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Hund abgeben wegen Überforderung?


Geldmangel, Zeitmangel oder gar Tod – die Liste der Abgabegründe für Hunde ist lang. Doch was tue ich, wenn ich überfordert bin mit meinem Hund? Den Hund abgeben wegen Überforderung ist und bleibt ein Streitthema.

Hunde im Tierheim

Hund abgeben: Gründe

Ein neu angeschaffter Hund bringt viel Arbeit und Kosten mit sich. Gerade in Zeiten von COVID-19 gibt es extrem viele neue Hundebesitzer. Doch ist der Hunde einer der wenigen Krisengewinner? Im Grunde ist es natürlich eine schöne Entwicklung, dass mehr Hunde ein Zuhause finden. Nur leider bringt dieser regelrechte Haustierboom, der besonders Hunde betrifft, auch Schattenseiten mit sich. In unserem Beitrag “Haustierboom durch den Lockdown kannst du mehr zu dem Thema erfahren. Die Frage ist nämlich, wie lange dürfen die Hunde in ihrem neuen Zuhause bleiben? Die Gründe, einen Hund wieder abzugeben, sind vielfältig. Auf jeden Fall aber sollte eine Abgabe mindestens genauso gut überlegt werden, wie die Anschaffung. Im Folgenden haben wir eine kleine Liste der Abgabegründe für euch zusammengesellt:

  • Plötzliche Krankheit
  • Tod
  • Geldmangel
  • Zeitmangel
  • Überforderung

Manche dieser Gründe können wir leider nicht beeinflussen. So ist ein plötzlicher Tod oder eine schwere Erkrankung der Bezugsperson des Hundes nicht kalkulierbar, da kann man noch so gut vor der Adoption überlegt haben. Doch Gründe wie Überforderung mit dem angeschafften Hund lassen sich vermeiden.

Hund abgeben wegen Überforderung

Der Hund zerrt an der Leine, knurrt Besucher an und beißt mitunter andere Hunde und Menschen. Die Besitzer fühlen sich überfordert mit ihrem Vierbeiner. Ein klarer Abgabegrund – oder nicht? Die Krux an der Sache ist, dass das meist mit mangelnder oder mangelhafter Erziehung zusammenhängt, und die ist sehr wohl beeinflussbar. Natürlich gibt es gelehrigere Hunderassen und manche, die etwas sturer sind und ihren eigenen Kopf haben. Doch prinzipiell ist jeder Hund erziehbar. Vielleicht nicht hin zum nächsten Parcourläufer, jedoch die Grundkommandos und Grundverhaltensregeln für Hunde sind erlernbar. Mitunter auch nur mit professioneller Hilfe durch einen Hundetrainer oder eine Hundeschule. Hunde, die nicht artgerecht geführt werden, sind in den allermeisten Fällen völlig überfordert mit der ihnen aufgezwungenen Rolle. Nicht selten zeigen sich solche Überforderungen in Angst und Aggression, Stress und all den dadurch bedingten Begleiterscheinungen.

Noch entscheidender als die Rasse ist die Vorgeschichte. Wenn man den Hund nicht bereits als Welpen bei sich hat und erzieht, hat jeder Hund bereits schon Erfahrungen in seinem Leben gesammelt. Und die können mitunter sehr schlecht gewesen sein. Diese Erfahrungen prägen den Hund. Vielleicht hat die Fellnase in seinem bisherigen Leben noch nichts kennengerlernt, kein Familienleben gehabt und reagiert deswegen auf alle äußeren Reize ängstlich. Oder er wurde gar von Menschen gequält und hat deswegen das Vertrauen in den Menschen verloren. Vor allem bei Hunden aus dem Ausland oder aus dem Tierheim ist die Vorgeschichte oft ungewiss. Doch nach einer Eingewöhnungszeit, die du deinem neuen Hund unbedingt zugestehen solltest, wird er in der Regel merken, dass du es mit ihm gut meinst.

Wenn du dich dazu entscheidest, deinen Hund wieder abzugeben, weil du mit ihm und der Erziehung nicht mehr klar kommst, gibt es hierzu verschiedene Meinungen zu. Wir haben sie gesammelt und gruppiert in Pro und Contra.

Hund abgeben wegen Überforderung: Pro-Argumente

  • Stressfreier.
  • Spart Geld und Zeit für die weitere Erziehung des Hundes.
  • Der Hund hat die Chance zu Leuten zu kommen, die mit ihm umgehen können.

Hund abgeben wegen Überforderung: Contra-Argumente

  • Der Hund wird dich vermissen und nicht wissen, wieso du ihn abgegeben hast.
  • Du wirst den Hund vermissen.
  • Du kannst durch Üben mit professioneller Unterstützung ein besseres Verhältnis zwischen dir und deinem Hund aufbauen.

Wie auch immer du dich entscheidest, wenn du mit deinem Hund überfordert bist und überlegst, ihn abzugeben, achte unbedingt darauf, dass du nicht zu vorschnell Entscheidungen triffst und deine Fellnase tiergerecht abgibst. Das heißt bei neuen Menschen oder Institutionen, die ihm ein gutes Weiterleben ermöglichen.

Wie ist deine Meinung zu der Thematik? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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