Herbstgrasmilben beim Hund behandeln

Nicht nur Zecken zählen zu häufigen Angreifern, auch Herbstgrasmilben sind ein großes Ärgernis für deinen Hund. Wie du diese bei deinem Hund erkennst und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Weißer Hund sitzt im Gras

Was sind überhaupt Herbstgrasmilben?

Herbstgrasmilbe ist eine der am häufigsten vorkommenden Milben in Deutschland. Diese können vor allem von Juni bis Oktober deinen Vierbeiner ärgern. Da sie zu Parasiten zählen, ernähren sie sich von den Lebewesen, auf denen sie leben. Hierbei sind es vor allem die Larven der Grasmilben, die deinem Hund und auch uns Menschen Probleme bereiten. Für das bloße Auge sind sie kaum sichtbar, nur durch ihren auffallend orangeroten Körper fallen sie auf. Sie befallen vor allem die Stellen des Körpers, die mit Gras in Kontakt kommen. Dabei suchen sich die Milben besonders dünne Haut aus und geben dort ihr Speichelsekret ab.

So entdeckst du sie bei deinem Hund

Zwischen vier und 36 Stunden nach dem Biss der Larve entsteht der nervige Juckreiz. Merkst du, dass sich dein Hund häufig an einer Stelle kratzt, leckt und beißt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er von einer Larve befallen ist. Schau dir am besten einmal die betroffenen Hautstellen genau an. Besonders Stellen wie Pfoten, Kopf, Ohren, Beine, Bauch und Brust sind betroffen. Wenn dein Hund eher dichteres Fell hat, ist ein Flohkamm zu empfehlen. Somit kannst du das Fell besser gegen den Haarwuchs kämmen. Wenn du danach den Kamm auf einem hellen Papier ausklopfst und orangefarbene Pünktchen entdeckst, handelt es sich um Herbstgrasmilben.

So hilfst du deinem Hund

Anders als bei Flöhen verschwinden die Herbstgrasmilben nach einiger Zeit wieder von alleine. Wenn diese ausgewachsen sind, fallen sie von deinem Hund ab und ernähren sich im weiteren Verlauf nur noch vegetarisch. Trotzdem solltest du gezielt handeln, da sich möglicherweise Entzündungen oder Folgeerkrankungen durch die Bisstellen bilden können. Dafür gibt es  einige Möglichkeiten, den Juckreiz, das Lecken und Beißen zu unterbinden.

  • Dusche deinen Hund nach dem Gassi gehen gründlich mit lauwarmen Wasser ab, um vorhandene Herbstgrasmilben frühzeitig zu entfernen
  • Hilfreich gegen den Juckreiz ist ein Pfotenbad aus Kernseife und warmen Wasser
  • Reibe vorhandene Bissstellen mit desinfizierenden und Juckreiz stillenden Salben ein
  • Reinige bei stärkerem Befall Decken, Kissen und Hundekörbchen, mit denen dein Hund in Kontakt gekommen ist

Sollte es sich um einen stärkeren Befall handeln oder um eine stark entzündete Hautstelle, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen. Er kann demnach entscheiden, ob es sich tatsächlich um Herbstgrasmilben oder etwas anderes wie eine Allergie handelt.

Eine gute Nachricht ist: Die Bisse der Larven sind nicht gefährlich, da die Herbstgrasmilben keine Krankheiten übertragen. Dabei sind sie von Tier zu Tier nicht ansteckend. Die Larven können auch beim Menschen zu Beschwerden führen, sie gelangen jedoch nicht vom Hund auf seinen Besitzer, sondern direkt aus der Umgebung, in der sie vorkommen. 

Hat dein Hund auch schon mal Herbstgrasmilben gehabt? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

Die Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zu Gesundheitsthemen. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Wenn sich Hundehalter über Gesundheitsthemen informieren, wird am häufigsten der Tierarzt konsultiert. Auch recherchieren viele Tierbesitzer im Internet. Nach ihrer Ansicht beeinflussen vor allem das richtige Futter und die Bewegung die Gesundheit ihres Hundes.

Infografik Umfrage Hundegesundheit
Infografik Hundegesundheit

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4 Kommentare

  1. 6. Januar 2020 um 09:16
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  2. 15. Januar 2020 um 12:09
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