Coronavirus: Was du als Tierhalter jetzt beachten musst

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Das öffentliche Leben in Deutschland ist bereits stark eingeschränkt. Das betrifft auch Halter von Hunden und Katzen. Wir geben dir eine kurze Übersicht, was du beachten solltest.

Schwarzer Hund und braune Katze schmusen

Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Hunde und Katzen selbst können das Coronavirus nicht auf den Menschen übertragen und umgekehrt. Dennoch können die Haustiere es indirekt weiterverbreiten. Denn das Virus kann auf glatten Oberflächen wie auf dem Hundehalsband oder Gummi-Spielzeug Tage lang überleben. Wenn du also privat Tiere von Coronavirus-Patienten oder potenziell Infizierten betreust, solltest du dabei auch am besten Gummihandschuhe tragen und immer Abstand zum Besitzer wahren. Die Übergabe des Tieres soll wenn möglich im Freien stattfinden. Hinterher die Hände gut zu waschen für mind. 20 Sekunden ist absolute Pflicht.

Solltest du in häuslicher Quarantäne sein, behandle deine Tiere normal und teste sie in Einzelfällen bei Auftreten von Symptomen nach Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt auf Sars-CoV-2. Das Verfahren ist das gleiche wie bei Menschen. Bestätigt infizierte Personen sollten sehr engen Kontakt zu ihren Haustieren, wie zum Beispiel das Abschlecken des Gesichts, möglichst vermeiden. Denn der Erreger könnte auf deren Schleimhäute gelangen und von dort zu weiteren Personen gelangen.

Im Falle einer Ausgangssperre können Hundehalter noch weiter Gassi gehen, mehr jedoch nicht.

Tierarztbesuch ankündigen

Ist dein Haustier erkrankt, solltest du vor dem Gang zum Tierarzt momentan den Besuch in der Praxis telefonisch ankündigen und das Problem schildern. Darauf weist der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BPT) hin. Das gilt ebenfalls für den Notdienst, der ohnehin nur bei „zwingender medizinischer Notwendigkeit“ in Anspruch genommen werden sollte.

Damit der Betrieb einer Tierarztpraxis in Zeiten der Coronaviruskrise möglichst lange weiterlaufen kann, gelten für Tierbesitzer nach Verbandsangaben folgende allgemeine Regeln:

  • Nur allein: Immer nur eine Person darf mit dem Tier in die Praxis gehen – wenn möglich, sollten es keine Kinder oder Älteren sein.
  • Abstand halten: Diese Grundregel zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos gilt auch beim Tierarzt. Wenn möglich, sollte man statt im Wartezimmer am besten draußen warten – entweder an der frischen Luft oder zum Beispiel im Auto.
  • Gesund sein: Wer Krankheitssymptome wie Husten oder Schnupfen zeigt, dem kann der Zutritt zur Praxis verwehrt bleiben, stellt der Verband klar. Er appelliert, unbedingt die Praxis zu informieren, falls man innerhalb von zwei Wochen nach dem Besuch positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde.
  • Keine Besuche: Für Tiere, die stationär in der Praxis behandelt werden, gibt es laut BPT im Allgemeinen momentan keine Besuchszeiten.

Die Berufsvereinigungen der Tierärzte fordern außerdem eine Einstufung als systemrelevante Berufsgruppe. Analog zur Humanmedizin fordern die Veterinäre flexible Quarantäneregelungen. Außerdem müssten Hygienerichtlinien zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus in Tierarztpraxen, landwirtschaftlichen Betrieben und Tierheimen erarbeitet werden, um Angestellte und Tierhalter bestmöglich zu schützen.

Wie jeder andere Mensch auch solltest du dich an die allgemeinen Vorkehrungsmaßnahmen gegen das Coronavirus halten. Das heißt:

  • 2 m Abstand halten zu anderen Menschen.
  • Sofort Hände waschen für mind. 20 Sekunden, wenn du draußen warst.
  • In den Ellenbogen husten.
  • Berührungen fremder Menschen vermeiden.

Was tust du als Tierhalter in Zeiten des Coronavirus? Erzähle uns das gerne hier in einem Kommentar.

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