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Hund beißt Katze – Wie urteilen die Gerichte?


Wenn ein Hund eine Katze beißt, kann das fatale Folgen haben. Wegen dem oft erheblichen Größen- und Kräfteunterschied der Tierarten ziehen solche Attacken häufig immense Verletzungen der Katze nach sich. Wir haben uns ein paar Gerichtsurteile dazu näher angeschaut.

Polizeihund mit Maulkorb

Hund beißt Katze: Fall 1

In Gifhorn in Niedersachsen hat eine Familie ein eigenes Grundstück und wohnt dort zusammen mit ihrem inzwischen alten Kater “Tiger”. Die Ehefrau von einem Polizeibeamten des Landes Niedersachsen ging mit dem Diensthund “Chuck” in der Nähe des Grundstücks der Familie Gassi. Plötzlich witterte der Polizeihund den Kater, überwand die Mauer zum Grundstück und attackierte die ahnungslose Katze. Durch Bisse erlitt der Kater “Tiger” zahlreiche Verletzungen wie eine Rippenfraktur sowie eine Öffnung der Bauchdecke mit Austritt von Darmschlingen. Mehrere Operationen in einer Kleintierklinik in Braunschweig wurden erforderlich. Insgesamt beliefen sich die Kosten dafür auf über 4000 €. Das beklagte Land Niedersachsen räumte zwar die Schuld ein, bezahlte jedoch nur rund die Hälfte des Betrages an die Familie. Ihnen zufolge seien die Kosten im Hinblick auf Alter und Wert des Katers zu hoch.

Das Urteil

Das Landgericht Hildesheim hat in ihrem Urteil vom 10.02.2017 festgelegt, dass den Katzenbesitzern der volle Schadensersatz in Höhe von 4000 € zusteht. Die Behandlungskosten für die Katze sind nicht bereits dann unverhältnismäßig, wenn sie den Wert der Katze erheblich übersteigen. Eine streng wirtschaftliche Betrachtungsweise sei hier nicht angebracht, so das Gericht. Auch dass die Behandlungskosten vorab nicht genau zu bestimmen seien, kann nicht eine Minderung des Schadensersatzes nach sich ziehen.

Hund beißt Katze: Fall 2

Nicht um Schadensersatz, sondern um die Einstufung als “gefährlicher” Hund geht es in unserem 2. Fall. Hier hat eine Hundebesitzerin einen Eilantrag gestellt, in dem sie sich gegen die Feststellung der Gefährlichkeit ihrer Hündin durch den Landkreis Osnabrück gewandt hatte. Die Feststellung der Gefährlichkeit geht mit einer Anlein- und Maulkorbpflicht sowie mit einer Erhöhung der Hundesteuer einher. Sie wurde dem Hund auferlegt, nachdem dieser die Katze ihrer Nachbarn auf deren Grundstück durch einen Biss in den Nacken getötet habe. Der Vorfall sei unstreitig, allerdings sei die Hündin vor dem tödlichen Angriff von der Katze attackiert worden, so die Hundehalterin. Die Hündin habe somit, weil sie nicht habe fliehen können, lediglich ein artgerechtes Abwehrverhalten gezeigt.

Das Urteil

Das Verwaltungsgericht Osnabrück folgte in ihrem Urteil vom 10.03.2017 den Ausführungen der Hundehalterin nicht. Die angeblich von der Katze ausgehende Attacke auf die Hündin sei nicht belegt und angesichts der erheblichen Größen- und Kräfteunterschiede zwischen beiden Tieren auch nicht plausibel. Vielmehr spreche dafür, dass die Hündin aufgrund ihres Jagdtriebes zusammen mit einem anderen Hund der Antragstellerin die Nachbarskatze gejagt, in die Enge getrieben und dann getötet habe.

Hund beißt Katze: Die Begründung

Auch wenn die beiden Fälle unterschiedlich gelagert sind, so eint sie doch, dass die Katzenbesitzer nicht mit einem Übergriff durch den jeweiligen Hund rechnen mussten. Beide Katzen haben sich auf ihrem Grundstück und somit in ihrem Revier befunden, in das ein anderer eingedrungen ist. Die Katzenhalter träfe somit auch keine Mitschuld und das unabhängig davon, ob die Katze sich dem Hund “in Angriffshaltung” entgegengestellt haben sollte. Dies könnte allenfalls als berechtigtes Abwehrverhalten der Katze gewertet werden.

Hund beißt Katze: Fazit

Erziehung spielt eine große Rolle, wenn ein Hund zu aggressivem Verhalten neigt und es zu Beißvorfällen kommt. Ausschlaggebend für das Verhalten deines Hundes bist letztendlich du. Du musst ihm beibringen, was du von ihm erwartest und wie er sich im Zusammenleben mit anderen Tieren zu verhalten hat. Beginne schon in jungen Jahren mit der Erziehung und sei konsequent. 

Die meisten Hundehalter handeln nicht in böser Absicht, sondern vielmehr aus Unsicherheit, Unwissenheit oder falsch verstandener Tierliebe. Manchmal liegt das aggressive Verhalten deines Hundes gar nicht an dir selbst, sondern an früheren traumatischen Erlebnissen. Wenn du deinen Hund nicht selbst erziehen kannst, solltest du dir professionelle Unterstützung suchen und mit ihm in die Hundeschule gehen. Auf diese Weise kannst du sicherstellen, dass dein Hund keine Gefahr für andere darstellt.

Für starke Hunde gibt es z.B. die 5 FT Starke Hundeleine von Fttouuy. Diese Hundeleine ist aus 1/2-Zoll-Durchmesserkletterseil und sehr haltbarem Metallklammerhaken.

Wer es etwas natürlicher mag, der kann auch auf die KENDUN Hundeleine aus Leder zurückgreifen. Sie ist wasserdicht, reißfest und belastbar bis 50 kg Körpergewicht des Hundes.

Was ist deine Meinung zu den Urteilen? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

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