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Die Geschichte des Hundefutters in Deutschland


Früher wurden Hunde für einen bestimmten Zweck gezüchtet, zum Beispiel zum Hüten, Jagen, Suchen oder Beschützen. Zu dieser Zeit wurden sie mit Essensresten gefüttert, da es noch kein spezielles Hundefutter gab. Heute werden Hunde als Familienmitglieder betrachtet und helfen sogar bei der Auswahl ihres Hundefutters. Erfahre hier die Geschichte des Hundefutters.

Geschichte des Hundefutters

Der erste deutsche Hundefutterhersteller

Im Zuge der Industrialisierung und im Aufblühen des Bürgertums im 19. Jahrhundert wurde der Hund mehr und mehr zum Statussymbol für den Bürger. Hunde wurden nicht nur als Arbeitshunde gehalten, sondern immer mehr Bürger schafften sich Luxushunde an, die mit ihnen in der Stadtwohnung lebten. Dadurch stellte sich immer mehr die Frage: „Wie ernähre ich meinen Hund, den ich in der Stadtwohnung halte?“.

Die erste Produktion von Hundefutter in Deutschland begann im Jahr 1893 mit der Firma Bubeck. Zu den Abnehmern des teuren Hundefertigfutters gehörte damals vor allem das königliche Hofjagdamt. Im Jahr 1920 wurde eine preiswertere Alternative entwickelt, die aus dampfgewalzten Getreideflocken und Grieben bestand. Der Hundebesitzer musste diese vor der Fütterung nur noch mit heißem Wasser aufquellen lassen, um eine vollwertige Ernährung für seinen Hund zu erhalten.

Die erste deutsche Trockenvollnahrung

In den 1950er Jahren startete auch das bayerische Familienunternehmen Happy Dog. Mit Hilfe einer neuartigen Technologie und entsprechender Maschinen war es möglich, Getreideflocken herzustellen, die zusammen mit getrocknetem Fleisch das erste komplette Trockenfutter für Hunde ergaben. Im Jahr 1965 startete das Unternehmen mit “Müller’s Hundenahrung” die erste Hundefutterproduktion. Diese bestand aus Flocken und Nassfutter. Wenige Jahre später, 1970, wurde das erste hochverdauliche Alleinfutter für Hunde entwickelt, das aus Trockenfleisch, Maisquellflocken und Gemüse bestand. Aus der Marke Müller’s Hundenahrung wurde Happy Dog.

Hundeernährung heute

Heutzutage spielt eine artgerechte Hundeernährung eine große Rolle. In Deutschland gibt es ein großes Angebot an verschiedenen Nass- und Trockenfuttersorten für deinen Hund. Dadurch, dass die Auswahl an Marken sehr groß ist, sind die Preise für Hundefutter in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern relativ niedrig.

Außerdem steigt das Interesse an den genauen Inhaltsstoffen im Hundefutter immer mehr, weshalb einige Hundebesitzer das Hundefutter selbst zubereiten. Auch die Ernährungsmethode Barfen wird immer mehr angewendet. BARF hieß ursprünglich “Born-Again Raw Feeders” (wiedergeborene Rohfütterer) und bezeichnete nicht nur das Futter, sondern auch den Hundehalter, der seine Tiere nach dieser Methode ernährt. BARF-Befürworter betrachten die Methode als eine Möglichkeit, wieder mehr zurück zur Natur zu gehen.

Da Hunde Fleischfresser sind, hat man mit BARF eine volle Kontrolle darüber, wie das Futter zusammengesetzt sein sollte, und kann auf industrielle Zusatzstoffe verzichten. Das ist besonders bei ernährungssensiblen Hunden vom Vorteil. Solange die Ernährung des Hundes nicht zu einseitig ist, gibt es kein Richtig oder Falsch. Allerdings müssen sich Hundehalter vor dem Barfen sehr gut über die Ernährung informieren.

Wie ernährst du deinen Hund? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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