Demenz bei Hunden und Katzen – Welt-Alzheimertag am 21. September


Genau wie wir Menschen werden auch unsere vierbeinigen Freunde immer älter, solange sie artgerecht gehalten werden. Allerdings bringt das Altern bei Hunden und Katzen auch Krankheiten mit sich. Neben orthopädischen Problemen und Tumoren können die Vierbeiner auch an Demenz erkranken. Der Welt-Alzheimertag soll auf die Situation der etwa 1,6 Millionen Demenzerkrankten in Deutschland aufmerksam machen. Erfahre hier, wie du Demenz bei deinem Haustier erkennst und was du tun kannst.

Hund und Katze spielen draußen

Demenz bei Hunden und Katzen: Was ist Demenz?

“Weg vom Geist” oder “ohne Geist” – das ist die wörtliche Übersetzung des Begriffs “Demenz” aus dem Lateinischen. Dies beschreibt das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust der geistigen Fähigkeiten

Demenz ist eine Krankheit, bei der Nervenzellen langsam absterben, insbesondere diejenigen, die für das Gedächtnis, die Orientierung oder das Bewusstsein verantwortlich sind. Infolgedessen wird, genau wie bei Menschen mit Demenz, mit der Zeit das Verhalten deines Hundes oder deiner Katze beeinträchtigt. Bei Hunden und Katzen wird eine Demenzerkrankung als kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS) bezeichnet.

Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz

Viele Menschen glauben, dass Demenz und Alzheimer zwei verschiedene Krankheiten sind. Tatsächlich handelt es sich bei Alzheimer jedoch um eine Form der Demenz. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz und eine unheilbare Störung des Gehirns. Neben der Alzheimer-Krankheit sind die häufigsten Formen der Demenz die vaskuläre Demenz, die Lewy-Body-Demenz und die Frontotemporale Demenz. Sie unterscheiden sich von der Alzheimer-Krankheit in Ursache, Symptomen und Verlauf.

Durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn werden Alzheimer-Patienten immer vergesslicher, verwirrter und orientierungsloser. Auch Persönlichkeit und Verhalten ändern sich im Laufe der Erkrankung. Viele Patienten werden unruhig, aggressiv oder depressiv. Das Urteilsvermögen und die Sprachfähigkeit nehmen ab.

Demenz bei Hunden und Katzen: Symptome

  • Dein Vierbeiner ist häufiger gereizt und findet sich nicht mehr so gut zurecht.
  • Unbegründete Lautäußerungen ohne äußeren Anlass.
  • Das Seh- und Hörvermögen verschlechtern sich deutlich.
  • Orientierungslosigkeit, auch in gewohnten Räumlichkeiten (Bekannte Wege werden nicht mehr gefunden).
  • Verstärkter Appetit (häufiges Betteln direkt nach der Futteraufnahme) oder auch völlige Appetitlosigkeit.
  • Starke Verhaltensänderungen gegenüber dir und anderen Tieren.
  • Verminderte Aktivität.
  • Depression, Aggressivität, Rastlosigkeit.
  • Plötzliche Unsauberkeit.
  • Umherwandern.

Demenz bei Hunden und Katzen: Diagnose

Diese Symptome können auf eine Demenz hinweisen, aber eine Diagnose kann nur unter Verdacht und unter Ausschluss anderer Krankheiten gestellt werden. Um bei deinem Vierbeiner im Alter eine Demenz zu diagnostizieren, muss der Tierarzt in der Lage sein, mit deinem Haustier zu sprechen. Da dies leider nicht möglich ist, musst du deinen vierbeinigen Freund beobachten und über sein Verhalten berichten. Darüber hinaus sollte ein Bluttest durchgeführt werden, um auch andere Werte wie Nieren, Leber, Schilddrüse usw. zu überprüfen. Auch ein MRT kann Klarheit schaffen.

Demenz bei Hunden und Katzen: Wie kann ich meinem Tier helfen?

Das Wichtigste ist, dass du viel Verständnis für deinen Liebling zeigst. Dein Hund oder deine Katze soll sich immer sicher und geborgen fühlen. Durch geeignete Spiele kannst du die Hirnaktivität deines Vierbeiners fördern. Beobachte dein Tier gut und entscheide anhand seines Verhaltens, ob du Änderungen vornehmen musst. 

Ob der Hund dennoch ohne Leine spazieren gehen soll, muss dann von Fall zu Fall entschieden werden. Der Freilauf deiner Katze sollte unter Umständen ebenfalls nur unter Beobachtung stattfinden. Darüber hinaus solltest du auf Veränderungen an deinem Zuhause verzichten und einen Umzug vermeiden, da diese oft Stress für deinen Vierbeiner bedeuten. Vermeide Stress soweit wie möglich.

Demenz bei Hunden und Katzen: Welt-Alzheimertag am 21. September 

Seit 1994 finden am 21. September weltweit eine Vielzahl von Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und deren Familien aufmerksam zu machen. In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen. Durch Vorträge, Tagungen, Gottesdienste und Benefizkonzerte machen sie die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer und andere Demenzen aufmerksam. 

Es geht darum, auf die Situation der etwa 1,6 Millionen Demenzerkrankten und ihrer Familien in Deutschland hinzuweisen. Auch wenn eine Heilung der Krankheit derzeit nicht möglich ist, können medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Familien helfen.

Ist dein Vierbeiner an Demenz erkrankt und wie gehst du damit um? Erzähle uns gerne davon hier in einem Kommentar.

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