Homeoffice und Coronavirus mit Hund & Katze

Das Coronavirus beschäftigt aktuell nahezu die ganze Welt. Die Möglichkeit zur Heimarbeit bietet neue Chancen im Umgang mit dem Vierbeiner. Stellt Tierhalter jedoch auch vor neuartige Herausforderungen.

Brauner Hund liegt auf Laptop

Coronavirus bei Haustieren?

Das Wichtigste zuerst – generell gilt nach wie vor die Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion eines Haustieres mit Coronavirus gering ist und kein Grund dazu besteht, die Tiere ins Tierheim zu geben oder gar auszusetzen. Die bisher dokumentierten Erkrankungen sind Sonderfälle. Neuste Untersuchungen aus Deutschland zeigen jedoch, dass es unter natürlichen Bedingungen zu einer Übertragung vom erkrankten Menschen auf das Haustier kommen kann. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin, die das Vorkommen des neuartigen Virus bei Hunden und Katzen untersuchen, fanden das heraus. Allerdings gebe es bislang keine Hinweise darauf, dass eine Infektion von Hund oder Katze das Geschehen beim Menschen beeinflusse. Das soll nach jetzigem Stand heißen, dass Tiere Menschen weder mit dem Coronavirus anstecken können, noch den Krankheitsverlauf des infizierten Mensch negativ beeinflussen. Sondern unsere Zeit in den eigenen 4 Wänden im Gegenteil eher bereichern können.

Erregernachweis für Coronavirus bei Haustieren

Verdauungsprobleme, Schwierigkeiten bei der Atmung oder häufiges Übergeben können Krankheitssymtome für COVID-19 oder andere Erkrankungen bei deinem Haustier sein. Solltest du eine Infektion deines Tiers vermuten, handle mit Bedacht und kontaktiere telefonisch deinen Tierarzt. Da nun auch die Tiermedizin als systemrelevant eingestuft wurde, wird euch da umgehend geholfen. Wer im Umkreis von Berlin wohnt, kann sein Tier auch testen lassen. Das Institut der FU Berlin bietet im Rahmen der am Institut ansässigen Virus-Diagnostik auch Erregernachweise für Hunde und Katzen an. Der Nachweis beim Tier folgt dem gleichen Testverfahren wie beim Menschen. Eine telefonische Voranmeldung ist auch hier erwünscht.

Lernen mit Vierbeinern

Mehrere Wochen Schulausfall wegen des Coronavirus SARS-CoV-2 – das ist für viele Familien eine anstrengende Situation. Nicht nur für die Eltern der Kinder, wo die Schule auch für die teilweise Betreuung der Kinder sorgt, auch für die Schüler und Schülerinnen kurz vor den Abiturprüfungen ist das eine herausfordernde Situation. Vor allem, wenn der Anspruch lautet, in dieser Zeit trotzdem für die Schule zu lernen.

Glücklich kann sich schätzen, wer in dieser Zeit ein Tier an seiner Seite weiß: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Fellnasen einen positiven Einfluss auf das Lernklima und die Motivation von Schülern haben können. Ein freundliches und entspanntes Haustier kann einen großen Unterschied für ein Kind machen. Denn der Tierkontakt entspannt und motiviert. Vielen Schülern macht es mehr Spaß, Haustieren etwas vorzulesen oder vorzurechnen, als ganz allein am Schreibtisch zu sitzen. Auch für mehr Konzentration, kann unser geliebter Vierbeiner sorgen und das verbessert automatisch auch das Ergebnis der Lernübung.

Auch der direkte Körperkontakt zu deiner Fellnase ist dem Lernen förderlich. Dabei wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, was eine Steigerung des Wohlbefindens mit sich bringt. Vergiss nur nicht das regelmäßige Händewaschen nach dem Schmusen.

Vereinsamung entgegenwirken

Unsere Sozialkontakte sind auf ein Minimum heruntergefahren. Der wöchentliche Kaffee mit der besten Freundin oder der Billardabend mit den Kumpels, das alles muss momentan hinten anstehen. Die Folge: So manchem von uns fällt buchstäblich die Decke auf den Kopf, und man vermisst die Umarmung von einem geliebten Menschen. Wie gut, dass auch dafür unsere Vierbeiner zur Stelle sind. Sie spenden Trost, sorgen für den ein oder anderen Lacher und treiben uns bei den aktuell frühlingshaften Temperaturen gerne auf die Hundewiese. Eine große Gassi-Runde sorgt für ausreichend Bewegung deines Hundes, und auch du fühlst dich sofort besser. Denn eine kurze Pause von der Arbeit tut euch beiden gut. Derzeit gilt in Deutschland ein Kontaktverbot. Eine deutschlandweite Ausgangssperre wurde bisher nicht ausgerufen. Doch auch, falls es dazu kommen sollte, müssen die Grundbedürfnisse der Bürger erfüllt werden. Dasselbe gilt für Tiere: In Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel verankert und somit müssen auch die Grundbedürfnisse der Tiere erfüllt werden.

Spielen mit dem Haustier

Egal, ob Hund oder Katze – Auslastung ist das A und O für deinen Vierbeiner. Auch wenn die Fellnasen sich natürlich nicht allzu sehr daran gewöhnen sollten, dass ihre Besitzer nun häufiger Zuhause sind, sind kurze Spieleinheiten für beide Parteien entspannend. Kann dein Hund gängige Kommandos wie “Sitz und “Komm”? Falls nicht, ist jetzt die ideale Zeit, um diese zu lernen oder aufzufrischen. Für den Anfang kann das sogar besser sein, weil weniger Ablenkung herrscht als draußen. Das Tier sollte aber nicht überfordert werden. Lieber kürzer und dafür mehrere Wiederholungen die Tage. Bei Hunden neben dem Auslauf besonders beliebt, ist zudem Spielzeug, in dem Leckerlis oder Trockenfutter versteckt sind. Sie müssen dann die Leckerbissen erschnüffeln.

Katzen wiederum müssen ihrem Jagdtrieb nachgehen können. Angelspielzeuge, “Fummelbretter” oder selbstgemachtes Spielzeug, bei denen sich die Katze anstrengen muss, um an Leckerlis zu kommen, eignen sich jetzt besonders. Auch Clickertraning wird deine Katze erfreuen. Beim Clickertraining wird die Mieze positiv auf ein Geräusch – den Klick – konditioniert. Direkt nach dem Klick gibt es eine Belohnung. Auch geräuschlose Duftkissen mit Baldrian oder Minze können deinen Stubentiger erfreuen. Jedoch ist hier Vorsicht geboten, lasse deine Katze nur unter Aufsicht und nur einmal pro Woche ein paar Minuten mit ihrem Duftkissen spielen. Duftkissen sollten, wegen ihrer für die Katze berauschenden Wirkung, nach einiger Zeit wieder sicher vor den Sinnen der Katze versteckt werden.

Schlafplatz im Büro einrichten

Schlafen am Arbeitsplatz? – Das klingt wie der Alptraum eines jeden Arbeitgebers. Doch für deinen Vierbeiner ist das schon in Ordnung. Meist will euer Haustier da sein, wo auch du bist. Das gilt auch, während du im Homeoffice bist. Biete deinem Tier daher einen gemütlichen Schlafplatz in deinem neuen “Büro” an. Für den Hund solltest du ein bequemes Kissen oder ein Hundekörbchen zur Verfügung stellen. Beachte auch hier, wenn dein Hund einen starken Wachtrieb hat, sein Bett möglichst nicht ans Fenster oder an die Tür zu stellen.

Tierbesitzer und Katze beim Homeoffice

Katzen freuen sich besonders über eine erhöhte Schlafgelegenheit, von wo aus sie das gesamte Büro im Blick haben. Viele Katzen nutzen jetzt jedoch die Gelegenheit und belagern Laptop, Notizen und Co., was die Produktivität deiner Arbeit sicherlich einschränkt. Dann doch besser der geliebten Mieze direkt einen eigenen Schlafplatz auf dem Schreibtisch einrichten.

Kochen & Backen für den Vierbeiner

Viele von uns werden als Meisterköche aus der Krise gehen, so die Selbsteinschätzung vieler. Doch warum nicht auch mal den Kochlöffel für den Vierbeiner schwingen? Zeit haben die meisten ja genug. Wir haben tolle Rezepte zum Nachkochen für Hundefutter und Katzenfutter für dich zusammengestellt. Auch diejenigen, die lieber backen, werden fündig. Registriere dich bei uns per Facebook oder Login, und du erhältst sofort ein Rezept für einfache Hundeleckerlis zum Download.

Wie arbeitest du und dein Tier im Homeoffice? Erzähle uns das gerne hier in einem Kommentar.