Blasenentzündung bei Hunden: Was du wissen solltest


Eine Blasenentzündung ist eine unangenehme Sache, die nicht nur uns, sondern auch unseren geliebten Vierbeiner betreffen kann. Besonders jetzt in den kalten Wintermonaten besteht ein höheres Risiko. Da sie mit Schmerzen verbunden ist, ist es wichtig, dass du dich frühzeitig um die Erkrankung deines Hundes kümmerst. Was du über Blasenentzündung bei Hunden wissen solltest und wie du deinen Hund dabei unterstützen kannst, erfährst du hier.

Blasenentzündung bei schwarzen kleineren Hund, der im Bett liegt und in die Kamera schaut

Definition einer Blasenentzündung bei Hunden

Eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, ist eine Entzündung der Harnblase, wobei oftmals auch die Harnröhre betroffen ist. Dabei kommt es zur Reizung und Entzündung der Blasenwand, wodurch das Ablassen des Urins schmerzhaft ist und häufiger in kleinen Mengen erfolgt. Eine Blasenentzündung ist meist eine Folgeerkrankung, hinter der viele verschiedene Ursachen stecken können. Sowohl Rüden als auch Hündinnen können von einer Zystitis betroffen sein.

Mögliche Symptome einer Blasenentzündung bei Hunden

Eine Blasenentzündung lässt sich bei Hunden meist schnell erkennen. Das typischste und gleichzeitig am häufigsten vorkommende Symptom ist das ständige Wasserlassen. Dabei bekommen sie trotz starkem Pressen häufig nur wenige Tropfen heraus. Da eine Blasenentzündung mit Schmerzen verbunden ist, wölben Hunde während des Wasserlassens den Rücken und äußern teilweise sogar Schmerzlaute.

Daneben kann sich der Urin hinsichtlich Farbe, Geruch und Konsistenz verändern. Ein rötlicher, trüber oder schaumiger und streng riechender Urin ist also keine Seltenheit bei einer Blasenentzündung. Ein weiteres Symptom kann eine vorübergehende Inkontinenz sein. Wenn du also auf einmal Urinpfützchen in der Wohnung vorfindest, ist eine Blasenentzündung wahrscheinlich. Handelt es sich um eine starke Entzündung der Blase, sind möglicherweise auch die Nieren bzw. Nierenbecken betroffen. Dann treten meist noch Symptome wie Abgeschlagenheit, Schwäche und Fieber auf.

Überblick über die Symptome:

  • Häufiges Wasserlassen
  • Trotz starkem Pressen nur kleine Mengen Urin 
  • Aufgewölbter Rücken und Schmerzen beim Urinieren
  • Veränderter Urin in Konsistenz, Farbe und Geruch
  • Plötzlich auftretende Stubenunreinheit
  • In seltenen Fällen: Fieber, Schwäche, Abgeschlagenheit

Mögliche Ursachen bei einer Blasenentzündung bei Hunden

Bei Hunden liegt die Hauptursache, wie bei uns Menschen, meist bei den Bakterien. Diese befinden sich an den Außenwänden der Genitalien und gelangen über die Harnröhre in die Blase. Dabei handelt es sich häufig um Darmbakterien, die eine Entzündung verursachen. Begünstigt wird der Vorgang durch Kälte, Nässe und ein schwaches Abwehrsystem. Eine Entzündung der unteren Harnwege kann bei Hunden beiden Geschlechts und jeden Alters auftreten. Hündinnen sind dabei häufiger betroffen, da bei ihnen die Harnröhre kürzer als bei Rüden ist. Zudem sind kastrierte Hündinnen durch eine Schwächung des Blasenschließmuskels zusätzlich besonders empfänglich für eine Infektion. Dadurch ist bei Hündinnen das Eindringen der Bakterien in den Körper leichter.

Als weitere Ursache kommen Harnsteine infrage. Dabei bilden sich zunächst kleine Kristalle im Urin, die sich zu größeren Gebilden zusammenschließen können und dadurch die Schleimhaut der Blase reizen. Auch Pilze, Viren oder Parasiten können Auslöser für eine Blasenentzündung sein. Eine weitere mögliche Ursache ist Diabetes mellitus. Bei der Zuckerkrankheit wird durch den erhöhten Zuckergehalt des Urins das Wachstum der Bakterien gefördert.

Überblick über die Ursachen:

  • Bakterien
  • Harnsteine
  • Harnkristalle
  • Pilze
  • Viren
  • Parasiten
  • Diabetes mellitus

Diagnose bei einer Blasenentzündung bei Hunden

Wenn du bei deinem Hund die typischen Anzeichen einer Blasenentzündung entdeckst, musst du zur Diagnosefindung sofort den Tierarzt aufsuchen. Die jeweilige Behandlung ist entsprechend davon abhängig, welche Ursache vorliegt. Der Tierarzt untersucht erst einmal den Urin deines Hundes auf Bakterien. Hierbei entnimmt der Tierarzt mit Hilfe einer Ultraschallkontrolle durch Punktion der Blase Urin. Dieser ist besser geeignet als aufgefangener Urin, da er steril ist und durch keine Keime verunreinigt worden ist.

Daneben werden auch häufig Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen getätigt, um andere mögliche Auslöser für die Zystitis zu finden. Bei einem Ultraschall wird die Harnblase auf Auffälligkeiten wie Schleimhautveränderungen der Blase oder Anzeichen für Harnkristalle oder Harnsteine untersucht. Eine Röntgenuntersuchung kann notwendig sein, da Harnsteine manchmal nicht im Ultraschall sichtbar sind. In manchen Fällen wird dem Hund Blut entnommen. Dabei können Entzündungen im Körper festgestellt, und bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Behandlungsmöglichkeiten einer Blasenentzündung bei Hunden

Der Tierarzt wird die Blasenentzündung abhängig von der Ursache behandeln. Wenn es sich um einen bakteriellen Infekt handelt, wird er ein Antibiotikum verabreichen. Eine durch Pilze verursachte Entzündung wird mittels eines geeigneten Antimykotikums geheilt. Falls Harnsteine vorhanden sind, ist unter Umständen eine Operation der Harnblase notwendig. Harnkristalle können durch die Zugabe von Medikamenten oder einer harnsäuernden Diät aufgelöst werden. Um das Wohlbefinden deines Hundes zu verbessern, wird ihm entsprechendes Schmerzmittel vom Tierarzt verabreicht.

Das kannst du bei einer Blasenentzündung für deinen Hund tun

Eine wichtige Maßnahme ist, dass dein Hund genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Gerade im Fall einer bakteriellen Blasenentzündung ist dies besonders wichtig, da durch die Menge an Wasser die Bakterien aus der Blase gespült werden. Auch lauwarmer Kamillen- oder Fencheltee können dabei hilfreich sein. Wer schon mal selbst eine Blasenentzündung hatte, weiß, wie gut Wärme tut. Besonders zur Schmerzlinderung ist sie eine sehr hilfreiche Maßnahme. Versuche also deinen Hund in einer warmen Umgebung zu halten. Gerade an kalten Tagen sind kurze, dafür jedoch häufigere Gassirunden zu empfehlen. So ist er nicht allzu lange der Kälte ausgesetzt und hat die Möglichkeit, seine Blase häufig zu entleeren. Dadurch können sich Bakterien nicht so schnell vermehren. Biete ihm eine möglichst stressfreie Zeit, da er während einer Blasenentzündung viel Ruhe braucht. 

Überblick über die Maßnahmen:

  • Sorge für ausreichend frisches Wasser.
  • Versuche es mit lauwarmem Kamillen- oder Fencheltee.
  • Biete genügend Wärme an.
  • Gehe mehrmals täglich eine kleine Runde Gassi mit ihm.
  • Vermeide Stress und biete ihm viel Ruhe.

Vorbeugung einer Blasenentzündung bei Hunden

Eine Blasenentzündung lässt sich leider kaum vorbeugen. Gerade in den kalten Wintermonaten werden Abwehrkräfte abgeschwächt, wodurch dein Hund anfälliger für eine Infektion ist. Folgende Maßnahmen garantieren natürlich nicht, dass nie wieder eine Blasenentzündung eintritt, jedoch können sie wenigstens das Risiko einer Blasenentzündung minimieren. 

  • Liegeplatz sollte zugfrei, warm und trocken sein.
  • Stelle ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung. 
  • Sorge für eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Bewege ihn regelmäßig im Freien, um ein gesundes Immunsystem zu fördern. 
  • Versuche ihn nicht zu lange bei nassem, kaltem Wetter auf dem Boden sitzen oder liegen zu lassen.
  • Gehe kürzere Gassirunden, dafür aber häufiger.
  • Vermeide es, dass er durchnässt ist. Trockne ihn also zu Hause mit einem Handtuch gründlich ab.
  • Lasse deinen Hund nicht schwimmen, solange die Temperaturen nicht mindestens 15 Grad haben. 
  • Wenn dein Hund zu Harnwegsinfektion neigt, kannst du ihm mit einem Hundemantel vor der Kälte schützen.

Hatte dein Hund auch schon mal eine Blasenentzündung? Erzähle uns doch gerne hier in einem Kommentar von deinen Erfahrungen.

Die richtige Bewegung ist auch essentiell für die Gesundheit deines Hundes. Das meinen auch deutsche Hundehalter in unserer Umfrage. Hier siehst du die Ergebnisse der Befragung.

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