Die 9 Grundkommandos für deinen Hund


Hundeerziehung ist ein essentieller Bestandteil in der Beziehung zu deinem Hund. Du solltest schon früh damit anfangen, deinem Vierbeiner die wichtigsten Grundkommandos beizubringen, um euren Alltag zusammen zu erleichtern. Wir stellen dir hier 9 Grundkommandos vor.

Mann gibt seinem Hund Kommando auf der Wiese

1. Hier

Eines der wichtigsten Kommandos, die dein Hund kennen und befolgen sollte, ist das „Hier“. Wenn du dieses Wort rufst, soll er unverzüglich zu dir kommen. Am besten ist es, diesen Befehl bereits im Welpenalter spielerisch zu üben und den Welpen mit einem Spielzeug zu locken. Rufe deinen Hund immer wieder, um das Kommen richtig gut einzuüben und zu festigen. Freue dich ausdrücklich, wenn er kommt, und belohne ihn. Wenn du deinen Vierbeiner in jeder Situation zu dir rufen kannst, erhöhst du seine und deine Sicherheit auf jedem Spaziergang.

2. Aus oder Nein

Auch dies ist ein Kommando, das zum Schutz deines Hundes dient. Wenn du verlangst, dass dein Hund einen Gegenstand loslässt oder dir gibt, muss er das unverzüglich und ohne Knurren tun. Damit kannst du vermeiden, dass er etwas Schädliches frisst, aber auch den Inhalt deiner Wohnung schützen. Denn sonst hat dein Hund gerne mal Kleidungsstücke, Taschen oder die Fernbedienung im Maul. Deswegen ist „Aus” bzw. „Nein” so wichtig.

3. Bei Fuß

Leinenführigkeit ist wichtig, wenn ihr beide komfortabel spazieren gehen möchtet. Ein ständig an der Leine ziehender Hund ist auf Dauer anstrengend. Daher ist es zu empfehlen, dass dein Hund grundsätzlich lernt, an lockerer Leine zu gehen. Das Kommando „Fuß“ erhöht die Kontrolle über deinen Vierbeiner in bestimmten Situationen. Wenn du an fremden Personen vorbeikommst, ist es einfach höflich, ihn dicht zu dir heranzuholen, da nicht jeder sich über eine direkte Begegnung freut.

Außerdem erleichtert es das Aufeinandertreffen mit Joggern, Radfahrern und weiteren interessanten Verkehrsteilnehmern, wenn dein Hund von vornherein weiß, dass er in solchen Fällen immer neben deinem Knie läuft. Das führt ihn dann schon deutlich weniger in Versuchung, den spannenden Menschen in den Weg zu springen. Im Alltag ist es nicht entscheidend, ob dein Hund exakt die richtige Position einhält. Es ist ausreichend, wenn er in geringem Abstand neben dir geht, ohne dass du an der Leine ziehen musst. In dieser Stellung solltet ihr beide eine genügend lange Strecke gehen können, um an allen möglichen Hindernissen und Ablenkungen vorbeizukommen.

4. Bei mir

Im Unterschied zum Kommando „Bei Fuß“ darf dein Hund sich bei „Bei mir“ einen Meter um dich herumbewegen. Er darf um dich kreisen, aber nicht ohne deine Erlaubnis seine Bahn verlassen. So hat der Hund zwar eine gewisse Freiheit, bleibt aber in deinem direkten Einflussbereich, sodass du jederzeit eingreifen kannst, wenn es die Situation erfordert.

5. Sitz

„Sitz“ wird von vielen Hunden als erstes und leichtestes Kommando gelernt. Oft setzt sich dein Hund schon, wenn du einen Leckerbissen über seinen Kopf hältst und dann die Hand leicht nach hinten bewegst. Du kannst mit Clickertraining vorgehen oder mit der Hand leicht beim Hinsetzen nachhelfen, das ist deine Entscheidung. Das Kommando „Sitz“ ist im Alltag immer wieder nützlich. Ob du den Hund anleinen oder ihm sein Futter zubereiten, auf der Straße mit einem Bekannten plaudern oder erst noch die Tasche im Auto verstauen willst: Jedesmal ist es praktisch, wenn du deinen Hund mit diesem Befehl kurz parken kannst.

6. Platz

Um deinen Hund länger zur Ruhe zu bringen, ist der Befehl „Platz“ sinnvoll. Auf dieses Kommando soll sich der Hund hinlegen, die Haltung dabei darf gern bequem sein. „Platz“ brauchst du immer dann, wenn der Hund länger auf einer Stelle verweilen und sich entspannen soll. Du kannst das Kommando auch gut anwenden, wenn du Besuch bekommst und der Hund im Hintergrund bleiben soll. Beginne damit, ihn erst nur kurze Zeitspannen liegen zu lassen, und steigere die Dauer langsam, damit er sich dabei immer wohlfühlt.

7. Bleib

„Bleib“ wird meist gemeinsam mit den Kommandos „Sitz“ und „Platz“ kombiniert, die dein Hund daher beherrschen sollte. Entfernst du dich, aber deine Fellnase soll an einem Ort verweilen, eignet sich das Kommando „Bleib“. Auch dieser Befehl kann im Alltag in vielen Situationen hilfreich sein, z.B. wenn du schnell in den Supermarkt willst oder dein Hund Radfahrer und Jogger vorbeilassen soll.

8. Stopp

Das Kommando „Stopp” gehört nicht unbedingt zum klassischen Repertoire, ist aber trotzdem sehr nützlich. Wenn dein Hund dieses Wort hört, soll er nämlich stehen bleiben. Das Kommando „Stopp“ kannst du anwenden, wenn du mit dem Hund eine Straße überquerst, er sich mit einem Fuß in der Leine verfangen hat oder er nur ein paar Schritte vor dir ist und du ihn anleinen möchtest.

9. Schau

Auch ist „Schau” noch kein so verbreiteter Befehl, ist aber im Alltag hilfreich. Mit diesem Kommando lenkst du die Aufmerksamkeit deines Hundes auf dich. Damit lernt er, dich anzuschauen und auf weitere Kommandos oder Gesten zu warten. Ebenso kannst du ihn damit schnell von etwas ablenken, was er nicht beachten soll. Verwende einfach öfter das Wort „Schau“ und führe dann zum Beispiel ein Leckerli zu deinem Gesicht. Wenn dein Hund dich anschaut, bekommt er das Leckerli. Den Befehl müsste er in kurzer Zeit verstanden haben. Dann kannst du anfangen, ihm beizubringen, dass auf „Schau“ oft noch ein weiterer Befehl oder ein lustiges Spiel folgen kann.

Natürlich gibt es noch unzählige weitere sinnvolle Kommandos für deinen Hund. Als Hundehalter wirst du rasch merken, was ihm besonders liegt und Spaß macht. Was ihr dann alles zusammen unternehmt, liegt bei euch. Mit den hier aufgezählten 9 Befehlen habt ihr auf jeden Fall eine gute Grundlage, auf der ihr alles andere aufbauen könnt.

Kennst du noch weitere Grundkommandos für deinen Hund? Erzähle davon gerne hier in einem Kommentar.

Unsere Infografik zeigt Antworten von deutschen Hundehaltern zur Hundehaltung und deren Vor- und Nachteile. 44 % der Tierbesitzer haben mehr als 12 Jahre einen Hund. Meistens lebt ein Vierbeiner im Haushalt. Auch haben 32 % neben einem Hund auch eine oder mehrere Katzen. Vorteile eines Hundes sind besonders, dass sich der Hundehalter viel bewegt, der Hund treu ist und aufheitert. Nachteile sind vor allem die Hundesteuer und die vielen Haare.

Infografik illustriert zu Vor- und Nachteilen der Hundehaltung
Infografik Vor- und Nachteile Hundehaltung

Du suchst noch nach einfachen Rezepten für Hundeleckerlis? Dann haben wir für dich ein tolles. Wenn du dich bei uns registriert hast, per Facebook oder per Login, erhältst du direkt das Dokument zum Download.

0 Kommentare