Hund hustet: Was dahinter steckt


Husten stellt einen häufigen Grund für den Gang zum Tierarzt dar. Wenn dein Hund hustet, kann das sehr unterschiedliche Gründe haben. Meistens ist er harmlos und verschwindet genauso schnell, wie er aufgetaucht ist. In erster Linie ist er ein Schutzreflex, der mögliche Störungen und Fremdkörper in den Atemwegen beseitigen möchte. Doch gelegentlich verbirgt sich eine ernstzunehmende Erkrankung dahinter. Was du über Husten beim Hund und die jeweiligen Ursachen wissen solltest, erfährst du hier.

Junger hellbrauner Hund liegt im Bett

Formen von Hundehusten

Trockener Husten

Trockener Husten wird auch als Reizhusten oder unproduktiver Husten bezeichnet. Dabei hustet der Hund trocken, kräftig, hart oder bellend und leidet unter starken Schmerzen. Diese Form ist ohne Auswurf, das heißt, es geht kein Schleim mit dem Husten ab. Der Husten kann dabei akut oder chronisch auftreten.

Feuchter Husten

Feuchter Husten hat eine weichere Erscheinung als trockener und zeichnet sich durch den Auswurf von Sekret aus. Dieser Husten wird oft von Würgen am Ende des Hustens begleitet. Dabei wird ein Sekret in Form von Schleim oder Flüssigkeit erbrochen bzw. hervorgewürgt. Bei feuchtem Husten hört man häufig ein zusätzliches, rasselndes und gurgelndes Geräusch.

Ursachen von Hundehusten

Folgende Ursachen kommen für den akuten Reizhusten besonders in Betracht:

1. Erkältung

Hinter einem Husten kann gelegentlich ein grippaler Infekt stecken. Besonders bei den aktuellen schlechten Wetterbedingungen ist dein Hund anfälliger dafür, sich zu erkälten. Typisch auftretende Symptome sind neben dem Husten eine laufende Nase, tränende Augen und Niesen.

2. Bronchitis

Eine Bronchitis zählt beim Hund zu den häufigsten Atemwegserkrankungen und ist eine Entzündung der unteren Luftwege im Bereich der Bronchien. Diese kann auch chronisch verlaufen, falls sie länger als zwei Monate besteht. Die Ursachen für eine Bronchitis können dabei vielfältig sein. Am häufigsten entzünden sich die Bronchien infolge von Virusinfektionen oder Allergien. Das typische Symptom einer Bronchitis ist das häufige Husten.

3. Infektionen im Hals-, Kehlkopf- oder Luftröhrenbereich

Wenn dein Hund eine Infektion im Hals-, Kehlkopf- oder Luftröhrenbereich hat, kann dies ein Auslöser für einen trockenen Husten sein.

4. Asthma

Wenn dein Hund nur gelegentlich hustet und hauptsächlich an bestimmten Orten, kann eine Allergie die Ursache sein. Das durch eine allergische Reaktion ausgelöste Asthma kann dementsprechend zu einem Husten bei deinem Hund führen. Um diese Symptome zu bessern, solltest du möglichst schnell die Ursache für den asthmatischen Husten finden.

5. Einatmen von Fremdkörpern

Wenn dein Hund hustet und würgt, versucht er den eingeatmeten Fremdkörper wieder aus seiner Lunge herauszubekommen. Dafür können nicht nur Futterteile verantwortlich sein. Es kann ebenso passieren, wenn er beim Gassigehen oder beim Spielen im Garten Pflanzenteile oder kleine Holzstücke eingeatmet hat. Durch einen kräftigen Huster entfernt dein Vierbeiner sie normalerweise.

Sitzt das entsprechende Teil aber tiefer, funktioniert es nicht immer. Ein Indiz dafür ist, dass Blut gehustet wird. Begleitende Symptome sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Fieber. Ein Besuch beim Tierarzt ist ein Muss, damit der Fremdkörper entfernt werden kann.

6. Einatmen von reizenden Stoffen wie Allergenen oder Rauch

Eine Allergie oder verschmutzte Luft kann ein Motiv für den Husten sein. Wenn du oft und intensiv rauchst, und dein Hund an Husten leidet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Rauch der Auslöser ist. Versuche dafür, die Belastung deines Hundes mit den Stoffen des Zigarettenrauchs in der Luft möglichst gering zu halten.

7. Zwingerhusten

Bei Zwingerhusten handelt es sich um eine weitverbreitete, ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege, die vor allem durch Viren und Bakterien hervorgerufen wird. Neben dem trockenen Husten, welcher oft von Würgen begleitet wird, zählen Fieber, Erbrechen von Schleim und Nasenausfluss zu den typischen Symptomen. Falls bei deinem Hund ein Verdacht auf Zwingerhusten besteht, ist der Gang zum Tierarzt dringend notwendig.

8. Schnelles Fressen

Hunde neigen oftmals dazu, ihr Futter in wenigen Augenblicken herunterzuschlingen. Dabei kann es vorkommen, dass sich dein Vierbeiner an seinem Futter verschluckt und durch Husten und Würgen versucht, den Fremdkörper loszuwerden. Passe in solchen Situationen genauestens auf. Zum einen besteht eine hohe Erstickungsgefahr und zum anderen erhöht das Schlingen das Risiko für eine lebensgefährliche Magendrehung.

Folgende Ursachen kommen für den chronischen Reizhusten besonders in Betracht:

1. Bronchitis

Wie oben bereits erwähnt, gibt es neben der akuten Bronchitis auch die chronische Bronchitis. Wenn dein Hund aufgrund einer chronischen Entzündung der Atemwege hustet und keine andere Ursache festgestellt werden kann, ist eine chronische Bronchitis die wahrscheinlichste Diagnose. Dabei neigt dein Hund dazu, einen trockenen, bellenden Husten zu haben, der sich mit der Zeit verschlechtert.

2. Trachealkollaps

Bei einem Trachealkollaps handelt es sich um das Zusammenfallen der Luftröhre. Besonders kleinere Hunderassen wie der Chihuahua oder der Yorkshire Terrier sind häufig davon betroffen. Der Trachealkollaps tritt anfallsartig auf und wird besonders durch Aufregung, Bellen, Freude oder durch Ziehen am Hals durch das Halsband ausgelöst.

3. Tumor

Husten ist oft eines der ersten Symptome, wenn der Hund einen Tumor hat. Dabei können Teile der Atemwege, des Herzens oder des umliegenden Gewebes betroffen sein. 

Folgende Ursachen kommen für den feuchten Husten besonders in Betracht:

1. Lungenentzündung

Lungenentzündung ist ein häufiger Auslöser von Husten. Im Anfangsstadium hört sich dieser noch recht trocken, rau und bellend an. Wenn die Entzündung nicht behandelt wird, entwickelt sich aus dem anfangs trockenen Husten ein feuchter Husten. Dieser wird dann oft von rasselnden Atemgeräuschen und feuchtem Röcheln begleitet. Weitere Symptome können dabei Fieber, Müdigkeit und Lustlosigkeit sein. Eine Lungenentzündung kann in der Regel gut und effektiv behandelt werden, wenn die Krankheit früh genug erkannt wird. Wenn sie allerdings unbehandelt bleibt, kann dies zu schweren Schäden oder sogar bis zum Tod führen.

2. Lungenödem

Lungenödem ist eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit im Bindegewebe der Lunge. Die Ursache dahinter ist meist eine Erkrankung der linken Herzhälfte, auch Linksherzversagen genannt. Das Ergebnis ist eine Vergrößerung des linken Vorhofes oder ein Lungenödem. Der Husten ist hierbei oft tief, feucht und häufig in der Nacht zu hören. In den meisten Fällen geht Atemnot mit einher.

3. Herzhusten

Wie beim Lungenödem zu erkennen, können verschiedene Herzerkrankungen dazu führen, dass dein Hund hustet. Dabei spricht man oftmals auch vom sogenannten Herzhusten. Er tritt vor allem abends auf, wenn sich dein Hund in Ruhe hinlegt. Dabei handelt es sich in der Regel um ein mehrmaliges, ziemlich lautes Husten, was von einer Art Würgen begleitet wird.

4. Lungenwurmbefall

Lungenwürmer sind weltweit verbreitet. Dabei handelt es sich um einen speziellen Rundwurm, der sich direkt in den Bronchien des Hundes festsetzt. Dieser Wurm löst dort eine intensive Entzündung aus. Besonders gefährdet sind Junghunde, die zwischen ein und zwei Jahre alt sind. Die Übertragung der Parasiten erfolgt dadurch, dass die Hunde entweder aus Neugier eine mit Lungenwürmern infizierte Schnecke fressen oder die Schnecke unbewusst aufnehmen.

Hundehusten richtig behandeln

Da die Quelle des Hustens häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, ist es wichtig, deinen Hund im Auge zu behalten. Der Gang zum Tierarzt ist hierbei unentbehrlich. Er kann die genaue Ursache feststellen und deinen geliebten Vierbeiner entsprechend behandeln. Du kannst ihm dabei helfen, schnell eine richtige Diagnose zu finden. Beobachte dafür deinen Hund genau und versuche den Husten sowie seine Häufigkeit möglichst exakt zu beschreiben. Tritt der Husten nur in bestimmten Situationen auf, kann eine Allergie dahinterstecken.

Hustet er erst seit kurzem, ist eine akute Erkrankung wahrscheinlich. Möglicherweise hat er auch einen Fremdkörper eingeatmet, der sich in den Atemwegen festgesetzt hat. Auch die Größe und Rasse des Hundes kann für die weitere Diagnostik eine Rolle spielen, da Hunde mit einer kleineren Rasse zum Beispiel häufig unter einem Trachealkollaps leiden. Zuerst ist aber für die erste Einschätzung durch den Tierarzt ein genauer Bericht von dir wichtig. 

Überblick über die Punkte, die du vor dem Tierarztbesuch beobachten solltest:

  • Wann hustet dein Hund?
  • Wie oft hustet er?
  • Wie klingt der Husten?
  • Wird Schleim abgehustet oder eventuell sogar Blut?
  • Hustet er oft hintereinander oder nur einmal?
  • Hustet dein Hund an bestimmten Orten mehr als an anderen?
  • Seit wann hustet er?
  • Wie ist sein Allgemeinbefinden?
  • Sind Vorerkrankrungen wie eine Herzerkrankung bekannt?

Vorbeugung von Hundehusten

Damit es erst gar nicht zu einem krankhaften Husten kommt, gibt es einige Möglichkeiten zur Vorbeugung. Besonders die Stärkung des Immunsystems spielt dabei eine wichtige Rolle. Durch eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung an der frischen Luft und einer ausgewogenen Ernährung kannst du dies erreichen. Am besten sollte dein Hund nicht mit kranken Hunden in Kontakt kommen, damit erst gar keine Ansteckungsgefahr besteht.

Auch die nötigen Impfungen schützen deinen Hund vorerst vor Erkrankungen. Ob dein Hund eine braucht, sprichst du am besten mit dem Tierarzt ab. Versuche, die Belastung deines Hundes mit reizenden Stoffen in der Luft möglichst gering zu halten. Dabei geht es vor allem um Zigarettenrauch, Parfüms, Deos, Haushaltsreiniger etc. Sollte dein Hund sein Fressen hastig herunterschlingen, empfehlen wir einen Anti-Schling-Napf. Dadurch, dass er auch in seinem Inneren geformt ist, macht er es deinem Hund unmöglich, sein Fressen zu schlingen.

Hatte dein Hund auch schonmal mal Husten? Erzähle uns gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

Die richtige Bewegung und das Futter sind essentiell für die Gesundheit deines Hundes. Das meinen auch deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. In der nachfolgenden Infografik siehst du die Ergebnisse der Befragung.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
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Ein Kommentar

  1. 1. April 2020 um 10:50
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