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Einbruchschutz – Helfen Tiere gegen Einbrüche?


Gerade jetzt zur Urlaubszeit machen sich viele Gedanken darüber, ob ihr Eigenheim oder Mietshaus/-wohnung ausreichend geschützt ist vor Einbrechern. Zum Thema Einbruchschutz kursieren viele Mythen. Wir klären auf.

Hauseingang und deutscher Schäferhund davor

Einbruchschutz – Besonders nachts?

Die Angst, dass plötzlich nachts ein Einbrecher neben dem Bett steht und einem Gewalt androht oder gar tatsächlich zuschlägt, ist weit verbreitet. Doch dass ein Einbrecher tatsächlich im Schutz der Dunkelheit, wie es oft heißt, zuschlägt, ist eher selten. Denn eine Konfrontation wollen die Täter in aller Regel vermeiden und suchen sich deshalb andere Tatzeiten aus. Einbrecher haben es in der Regel eilig und wollen nicht gestört werden. Jeglicher Kontakt zu Bewohnern oder Nachbarn verzögert ihren Aufenthalt und könnte dazu führen, dass man sie identifizieren kann. Die Diebe wollen meist ungestört die Wohnung durchsuchen können und kommen daher lieber, wenn sie sicher sein können, dass auch niemand zu Hause ist. Das ist meist tagsüber während der gängigen Arbeitszeiten. Die Statistik zeigt, dass die meisten Einbrüche am Nachmittag oder frühen Abend verübt werden.

Einbruchschutz – Urlaubszeit

Natürlich ist man gar nicht erst in der Nähe der eigenen vier Wände, wenn man im wohlverdienten Urlaub ist. Man könnte also davon ausgehen, dass die Urlaubszeit die perfekte Zeit für einen Einbruch darstellt. Und die Urlaubszeit ist natürlich sehr attraktiv für Täter, weil sie meist sorglos ungestört sind und die Wahrscheinlichkeit, dass der Einbruch zeitnah entdeckt wird, sehr gering ist. Allerdings können unbekannte Personen in der Nachbarschaft auffallen, wenn sie sich in fremden Gärten aufhalten. Das gilt besonders für die Sommermonate, wo sich mehr draußen aufhalten. Herbst und Winter sind daher meist attraktiver für Einbrecher, denn die Dämmerung setzt früher ein und durch eingeschaltetes Licht erkennen die Täter schneller, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

Das kannst du jedoch auch zu deinem Vorteil nutzen und durch eine Zeitschaltuhr dein Heim bei Abwesenheit bewohnt aussehen lassen. Trotzdem kann man auch im Sommer ohne ein paar Schutzmaßnahmen nicht ganz beruhigt sein, denn Einbruchschutz ist ganzjährig ein Thema.

Einbruchschutz – Von Überwachungskameras, Alarmanlagen und Co.

Viele Hausbewohner fühlen sich sicherer mit einer Überwachungskamera an ihrem Grundstück. Viele Täter lassen sich jedoch von Kameras und solchen Attrappen nicht wirklich abschrecken. Die meisten Einbrecher stufen das Risiko, daraufhin erwischt zu werden, als gering ein. Die Überwachungskamera oder die Alarmanlage informieren dich als Mieter oder Eigentümer zwar über den Einbruch, aber die Frage, wie viel Zeit vergeht, bis du wiederum die Polizei alarmiert hast, bleibt bestehen. Ein vollendeter Einbruch dauert nur rund 5 Minuten. Die Chance, die Täter auf frischer Tat zu erwischen, sinkt damit rapide. Dabei übersteigt der Sachschaden häufig den Wert der gestohlenen Gegenstände.

Trotzdem können elektronische Überwachungssysteme und Alarmanlagen durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein, und sei es nur zur Dokumentation des Tathergangs. Die eigentliche Einbruchsdauer verlängern, bis die Einbrecher in die Wohnung eingedrungen sind, kann aber nur mechanischer Einbruchschutz. Dabei sind die ersten Momente entscheidend: Braucht der Dieb zu lange, um ein Fenster oder eine Tür aufzuhebeln, wird er davon ablassen.

Einbruchschutz – Die Folgen

Was die Versicherung von dem materiellen Schäden übernimmt, ist bei jedem Vertrag individuell geregelt. Vielen Einbruchsopfern geht es meist auch mehr um den emotionalen Schaden. Der emotionale Verlust wie bei dem Entwenden von Familienerbstücken wiegt weit mehr. Auch die psychischen Folgen eines versuchten oder vollendeten Einbruchs sind nicht zu unterschätzen. Wenn man sich im eigenen Zuhause nicht mehr wohl und sicher fühlt, ist das eine große seelische Belastung.

Diese traumatischen Folgen können auch bei Haustieren auftreten, die einen Einbruch miterlebt haben. Besonders Hunde, die den Einbrecher behindert haben oder zu laut waren, können negative Erfahrungen durchlebt haben. So gibt es Fälle, in denen die Hunde eingesperrt oder betäubt wurden.

Einbruchschutz – Schützen Hunde?

Viele Menschen halten auch Hunde zur Sicherung ihres Eigentums. Wenn die Fellnase gute Wachhundqualitäten mitbringt, meldet er zuverlässig alles Ungewöhnliche und kann den Einbrecher damit aktiv vertreiben. Daten zeigen, dass alleine ein Hundewarnschild etwa 2/3 aller Einbrecher abschreckt. Allerdings ist ein Hund ein anspruchsvoller “Ersatz” für eine elektronische Alarmanlage, wenn er tatsächlich in erster Linie als Wächter und nicht als Familienmitglied dienen soll. Er hat Ansprüche wie Pflege, Sozialkontakte, Spaziergänge und Erziehung. Im Privatem ist es daher fast immer sinnvoller, wenn man den Hund in erster Linie als sozialen Familienbegleiter in seinem Leben haben möchte und gerne seinen Alltag mit dem Hund teilt. Die abschreckende Wirkung auf Einbrecher ist dann ein netter Nebeneffekt.

Natürlich gibt es auch hier rassebedingt Unterschiede. Viele Hunderassen, die sich zum Bewachen eignen, sind häufig Spätentwickler. Meist werden große, kräftige Hunde als Wachhunde eingesetzt. Hierzu zählen beispielsweise Herdenschutzhunde, Rottweiler, Dobermänner, Schäferhunde und Malinois. Erst im Alter von um die 3 Jahre sind diese geistig wirklich erwachsen und zeigen ihr volles Potential. Ein Hund einer „Wachhunderasse“ kann im Alter von einem Jahr noch jeden Fremden fröhlich begrüßen und mit 3 Jahren ein zuverlässiger Wachhund sein. Dabei ist es wichtig zwischen einem Wachhund und einem “dienstlich” geführten Schutzhund zu unterscheiden. Dieser hat eine spezielle Ausbildung absolviert und begleitet einen geschulten Hundeführer im Objekt- oder Personenschutz.

Die abschreckende Wirkung eines Hundes ist weniger die Angst vor einem Biss, sondern der Lärm, den ein meldender Hund macht. Das Risiko von Aufmerksamkeit durch das Gebell ist oft zu hoch. Wenn ein Einbrecher jedoch in ein bestimmtes Haus eindringen möchte, nützt ein Hund nur sehr bedingt. So bellen manche Hunde auch oft grundlos, so dass es den Nachbarn nicht weiter auffällt im Falle eines Einbruchs. Möglicherweise ist der Hund auch durch Leckerchen zu bestechen oder frisst sie zumindest samt Betäubungsmittel oder Schlimmerem. Wenn ein Einbrecher in ein ganz bestimmtes Haus will, wird er meist Wege finden, trotz Hund sein Vorhaben durchzuziehen.

Einbruchschutz – Tipps

  • Lasse bei Wohnungs-/Haustüren mit Glasfüllung nie innen den Schlüssel stecken.
  • Bei Verlust des Schlüssels sollte unverzüglich der Schließzylinder ausgewechselt werden.
  • Verschließe Fenster, Balkon und Terrassentüren, auch wenn du nur kurz weggehst.
  • Denke auch an die oberen Stockwerke. Sichere auch da Fenster und Balkontüren.
  • Lasse die Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, die Bewohner seien nicht da.
  • Türen von Kellern und Dachböden abschließen.
  • Kellerlichtschächte und Kellerfenster mit massiven, gut verankerten Gittern oder Gitterrosten absichern.
  • Lass deine Wohnung oder dein Haus bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder Haussitter bewohnen oder bewohnt erscheinen. Zu ihren Aufgaben gehört es dann den Briefkasten zu leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig zu betätigen.
  • Eine Nachricht über deine Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter oder bei Facebook ist nicht zu empfehlen.
  • Wertsachen nicht ersichtlich zu Hause herumliegen lassen.
  • Besonders Wichtiges oder Wertvolles kannst du zudem bei deinem Geldinstitut im Schließfach aufbewahren.

Wie schützt du deine vier Wände vor unliebsamen Besuchern? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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