Flöhe bei Katzen erkennen und bekämpfen

Dass Flöhe ausschließlich bei warmen Wetter ihre Runden machen, ist falsch. Zwar vermehren sie sich stärker bei wärmeren Temperaturen von 25 bis 30 Grad, jedoch sind die Parasiten ein ganzjähriges Problem. Da sich Flöhe rasant vermehren, solltest du nach der Entdeckung möglichst schnell reagieren. Wie du den Flohbefall rechtzeitig erkennst und diesen auch richtig behandelst, erfährst du hier.

Nahaufnahme Katze

So erkennst du Flöhe

Leidet deine Katze unter auffällig starkem Juckreizkratzt sich vermehrt und ist unruhig? Dann solltest du lieber genauer hinschauen, da dies typische Anzeichen für einen möglichen Flohbefall sind. Jede Katze reagiert natürlich unterschiedlich auf die lästigen Blutsauger. Demnach sind weitere Anzeichen:

Die Übeltäter selbst entdeckst du bei einer Untersuchung des Fells. Flöhe sind sehr kleine, braune bis rotbraune Insekten mit einer seitlich abgeplatteten Körperform. Wenn nach intensiver Suche nichts zu finden ist, ist es wichtig, genauer hinzuschauen. Flöhe hinterlassen im Fell reichlich Kot. Die schwarzen oder braunen Krümel lassen sich demnach mithilfe eines Flohkamms, welcher extra enge Zinken hat, aus dem Fell herausstreichen. Um auszuschließen, dass es sich dabei nur um Dreck handelt, solltest du den Flohkot auf ein Küchentuch legen und anfeuchten. Verfärbt es sich rotbraun, so handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Flohkot. Das liegt daran, das Flöhe bekanntlich Blutsauger sind und dieses Blut wiederum ausscheiden.

So befreist du deine Katze von den Flöhen

Wenn du Flöhe entdeckst, ist es wichtig schnell zu handeln. Befreist du deinen geliebten Vierbeiner nicht rechtzeitig, nimmt der Flohbefall nur noch mehr zu. Je mehr Flöhe es gibt, desto mehr Arbeit und Zeitaufwand hast du. Für die Bekämpfung der Flöhe stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, wie beispielsweise sogenannte Spot-On-Lösungen. Dabei ist eine gewisse Wartezeit nach dem Auftragen einzuhalten, um deine Katze wieder streicheln zu können.

Kriege die Umgebung deiner Katze flohfrei

Man geht davon aus, dass nur ca. 5% der Flöhe auf ihrem Wirt leben, die restlichen 95% an Eiern, Larven und Puppen befinden sich in der Umgebung der Katze. Das bedeutet zugleich auch, dass es mit einer Abtötung der Flöhe auf deiner Katze nicht getan ist. Notwendige Vorgehensweisen sind:

  • Intensive Reinigung von Teppichen und Möbeln: Gründlich mit dem Staubsauger behandeln
  • Decken, Kissen, Spielzeug und Körbchen bei mindestens 60 Grad waschen
  • Falls weitere Haustiere vorhanden, müssen diese ebenfalls behandelt werden
  • Bekämpfe sie mit sogenannten Floh Foggern (auch Flohbomben genannt), welche ihren Wirkstoff in die Wohnräume versprühen

Du solltest wissen, dass Flöhe nicht nur für juckende Stiche sorgen, sondern auch zu Folgeerkrankungen führen können. Dabei können sie Krankheiten übertragen, wie beispielsweise den Darmparasiten Gurkenkernbandwurm. Bemerkst du also weiterhin Veränderungen an deiner Katze, solltest du den Tierarzt aufsuchen.

Hat deine Katze auch schon mal Flöhe gehabt? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

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