit Daumen und Zeigefinger und zupfe das alte Fell mit einer schnellen Bewegung heraus. Alternativ setzt du ein stumpfes, nicht schneidefähiges Trimmmesser an, klemmst die Haare zwischen Kamm und Daumen ein und entfernst so abgestorbenes Deckhaar und loses Wollhaar. Mit einem grobzahnigen Kamm erwischst du die untenliegenden Wollhaare. Ein feiner Kamm eignet sich hingegen für das oberflächliche Deckhaar.
  • Bürste anschließend das Fell gut, damit die Haut massiert und gut durchblutet wird. Das regt außerdem die Talgdrüsen an. Anschließend ist das Fell kürzer, luftiger, farbintensiver und seidig glänzend.
  • Bei der Unterwolle kannst du die abgestorbenen Haare einfach mit einer normalen Hundefellbürste ausbürsten.

Hast du deinen Hund schon einmal selbst getrimmt? Erzähle uns gerne von deiner Erfahrung hier in einem Kommentar.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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