Hund stirbt: So gehst du damit um

Wenn dein Hund stirbt, ist das natürlich ein schwerer Verlust für dich. Wenn das vertraute Bellen verstummt, kann die Trauer überwältigend sein. Trotzdem musst du dich darauf vorbereiten, wenn es mal so weit ist. Wir erklären dir die wichtigen Punkte dazu.

Liegender Hund schwarz-weiß

Wann du dich von deinem Hund verabschieden musst

Es hängt von der Art des Todesfalls ab, wie du dich von deinem Hund verabschieden kannst. Manchmal ist das Ableben absehbar, in anderen Fällen tritt der Tod plötzlich ein. Das ist natürlich emotional sehr belastend. Wichtig ist in jedem Fall, das Ende so stressfrei wie möglich zu gestalten. Folgende Umstände können eintreten:

Altersschwäche

Wenn der Hund alt geworden ist und seine natürliche Lebenszeit sich dem Ende zuneigt, ist es für alle Seiten das ideale Szenario, wenn das Tier auf natürliche Weise einschläft.

Schwer kranker Hund

Wenn dein Hund schwer krank und nicht mehr therapierbar ist, musst du früher oder später über eine Einschläferung nachdenken. Auch wenn sich schmerzhafte Altersbeschwerden aufsummieren, sodass das Tier leidet, solltest du das in Erwägung ziehen. Auch in einem solchen Fall hast du genügend Zeit, weitere Schritte abzuwägen und dich bewusst mit dem Sterben deines Vierbeiners auseinanderzusetzen.

Unfalltod

Bei einem Unfalltod hast du leider keine Möglichkeit, dich von deinem Vierbeiner zu verabschieden. Das ist ein sehr wuchtiger Schlag, den du verarbeiten musst.

Akute Komplikationen

Vergiftungen oder schwere Verletzungen stellen Hundehalter nicht selten vor eine schwere Entscheidung. Auch hier bleibt dir leider wenig Zeit zum Abschiednehmen, gerade, wenn du binnen kürzester Zeit über Einschläferung im Notfall entscheiden musst.

Wann du deinen Hund einschläfern lassen solltest

Den Entschluss, einen geliebten Hund gehen zu lassen, nimmt kein Tierhalter auf die leichte Schulter. Wenn der Leidensdruck für das Tier zu groß wird, solltest du versuchen, die Situation so sachlich wie möglich zu bewerten. Es ist nachvollziehbar, dass du Verlustängste hast und das unabwendbare Ende hinauszögern möchtest. Letztendlich verlängerst du aber das Leiden des Tieres.

Am besten lässt du dich von deinem Tierarzt beraten. Er kann den gesundheitlichen Zustand und den angemessenen Zeitpunkt für den letzten Tierarztbesuch beurteilen. Durch die Verabreichung eines Beruhigungs- und eines Narkosemittels wird dein Hund dann fachgerecht eingeschläfert. Er stirbt dabei schlafend und schmerzfrei. Viele Tierärzte bieten auch Einschläferungen bei Hausbesuchen oder Sonderterminen außerhalb der Sprechzeiten an: So ersparst du dem Tier in seinen letzten Stunden Stress. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt die Kosten, und diese liegen zwischen 20 und 58 €.

Mache dir im Vorfeld Gedanken darüber, wer dir bei dieser Situation zur Seite stehen soll oder ob du überhaupt dabei sein möchtest. Im unvorbereiteten Ernstfall könnte diese Entscheidung dich emotional überfordern.

Wo du deinen Hund beerdigen kannst

Die Frage, was mit dem Körper des geliebten Hundes geschehen soll, stellt Tierbesitzer beim Verlust vor schwierige Entscheidungen. Wenn der Hund in der Tierarztpraxis eingeschläfert wird und du keinen anderen Wunsch äußerst, wird die Tierleiche der örtlichen Tierkörperbeseitigung zugeführt. Dies ist auch Anlaufstelle, wenn du keine andere Möglichkeit hast, die Bestattung deines Hundes vorzunehmen.

Begraben im Garten

Wenn du ein Grundstück besitzt, kannst du deinen Hund begraben. Allerdings darf das Grundstück nicht in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet liegen. Das Grab soll mindestens einen halben Meter tief und einen Meter vom nächsten öffentlichen Weg entfernt sein. Außerdem muss das tote Tier mit einem verrottenden Material umhüllt sein, etwa mit einem Pappkarton, also nicht in Folie oder Plastik.

Kremation

Ist eine private Beerdigung keine Option, kannst du dich an ein Tierkrematorium wenden und dir die Asche deines Hundes in einer Urne aushändigen lassen. Zwischenzeitlich gibt es in jedem Bundesland Tierkremationen. Die Kosten für die Kremation richten sich meist nach dem Gewicht des Tieres.

Tierfriedhöfe

Auch spezielle Tierfriedhöfe, wo du ein Grab für deinen Hund anmieten kannst, sind bundesweit zu finden. Strikt verboten ist hingegen, einen toten Hund im öffentlichen Raum, im Wald oder Park zu begraben. Dies gilt als Ordnungswidrigkeit und kann bis zu 20.000 € Bußgeld kosten.

Trauer bewältigen

Jeder Hundehalter trauert anders um seinen verstorbenen Mitbewohner. Der Verlust des Tiers hinterlässt eine Leere. Vor allem spürst du im Alltag, dass die Fellnase nicht mehr da ist. Lasse diese Gefühle zu, denn du hast einen wichtigen Vertrauten verloren. Auch kann es bei der Bewältigung der Trauer helfen, sich mit anderen Tierhaltern auszutauschen, die bereits mit solchen Verlusten konfrontiert waren. Rituale helfen ebenfalls: Du kannst ein Foto deines Hundes aufstellen oder sein Lieblingsspielzeug an das Grab legen.

Wie bist du mit der Trauer umgegangen? Erzähle uns deine Sicht hier in einem Kommentar.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik mit Illustrationen Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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